Presse & Newsroom

Hier finden Sie aktuelle Presseinformationen über die Ausstellungen und Veranstaltungen des Kölnischen Stadtmuseums sowie einen Überblick über das angebotene Bildmaterial, das hochauflösend unter www.museenkoeln.de in druckfähiger Qualität zum Download zur Verfügung steht.

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Dr. Wibke Becker
Kölnisches Stadtmuseum – Marketing / Presse
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Pressemeldungen

„LA FÊTE“ – Die neue Pop-up-Bar im Kölnischen Stadtmuseum mit der
Bar-Ausstellung „DÄ DEJOOL KÜTT! Adenauer und de Gaulle in Köln 1962“ (01.09.2022)

Der französische Staatspräsident Charles de Gaulle bei seiner Rede vor dem Rathaus, 5. September 1962. Links neben ihm Bundeskanzler Konrad Adenauer, rechts Oberbürgermeister Theo Burauen. Hinter de Gaulle: Oberstadtdirektor Max Adenauer (Hansherbert Wirtz, KSM, © Rheinisches Bildarchiv Köln)

Am 5. September 2022 jährt sich der Besuch des französischen Staatspräsidenten Charles de Gaulle in Köln zum 60. Mal. Zur Feier der damaligen Deutschlandreise ruft das Kölnische Stadtmuseum eine ganz besondere Pop-up-Bar ins Leben. Von Freitag, 2. September, bis Samstag, 5. November 2022, heißt es hier – im rückwärtigen Teil des neuen Museumsstandorts – „LA FÊTE!“ Besucherinnen können sich an jedem Öffnungstag auf ein anderes kosten-loses Live-Event freuen: von Konzerten, über DJ-Sets, Nouvelle Chansons und französischem Pop bis hin zu Lesungen und vielem mehr.

„Wir freuen uns sehr, dass wir diesen besonderen Jahrestag für die deutsch-französische Freundschaft mit einer Bar feiern können – und einem Veranstaltungsprogramm, das für jeden Geschmack etwas zu bieten hat“, erklärt Silvia Rückert, die stellvertretende Museumsleiterin. „Neben französisch-kölschen Chanson-Abenden setzen wir beispielsweise drei Abende in Kooperation mit dem bekannten Kölner Label Le Pop-Musik um, die zu den wichtigsten Namen für die Vermittlung eleganter französischer Popmusik in Deutschland gehören“.

Die Besucherinnen erwartet aber nicht nur entspannte Clubatmosphäre, sondern auch eine Bar-Ausstellung: Bislang unveröffentlichte historische Fotos – von Ingeborg Spielmans, Hans-Herbert Wirtz, Dietrich Maguhn, Herbert Koch, Ludwig Lang und Walter Dick – lassen den Stopp de Gaulles in Köln lebendig werden. Bundeskanzler Konrad Adenauer ließ es sich da-mals nicht nehmen, den berühmten Gast persönlich durch „seine“ Stadt zu führen. 100.000 Kölnerinnen umjubelten den französischen Präsidenten, der zum Missfallen der französischen Security „ein Bad in der Menge“ nahm. Es waren historische Momente, die den Beginn der Freundschaft zwischen den „Erbfeinden“ Deutschland und Frankreich markierten. Die damalige Begeisterung der Kölnerinnen wird eindrucksvoll auf den Fotografien der Bar-Ausstellung sichtbar. Genauso aber lassen sie hinter die Kulissen blicken, beispielsweise mit Bildern vom Empfang im Gürzenich. Hier warteten eine gigantische Tischdekoration mit einem nachgebauten Arc de Triomphe und einem riesigen Eiffelturm aus Marzipan und Schokolade auf den Präsidenten.

