Wir erzählen Köln neu – überraschend, unkonventionell und emotional! Wir nehmen euch mit auf eine emotionale Zeitreise, vom Mittelalter bis heute. mehr lesen →
Die Sammlung des Kölnischen Stadtmuseums umfasst rund eine halbe Million Objekte. Unsere Depots des Museums sind wahre Schatzkammern der Vergangenheit. mehr lesen
Kapier Köln – Komm ins Stadtmuseum
Mitten in der Kölner Innenstadt, nur einen kurzen Abstecher vom Dom entfernt, erzählt das Kölnische Stadtmuseum die Stadtgeschichte neu: überraschend, emotional und interaktiv. Euch erwartet eine ungewöhnliche Zeitreise quer durch die Epochen – mit unkonventionellen Perspektiven und einzigartigen Exponaten!
Am 28. Dezember 1895 präsentieren Auguste und Louis Lumière in Paris erstmals bewegte Bilder vor zahlendem Publikum: kurze Filmszenen aus dem Alltag – von Fabrikarbeitern bis zum einfahrenden Zug. Nur wenige Monate später kommt die neue Technik nach Köln! Am 20. April 1896 findet am damaligen Augustinerplatz 12, heute Pipinstraße, die erste öffentliche Filmvorführung der deutschen Filmgeschichte mit dem „Cinématographe Lumière“ statt. Möglich macht das Ludwig Stollwerck, der das Potenzial der bewegten Bilder früh erkennt und die Brüder Lumière nach Köln holt. Zehn Filme von jeweils etwa einer Minute – darunter ein Seehafen, eine Gartenszene und eine einstürzende Mauer. Am 3. Mai 1896 filmt Lumière-Kameramann Charles Moisson das Leben in der Domstadt. Zu Pfingsten, am 23. Mai, bestaunt das Publikum erstmals bewegte Bilder aus der eigenen Stadt: Menschen verlassen den Kölner Dom nach dem Gottesdienst, und ein Zug fährt zwischen den Türmen der Eisenbahnbrücke in den Hauptbahnhof ein. Und jetzt kommt’s: Eine ähnliche Zugszene hatten die Lumières bereits in Frankreich gedreht. Das erste Film-Remake? 1896 – mitten in Köln!
(1) Charles Moisson, Autor unbekannt, Wikipedia Gemeinfrei; Wohn- und Geschäftshaus Augustinerplatz 12, Köln, Architekt A. Nöcker, Wikimedia Commons, Gemeinfrei; Ludwig Stollwerck, Rheinisch-Westfälisches Wirtschaftsarchiv (2) Auguste und Louis Lumière, Wikipedia Gemeinfrei, (3) Wohn- und Geschäftshaus Augustinerplatz 12, Köln, Architekt A. Nöcker, Wikimedia Commons, Gemeinfrei, (4) Ludwig Stollwerck, Rheinisch-Westfälisches Wirtschaftsarchiv; Köln - Blick über das Stollwerck-Gelände (nach Nordosten), Jakob Weeser-Krell, 1898, Köln KSM Graphische Sammlung, (5) Filmvorführung mit dem Cinématographen (Zeichnung von Louis Poyet), 1985; Credits: Archives Château Lumière, Wikipedia Gemeinfrei, (5) Charles Moisson, Autor unbekannt, Wikipedia Gemeinfrei, (6) Hauptgottesdienst“/ „Sortie de la cathédrale“, Köln 1896, s/w, Charles Moisson, Institut Lumière. (7) „Ankunft des Eisenbahnzuges auf dem Kölner Bahnhofe“/ „Arrivée de l‘express“, Köln 1896, s/w, Charles Moisson, Institut Lumière.
Am 19. Oktober 2019, heute vor 7 Jahren, verstarb Theodor Wonja Michael. Der Schauspieler, Journalist, Autor und ehemalige BND-Beamte überlebte die NS-Zeit. Michael war damit einer der letzten bekannten afrodeutschen Zeitzeugen. Bis ins hohe Alter trat Theodor Wonja Michael öffentlich auf und engagierte sich aktivistisch. Er wurde 94 Jahre alt und verstarb in Köln.
