
AB 22. MAI IM OPEN SPACE:
OLGA OPPENHEIMER
Zum 140. Geburtstag einer verdrängten Künstlerin
22. Mai bis 13. September 2026, Eintritt frei
Sie war eine Wegbereiterin der modernen Kunst im Rheinland – und geriet dennoch in Vergessenheit.
Zu ihrem 140. Geburtstag erinnert das Kölnische Stadtmuseum an die Kölner Künstlerin Olga Oppenheimer und ihr außergewöhnliches, zugleich tragisches Leben.
Olga Oppenheimer (1886–1941) wächst in Köln in einem jüdischen Elternhaus auf, das ihre künstlerische Neugier und Entwicklung früh fördert. Als Mitbegründerin des Gereonsklubs wird sie zu einer treibenden Kraft des Expressionismus im Rheinland und schafft in Köln eine Plattform für Künstler*innen wie Marc, van Gogh und Kandinsky. Ihre eigenen Gemälde, Holzschnitte und Zeichnungen werden zwischen 1910 und 1913 auf bedeutenden internationalen Ausstellungen gezeigt.
Der Erste Weltkrieg, persönliche Verluste und eine schwere psychische Erkrankung führen zum abrupten Ende ihrer künstlerischen Tätigkeit. 1918 wird Olga Oppenheimer in eine psychiatrische Klinik eingewiesen, 1941 im Rahmen der nationalsozialistischen „Euthanasie“-Verbrechen ermordet. Ihr Werk ist nur bruchstückhaft erhalten.
Erst jetzt rücken ihr Werk und ihr Schaffen wieder stärker in den Fokus.

Alle Veranstaltungen zum neuen OPEN SPACE
Alle Verantaltungen sind kostenlos.
Sa., 23.05. + 15.08., 14 Uhr
Kuratorenführung: „Olga Oppenheimer – Ein Leben in Fragmenten“ (mit Dr. Markus Jansen)
Do., 09.07., 15.30 Uhr
Führung durch Dauerausstellung und OPEN SPACE: „Pionierinnen von Olga Oppenheimer bis Agrippina“ (Museumsdienst Köln)
(Eintritt Dauerausstellung: 5 €, erm. 3 €)
Do., 09.07., ab 18 Uhr
Ein Abend für Olga Oppenheimer: Programm-Special zum 140. Geburtstag mit Gesprächen und neuen Perspektiven
Do., 23.07. + 03.09., 18 Uhr
Stadtraumführung: „Auf den Spuren von Olga Oppenheimer und anderen Künstlerinnen & Mäzeninnen um 1900“ (mit Irene Franken, Kölner Frauengeschichtsverein e.V.)
Treffpunkt: Gereonshaus, Gereonstraße 18
Do., 27.08., 18 Uhr
Vortrag & Diskussion: „Nicht länger namenlos. Die Todesopfer der nationalsozialistischen Medizinverbrechen im Rheinland und der Fall Olga Oppenheimer“ (mit Dr. Keywan Klaus Münster / Dr. Helmut Rönz, LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte)
Fr., 04.09., 18 Uhr
Lesung & Gespräch: „Der Künstlerinnen-Klub“ – Olga Oppenheimer und Emmy Worringer (mit Autorin Hanka Meves)
Do., 10.09., 18 Uhr
Vortrag & Diskussion: „Avantgarde-Künstlerin und Impulsgeberin – Olga Oppenheimer und die Moderne im Rheinland“ (mit Dr. Barbara Scheuermann, Kunstmuseum Bonn)
Der OPEN SPACE – Ein Ort für Austausch und neue Perspektiven
Unser OPEN SPACE im Foyer ist frei zugänglich. Hier greifen wir – oft gemeinsam mit Künstler*innen, Vereinen oder Initiativen – mit Veranstaltungen und kleinen Ausstellungen Themen mit aktuellen Bezügen auf und werfen neue Blicke auf die Stadt.