„Fotos und Filme zeigen“, so Kurator Dr. Mario Kramp, „wie sehr der de Gaulle-Besuch nicht nur die Politik, sondern auch unzählige Kölner*innen emotional bewegte. Der ehemalige Kriegsgegner spricht auf Deutsch und reicht die Hand zur Versöhnung. Von vielen wird das als langersehnte Absolution verstanden. De Gaulle erobert die Herzen. Das Eis ist gebrochen. Der erste Besuch eines französischen Staatschefs in Deutschland seit Napoleon wird zum Triumphzug. Es folgt der Élysée-Vertrag im Januar 1963: Grundlage der deutsch-französischen Freundschaft, die bis heute der Motor der Einigung Europas ist.“ Auch Lesungen zum historischen Thema sind Teil des Begleitprogramms, sowie ein Gesprächsabend mit Konrad Adenauer („Mein Großvater und de Gaulle“, 13. Oktober 2022, 18 Uhr, in Anwesenheit des neuen französischen Generalkonsuls Etienne Sur). „Es ist wirklich spannend, wie dieses Museum sich zurzeit immer wieder neu erfindet“, betont H.W. Turadj Zarinfar, der 1. Vorsitzende der „Freunde des Kölnischen Stadtmuseums e.V.“. „Diesen Prozess begleiten wir als Förderverein sehr, sehr gerne.“ Die Pop-up-Bar samt Biergarten und Ausstellung ist donnerstags bis samstags von 17 bis 22 Uhr geöffnet. Alle Veranstaltungen sind kostenlos, der Eintritt ist frei.

Kooperationspartner des Pop-up-Projekts sind die Deutsch-Französische Gesellschaft Köln und das Institut français Köln. Unterstützt wird das Event unter anderem von den Freunden des Kölnischen Stadtmuseums, Köln im Film e.V. und dem WDR 3.

Hinweis an die Redaktionen: Wir bitten um Ankündigung. Zur Berichterstattung laden wir Sie herzlich ein.

Hinweise an die Redaktionen:


„50 JAHRE HÖHNER“ – Die Jubiläumsausstellung
Ausstellung des Kölnischen Stadtmuseums im Maritim Hotel (30.08.2022)

Die Höhner heute (© Kay-Uwe Fischer)

Die Höhner werden fünfzig. Das Kölnische Stadtmuseum feiert die Kölner Band daher mit ei-ner großen Sonderausstellung im Maritim Hotel Köln, vom 31. August 2022 bis 12. Februar 2023.

1972 sorgte die Band unter dem Namen „Ne Höhnerhoff“ erstmals für Stimmung auf den Bühnen und in den Sitzungssälen – damals noch als federwerfendes Quartett im Hühneroutfit. Heute sind sie deutschlandweit bekannt und spätestens seit „Viva Colonia“ internationale Bot-schafter kölschen Lebensgefühls. Ihre Reisen führten sie weit über Köln hinaus: bis China, Brasilien, Kuba und die USA. Als erste europäische Band spielten sie sogar auf der chinesi-schen Mauer. Die Höhner beweisen dabei immer wieder aufs Neue, dass sie musikalisch ech-te Allroundtalente sind: beispielsweise mit ihrer legendären „KomZert“-Reihe im Kölner Millo-witsch-Theater, in der Zirkusmanege der „Höhner Rockin‘ Roncalli Show“ oder mit ihren „Höh-ner Classic“-Abenden in der Philharmonie. Bewundernswert ist aber auch das große gesell-schaftliche Engagement der Höhner. Der tatkräftige Einsatz für die „AG Arsch Huh“, das „LObby-REstaurant“ des Kölner Arbeitslosenzentrums und viele weitere soziale Projekte gehö-ren zu den Herzensangelegenheiten der Höhner.
„Diese Band gehört zu Köln wie der Karneval, das Kölsch und der Dom. Mit dieser Ausstellung würdigen wir die vielen schönen Momente, die die Höhner den Menschen unserer Stadt ge-schenkt haben“, betont Silvia Rückert, die stellvertretende Leiterin des Kölnischen Stadtmuse-ums.

Die Jubiläumsausstellung im Maritim Hotel Köln nimmt die Besucher*innen mit auf eine au-ßergewöhnliche Zeitreise – mit einzigartigen Exponaten aus dem Privatbesitz der Bandmitglie-der und deren persönlichen Erinnerungen.