📷 Slide 1, 2: Theodor Wonja Michael als Ehrengast bei der Eröffnungsrede des „BIGSAS Festival Afrikanischer und Afrikanisch-Diasporischer Literaturen“ im Alten Schloss Bayreuth, 26.06.2014, Foto: Julia Dittmann, via Wikimedia Commons. 📷 Slide 4: Theodor Wonja Michael bei einer Lesung aus seinem Buch „Deutsch sein und schwarz dazu“ auf dem BIGSAS Literaturfestival im Alten Schloss Bayreuth, 26.06.2014, Foto: Julia Dittmann, via Wikimedia Commons. 📷 Slide 5: Cover von Theodor Wonja Michaels Autobiografie: Deutsch sein und schwarz dazu: Erinnerungen eines Afro-Deutschen. Erschienen 2013 bei dtv.
Vor 130 Jahren flimmerten in Köln zum ersten Mal bewegte Bilder über eine Leinwand. Seitdem hat die Stadt Kinopaläste kommen und gehen sehen, Filmgeschichte geschrieben und sich als Medienstadt einen Namen gemacht.
Unser neuer OPEN SPACE „FILM AB! 130 Jahre Kino und Film in Köln“ erzählt kurz und kompakt (oder: kurz und pointiert / oder: fokussiert) diese Geschichte: von den ersten Vorführungen über die großen Lichtspielhäuser bis zu den Produktionen, die heute in Köln entstehen.
Kommt vorbei und taucht ein in über ein Jahrhundert Kölner Kinogeschichte! Im Begleitprogramm findet ihr Filmvorführungen, Stadtexkursionen, Quizabende und vieles mehr.
📍 Kölnisches Stadtmuseum, Minoritenstraße 13 📅 ab 15.10.2026 bis 14.03.2027 🎟️ Eintritt frei
🎬: „Am Kölner Dom nach dem Hauptgottesdienst“/ „Sortie de la cathédrale“, Köln 1896, 50 sek., s/w, Charles Moisson, Institut Lumière. „Ankunft des Eisenbahnzuges auf dem Kölner Bahnhofe“/ „Arrivée de l‘express“, Köln 1896, 50 sek., s/w, Charles Moisson, Institut Lumière. „Pontonbrücke in Köln“/ „Pont de bateaux“, Köln 1896, 40 sek., s/w, Constant Girel, Institut Lumière. „Panorama von Köln aufgenommen von einem Boot“/ „Panorama pris d‘un bateau“, Köln 1896, 40 sek., s/w, Constant Girel, Institut Lumière „Am Kölner Dom nach dem Hauptgottesdienst“/ „Sortie de la cathédrale“, Köln 1896, 50 sek., s/w, Charles Moisson, Institut Lumière. „Ankunft des Eisenbahnzuges auf dem Kölner Bahnhofe“/ „Arrivée de l‘express“, Köln 1896, 50 sek., s/w, Charles Moisson, Institut Lumière. „Pontonbrücke in Köln“/ „Pont de bateaux“, Köln 1896, 40 sek., s/w, Constant Girel, Institut Lumière. „Panorama von Köln aufgenommen von einem Boot“/ „Panorama pris d‘un bateau“, Köln 1896, 40 sek., s/w, Constant Girel, Institut Lumière.
Wie sah Köln im Mittelalter aus? Eine Stadt voller Türme, Tore und mächtiger Mauern! Inspiriert von unserem historischen Stadtmodell und der berühmten Stadtansicht von Anton Woensam aus dem Jahr 1531 werden die Kids beim Workshop selbst kreativ: Mit Stempeln gestalten sie ihre eigene Baumwolltasche und lassen das mittelalterliche Köln im Stil eines Holzschnitts wieder lebendig werden.
Freitag, 30. Oktober 2026 | 11–14 Uhr
👉 Für Kinder von 6 bis 10 Jahren Kosten: 10,50 € zzgl. 2 € Material 👉👉 Anmeldung bis 28. Oktober 2026 Mit Mira Parthasarathy vom @museen.koeln
Bitte mitbringen: Kleidung, die schmutzig werden darf, einen Snack und etwas zu trinken.
📷 Collage mit bearbeitetem Ausschnitt aus Anton Woensam: Große Ansicht von Köln, Köln 1531, Kölnisches Stadtmuseum - Graphische Sammlung
Das Begleitprogramm zu unserer OPEN SPACE-Ausstellung „FILM AB!“ im Oktober 🎬
Am Freitag, 16. Oktober, zeigt das Kino 813 in der BRÜCKE „Der Hauptmann von Köln“. Slatan Dudows satirische DEFA-Komödie von 1956 nimmt die junge Bundesrepublik aufs Korn: Ein arbeitsloser Kellner wird für einen ehemaligen Wehrmachtshauptmann gehalten und macht damit im Westen Karriere.