„Ohrwürmer sind beim Rundgang garantiert“, verspricht Kuratorin Johanna Cremer. „Denn: 50 JAHRE HÖHNER heißt nicht nur 50 Jahre voller spannender Geschichten und Anekdoten, sondern auch 50 Jahre Lieder zum Mitsingen, Schunkeln, Tanzen, Lachen und Glücklichsein“. Sie fügt hinzu: „Die enge Zusammenarbeit mit der Band war wirklich wunderbar und hat diese abwechslungsreiche Zeitreise sowie die vielen überraschenden Einblicke möglich gemacht.“
Auch beim Begleitprogramm mischen die Höhner kräftig mit, beispielsweise bei den Führun-gen oder dem Familien-Chorworkshop „Sing mit den Höhnern!“, an dem alle Bandmitglieder teilnehmen. Alle Veranstaltungen sind kostenlos. „Für uns ist es eine große Freude und Ehre, dass das Band-Jubiläum mit einer eigenen Ausstellung bedacht wird“, sagt Frontmann Henning Krautmacher. „Wir freuen uns darüber und darauf, ähnlich wie wir uns auf unser Gastspiel in Wacken, einem der weltweit größten Heavy-Metal-Festivals, gefreut haben. Wir wünschen der Ausstellung viele, viele Besucher*innen!“
Die Ausstellung im Maritim Hotel Köln (Heumarkt 20) ist dienstags bis freitags von 12 bis 19 Uhr sowie samstags und sonntags von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. Die Ausstel-lung wird unterstützt vom Maritim Hotel Köln, den Freunden des Kölnischen Stadtmuseums, der Kölner Kulturstiftung der Kreissparkasse Köln, den Freunden und Förderern des Kölni-schen Brauchtums, dem WDR 3 – und natürlich: den Höhnern.
Ein ganz besonderes Special für alle Höhner-Fans: Anlässlich der Jubiläumsschau haben die Höhner im Maritim Hotel Köln das „HÖHNER-Soundstudio“ eingerichtet. Hier kann jeder unter fachlicher Anleitung und mit professionellen Mitteln sein Höhner-Lieblingslied aufnehmen. In-formationen zu Preisen und Öffnungszeiten sind unter www.hoehner.com abrufbar.

Hinweise an die Redaktionen:


Pop-Up-Super-Fashion-Markt – eco, handmade, fair
Zukünftige Ausstellungsfläche des Stadtmuseums wird erstmals bespielt (03.06.2022)

Ein Blick ins Innere des ehemaligen Modehaus Franz Sauer (Foto: RBA, B. Ruster)

Nur wenige Tage nach dem Ende der Pop-up-Bar „Modehaus goes Museum“ lädt das Kölnische Stadtmuseum zum nächsten Event an seinen neuen Standort: zum „Pop-up-Super-Fashion-Markt“.

Das Museum verwandelt am Samstag, 11. Juni, und Sonntag, 12. Juni 2022, die zukünftigen Ausstellungsflächen in eine kreative Mode- und Designmesse. Von jeweils 11 bis 19 Uhr präsentieren sich hier junge Mode- und Lifestyle-Labels, unter anderem aus Köln und der unmittelbaren Umgebung. Gezeigt und verkauft werden Produkte jenseits des Mainstreams: Von Mode und Accessoires über Schuhe und Schmuck bis hin zu Interior Design und Papeterie – eco, handmade und fair. Die Besucher*innen haben dabei erstmals Gelegenheit, die zurzeit noch leeren Ausstellungsflächen zu sehen, bevor hier die innovative neue Dauerausstellung des Kölnischen Stadtmuseums entsteht.

„Mit diesem Pop-up-Super-Fashion-Markt erinnern wir noch einmal an die Geschichte unseres neuen Standortes“, so Silvia Rückert, die stellvertretende Direktorin des Kölnischen Stadtmuseums. „Schließlich war die Minoritenstraße 13 über viele Jahre eine der wichtigsten Kölner Adressen für hochwertige Mode. Für uns bietet der Standortwechsel großartige Chancen, uns mitten in der Stadt mit ungewöhnlichen Formaten neu aufzustellen. Wir werden hier Stadtgeschichte ganz anders erzählen: lebendig, vielfältig und kreativ wie die Mode von heute!“

Turadj Zarinfar, der 1. Vorsitzende der „Freunde des Kölnischen Stadtmuseums e.V.“, begleitet diesen Prozess mit großer Begeisterung: „Der Pop-up-Super-Fashion-Markt unterstreicht, mit wie viel Elan und Schwung das Stadtmuseum seine Zukunft in Angriff nimmt. Für die Kölnerinnen entsteht hier ein ganz besonderer Ort, der immer wieder überraschen wird. Ich freue mich sehr, dass dieser Designer-Markt den Besucherinnen parallel zum Shopping-Event die Möglichkeit bietet, die zukünftigen und in vieler Hinsicht außergewöhnlichen Ausstellungsflächen in den Blick zu nehmen.“

Der Pop-up-Super-Fashion-Markt wird unterstützt von den Freunden des Kölnischen Stadtmuseums e.V., Rausgegangen und dem StadtRevue-Verlag.

Nicht nur beim Fashion Markt können die Kölnerinnen jetzt die zukünftigen Ausstellungsflächen besichtigen: Am 30. Juni und 14. Juli 2022, jeweils 18.30 Uhr, laden die Kuratoren der neuen Dauerausstellung Stefan Lewejohann und Sacha Pries zu einer öffentlichen Führung ein. Interessenten können sich unter Angabe des Terminwunsches bis zum 25. Juni 2022 per E-Mail an KSM-Ticketbuchung@stadt-koeln.de melden. Die Teilnehmerinnenzahl ist begrenzt. Der Eintritt ist frei.

Plakat Pop-up-Super-Fashion Markt
Ein Blick ins Innere des ehemaligen Modehaus Franz Sauer (Foto: RBA, B. Ruster)

Hinweise an die Redaktionen:


POP-UP! Modehaus goes Museum. Pop-Up-Event am zukünftigen Standort des Kölnischen Stadtmuseums (31.03.2022)

Willkommen in der POP-UP-Bar (© C. Ehrchen)

Mit der Wiedereröffnung im ehemaligen Modehaus Franz Sauer im Herbst 2022 beginnt für das Kölnische Stadtmuseum ein neues Kapitel. Denn es ist nicht nur ein Standortwechsel: Das Museum stellt sich mit dem Umzug mit ungewöhnlichen Formaten und auffälligem Design komplett neu auf. Zur Feier veranstaltet das Museum ab 1. April 2022 ein ganz besonderes Pop-up-Event.

Vom 1. April bis 15. Mai 2022 finden in einer Bar mit Clubatmosphäre im rückwärtigen Teil des neuen Gebäudes Konzerte, DJ-Sets, Gin-Tastings, Lesungen und vieles mehr statt. Teil der Bar ist eine Fotoausstellung, die die glamouröse Vergangenheit des ehemaligen Modehauses lebendig werden lässt und einen exklusiven Einblick in den Umbau zum modernen Museum gibt. „Bis zur Geschäftsaufgabe 2016 war das Haus eine der ersten Kölner Adressen für hochwertige Mode und Designermarken“, erklärt Silvia Rückert, die stellvertretende Museumsdirektorin. „Ich freue mich sehr, dass wir die Geschichte dieses eleganten Gebäudes und die aktuelle Verwandlung in ein Museum in einer ungewöhnlichen Ausstellung – einer Pop-up-Bar – zeigen können! Denn das ehemalige Modehaus ist kein Kaufhaus mehr. Es ist ebenso auch noch kein Museum.“

Bar, Ausstellung und der kleine Biergarten mit Blick auf das benachbarte Museum KOLUMBA sind mittwochs bis samstags von 17 bis 22 Uhr geöffnet. Die Besucher*innen können sich jeden Abend auf ein anderes Live-Event freuen! Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei. Den Auftakt macht am 1. April der Singer-Songwriter Dari mit einfühlsamen deutschen Popsongs, am 2. April folgt der Musiker Ben Randerath mit 90er-Jahre Pop-Klassikern und Trash-Hymnen zum Mitsingen, am 6. April tritt Ant Utama, ein Singer-Songwriter aus Neuseeland, auf. „Es ist wirklich für jeden Geschmack etwas dabei“, betont Yvonne Katzy, Kuratorin der Pop-up-Ausstellung, und verrät: „Der kultige Bartresen ist übrigens die ehemalige Leuchtreklame SAUER, die an der Außenfassade Minoritenstraße angebracht war und von uns auf ein Untergestell gesetzt wurde.“

Programm und Barausschank werden organisiert von der Kölner Eventagentur „Schulte & Schulte“, bekannt unter anderem durch die Weihnachtsmärkte in Rodenkirchen und Lindenthal. Signature Drink der Pop-up-Bar ist: natürlich ein GIN SAUER (alkoholisch und nicht-alkoholisch).