Am Sonntag, 25. Oktober, geht es dann raus in die Stadt: Die Stadtführung „Kinospuren“ folgt 130 Jahren Kölner Kinogeschichte. Treffpunkt ist unser OPEN SPACE, Anmeldung über Köln im Film e.V.
Alle Infos findet ihr auf der Kachel. Wir freuen uns auf euch! 🍿
Zur bundesweiten „Woche des Sehens” (8. bis 15. Oktober 2026) bieten die Museen der Stadt Köln und der Museumsdienst Köln besondere Angebote für blinde und sehbehinderte Menschen.
👉 In unserer innovativen Dauerausstellung finden sich blinde und sehbeeinträchtigte Gäste schnell zurecht: Bodenleitlinien führen durch das Museum und die Ausstellung, taktile (ertastbare) Übersichtspläne geben Orientierung und die wichtigsten Texte sind in Brailleschrift erfahrbar. Dazu können ausgewählte Objekte an „Hands-on”-Stationen berührt und ertastet werden. Über den MultiMediaGuide ist zudem eine speziell auf Menschen mit Sehbehinderungen abgestimmte Führung abrufbar 📱.
Zur „Woche des Sehens” lässt sich die Geschichte Kölns am Mittwoch, den 14. Oktober (15.00 bis 16:30 Uhr) bei einer überraschenden Führung erkunden: „Stadtgeschichte zum Anfassen“. Treffpunkt ist das Museumsfoyer/Kasse, die Teilnahme ist kostenlos (zu entrichten ist lediglich der Eintritt ins Museum).
FILM AB! 🎬 Ab dem 15. Oktober zeigen wir in unserem OPEN SPACE die Ausstellung „FILM AB! 130 Jahre Kino und Film in Köln“. 1896 flimmerten in Köln die ersten bewegten Bilder über die Leinwand. Seitdem ist die Stadt Kinostadt, Drehort und Produktionsstandort.
Die Ausstellung erzählt von prächtigen Lichtspielhäusern, verschwundenen Veedelskinos und Kölner Produktionen, die bundesweit Fernsehgeschichte schrieben. Entstanden ist sie in Zusammenarbeit mit Köln im Film e.V.
📍 Kölnisches Stadtmuseum, OPEN SPACE 🗓️ ab 15.10.2026
Warum sind Kölner Brücken eigentlich grün? Die Antwort beginnt im Jahr 1929.
Für die neue Mülheimer Brücke wünschte sich der damalige Oberbürgermeister Konrad Adenauer ausdrücklich einen patinagrünen Anstrich (vorgesehen war ursprünglich eine andere Farbe). Die Bayer AG entwickelte für Adenauer deshalb einen speziellen Grünton auf Basis von Chromoxidgrün. Die Farbe erwies sich als besonders wasserfest und lichtbeständig. Seitdem prägt sie das Erscheinungsbild der Mülheimer, Severins-, Zoo- und Deutzer Brücke und wird bis heute in unveränderter Rezeptur verwendet. Die Original-Rezeptur wird beim Amt für Brücken, Tunnel und Stadtbahnbau aufbewahrt. Dort lagern Musterplatten mit Farbproben im Dunkeln, damit sie nicht verblassen.
Das Kölner Brückengrün ist also mehr als nur eine Farbe. Es gehört seit fast 100 Jahren zum Kölner Stadtbild. Mehr dazu erfahrt ihr in unserer Dauerausstellung.
📸: 1 Mülheimer Brücke, KSM; 2 August Sander: Mülheimer Brücke, um 1930, RBA, Jana Dorn @stadtarchiv, Eröffnung Mülheimer Brücke, 1929, KSM, Anja Schlamann: unter Brücken Mülheimer Brücke, KSM; 3 Farbeimer „Kölner Brückengrün“, KSM, Chromoxidgrün-Pigment, FK1954 via Wikimedia Commons, gemeinfrei, Anja Schlamann: unter Brücken Zoobrücke, 2017, KSM; 4 Gerd Lohmer: Severinsbrücke @stadtarchiv, Anja Schlamann: unter Brücken Deutzer Brücke, KSM; 5 Anja Schlamann: unter Brücken Severinsbrücke, KSM
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