„Es macht wirklich Spaß zu sehen, mit welchen überraschenden Formaten sich das Museum zurzeit neu aufstellt“, betont der ehemalige Kölner Oberbürgermeister Jürgen Roters, der 2. Vorsitzende der „Freunde des Kölnischen Stadtmuseums e.V“. „Das Pop-up-Event zeigt: Dieses Museum kann und wird am neuen Standort Zugangsschwellen abbauen und neue Zielgruppen ansprechen. Gerne begleiten wir als Freunde des Museums diesen Prozess aktiv.“

Das Pop-up-Event wird unterstützt durch die Freunde des Kölnischen Stadtmuseums und andere Partner*innen. Das von der ursprünglichen Funktion des Hauses inspirierte Design der Pop-up-Ausstellung wurde von der Kölner Agentur SIMPLE entwickelt.

Ein wichtiger Hinweis: Bar und Ausstellung befinden sich im rückwärtigen Teil des neuen Museumsstandorts mit der Adresse Kolumbahof 3.

Hinweise an die Redaktionen:


Modern, offen, dynamisch: Das Kölnische Stadtmuseum im Interim. InfoBox vor dem Museum eröffnet Blick in die zukünftige Dauerausstellung (14.03.2022)

Auf dem Bild sieht man die aufgestellte Museums-Info-Box vor dem neuen Museum. Es ist ein blauer Container.
Die Museums-InfoBox auf dem Kolpingplatz
(© Stadt Köln)

Das Kölnische Stadtmuseum durchläuft derzeit einen grundlegenden Wandel: Im Herbst 2022 öffnet das Museum im ehemaligen Modehaus Franz Sauer in der Minoritenstraße seine Türen. Hier wird künftig die Kölner Stadtgeschichte kreativ und innovativ erzählt. Passend zur inhaltlichen Neuausrichtung präsentiert das Museum jetzt ein neues Branding und ein neues Leitbild. „Das Kölnische Stadtmuseum versteht sich als ein wichtiger Pfeiler der Kölner Geschichte und seiner Identität. Es ist deshalb wichtig, dass sich das Museum auffallend und sichtbar im Stadtbild präsentiert, damit sich möglichst viele Menschen von unseren Themen und dem Ort – mitten in der Kölner Innenstadt – angesprochen fühlen“, erläutert Silvia Rückert, stellvertretende Direktorin des Stadtmuseums.

Vielfarbig und plakativ: Der neue Außenauftritt

Um die Neupositionierung ganzheitlich umzusetzen, entwickelte das Museum gemeinsam mit der Kölner Grafikagentur ENORM ein neues Branding. Der neue Außenauftritt sowie das neue Logo zeigen sich offensiv plakativ und in der bewussten Vielfarbigkeit so divers und dynamisch wie die Themen, die im Museum zukünftig präsentiert werden. „Das Kölnische Stadtmuseum erzählt nicht nur die Geschichte Kölns, es befasst sich auch mit gegenwärtigen Fragen und geht offen und mutig in die Zukunft“, betont der Kölner Beigeordnete für Kunst und Kultur, Stefan Charles. „Das neue Branding spiegelt diesen modernen, dynamischen Zugang zur Stadtgeschichte und den Anspruch des Hauses, ein offener Ort zu sein – ein Ort, an dem auch experimentiert werden darf und unterschiedlichste Stimmen berücksichtigt werden.“

Museums-InfoBox auf dem Kolpingplatz

Ein erstes Beispiel für das gewandelte äußere Erscheinungsbild des Hauses ist eine „Museums-InfoBox“, die am 14. März 2022 auf dem Kolpingplatz eröffnet wurde. In diesem auffällig gestalteten Container informiert das Museumsteam über den aktuellen Stand des Umbaus und die Neukonzeption des Hauses. Kurze Filme und Interviews sowie großformatige Visualisierungen geben einen spannenden Vorgeschmack auf die entstehende Dauerausstellung. Bei einem Gewinnspiel können die Besucher*innen zudem exklusive Führungen gewinnen und so das neugestaltete Haus noch vor der offiziellen Eröffnung kennenlernen. Geöffnet ist die „InfoBox“ montags bis samstags von 12 bis 18 Uhr.

Am 14. März 2022 geht zudem der neue Webauftritt des Kölnischen Stadtmuseums online, der gemeinsam mit der Kölner Agentur result Gmbh entwickelt wurde. Auch hier finden Interessierte viele Informationen, Bilder und Videos über das entstehende neue Museum (www.koelnisches-stadtmuseum.de).

Der gesamte Prozess des Umzuges und der Neuausrichtung des Museums wird vom Freundeskreis des Kölnischen Stadtmuseums finanziell unterstützt und auch inhaltlich begleitet. „Wir freuen uns sehr, dass für das Stadtmuseum mit dem Umzug in die Minoritenstraße eine neue Ära beginnt: offen, modern, kreativ und partizipativ. Es ist uns eine Freude, diese umfassende Neuausrichtung des Hauses aktiv zu unterstützen“, sagt der ehemalige Kölner Oberbürgermeister Jürgen Roters, der zweite Vorsitzende des Vereins.

Wir sind Köln: Das neue Leitbild

Passend zur Veränderung des äußeren Erscheinungsbildes haben die Mitarbeitenden des Museums in einem gemeinsamen Prozess ein Leitbild mit einer Vision des Kölnischen Stadtmuseum formuliert, welche das Selbstverständnis und die Arbeit der kommenden Jahre prägen soll. Besonders wichtig ist dem Museumsteam dabei das Verhältnis zur Stadt Köln und seinen Bürger*innen. „Wir sind Köln“ lautet der erste Satz des neuen Leitbildes, um die Verbundenheit und die Verantwortung des Hauses für die Identitätsbildung der Stadt zum Ausdruck zu bringen. Ferner definieren die Mitarbeitenden hier den Anspruch, ein Museum für alle mit möglichst wenigen Hürden sowie ein Ort der kritischen Auseinandersetzung mit der Geschichte, der Gegenwart und der Zukunft der Stadt und ihrer Gesellschaft zu sein. Den sich stetig wandelnden Anforderungen an eine zeitgemäße Bildungs- und Vermittlungsarbeit will sich das Team agil und offen stellen.

Hinweise an die Redaktionen:


Kölnisches Stadtmuseum wird innovativ, partizipativ, offen, überraschend (14.10.2021)

Das Bild zeigt eine Visualisierung des neuen Foyers.
Das zukünftige Foyer (© neo.studio neumann schneider architekten)

Die Kölner Stadtgeschichte wird im kommenden Jahr ganz neu in Szene gesetzt

Was lieben wir? Was macht uns Angst? Woran glauben wir? Diese und fünf weitere zentrale Fragen schaffen in der neuen Dauerausstellung des Kölnischen Stadtmuseums ungewöhnliche und persönliche Zugänge zur Geschichte der Stadt. Das Konzept für die innovative Ausstellung, die 2022 in der Minoritenstraße 13 eröffnet wird, wurde heute vorgestellt: Räumlich angepasst an die Architektur des ehemaligen Modehauses Franz Sauer aus den 1980er-Jahren präsentiert sich das Museum inhaltlich und gestalterisch rundum erneuert: Haus und Ausstellung werden offen, modern, barrierefrei – und überraschend. Erstmals wird der Blick auch auf die Gegenwart der Domstadt gerichtet. Daneben erhalten Kölnerinnen und Kölner die Möglichkeit, das Museum mitzugestalten.

„Mit diesem neuen, zukunftsorientierten Konzept unterstreicht Köln seinen Ruf als innovative Kulturstadt“, erklärt Stefan Charles, Beigeordneter für Kunst und Kultur in Köln. Silvia Rückert, stellvertretende Direktorin des Kölnischen Stadtmuseums, erläutert: „Am neuen Standort werden wir ein ganz neues Kapitel aufschlagen. Wir knüpfen mit unserem modernen Ausstellungskonzept an die Erfahrungswelten der Besucher*innen an. Mit besonderen Inszenierungen, eingängigen Ausstellungstexten, digitalen Angeboten und taktilen Objekten zum Anfassen werden wir die Geschichte der Stadt zeitgemäß präsentieren und den Museumsbesuch zu einem besonderen Erlebnis machen“. Moderne Vermittlungsformen und digitale Installationen machen Stadtgeschichte dabei auch interaktiv erfahrbar.

Den Umzug ins neue Domizil in der Minoritenstraße nutzt das Museumsteam um die beiden Kuratoren Stefan Lewejohann und Sascha Pries dazu, die Kölner Stadtgeschichte vollkommen neu in Szene zu setzen. Gemeinsam mit dem international renommierten und mehrfach ausgezeichneten Gestaltungsbüro „neo.studio neumann schneider architekten“ aus Berlin wurde ein Konzept erstellt, das auch den architektonischen Besonderheiten des Gebäudes Rechnung trägt.

Kern des Konzepts: Eindrucksvoller Auftakt, epochenübergreifende Frageräume

Im Auftaktraum findet anhand der Highlights der Museumssammlung ein chronologischer Rundgang von der Römerzeit bis heute statt. Zu den Höhepunkten zählt das historische Stadtmodell Kölns, das die Stadt im 16. Jahrhundert zeigt und mit spannenden digitalen Zusatzinhalten ergänzt wird. Daneben werden nicht nur der Verbundbrief und das Stadtsiegel von 1268/69, sondern auch aktuelle Objekte zur Corona-Pandemie ausgestellt. So sollen die Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit bekommen, die Grundzüge der Kölner Stadtgeschichte in einem Schnelldurchlauf von dreißig Minuten kennenzulernen.

Der Auftaktraum dient als idealer Einstieg und Ausgangspunkt für die weitere individuelle Entdeckungstour durch die acht epochenübergreifenden Frageräume, die den Kern des innovativen Präsentationsansatzes bilden. Hier wird die Geschichte der Stadt anhand verschiedener Emotionen erschlossen: Liebe, Wut, Lust, Angst, Hoffnung, Bewegung, Glaube, Verbindung. Unter der Frage „Woran glauben wir?“ etwa werden neben Religion und Ideologie auch Themen wie Geld und Fußball behandelt. Der Raum „Was macht uns Angst?“ schlägt einen Bogen von Kriegen und der NS-Zeit bis hin zu aktuellen Ereignissen wie dem Attentat in der Keupstraße. Und im Frageraum „Worauf haben wir Lust?“ wird nicht nur das Thema Sexualität in unterschiedlichsten Jahrhunderten in den Blick genommen, sondern beispielsweise auch die Geschichte der Kölner Unterhaltung, vom mittelalterlichen Tanzbären in der Altstadt bis zu den Rock-Clubs in den Industriebrachen der späten 1980er-Jahre.

Dass hier mittelalterliche Objekte neben modernen präsentiert werden, zeigt die großen Entwicklungslinien und Widersprüche auf und schlägt eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Gezielt eingesetzte Farb- und Oberflächengestaltung sowie stimmungsvolle Lichtinszenierungen lassen die Besucher*innen in unterschiedliche emotionale Welten eintauchen. „Innerhalb der ineinanderfließenden Ausstellungsgeschosse werden zurückgezogene emotionale Räume geschaffen, die ein Fokussieren auf die einzelnen Themen ermöglichen“, erklärt Alexandra Neumann vom Gestaltungsbüro „neo.studio neumann schneider architekten“ die szenografische Grundidee.

Ein Museum mit den und für die Kölner*innen

Zu Beginn jedes Frageraumes stimmen Reflexionsräume sehr persönlich auf die Themen ein und erlauben den Besucher*innen, sich selbst mit den jeweiligen Fragestellungen auseinanderzusetzen. Die hier gezeigten privaten Objekte und Geschichten stammen von den „KölnExpert*innen“, einer Gruppe von Menschen unterschiedlichsten Alters und Hintergrunds, die an dem eigens dafür durchgeführten partizipativen Ausstellungsprojekt teilgenommen haben.

Der „Open Space“ im Foyer zeigt das Stadtmuseum noch mehr als ein offenes und partizipatives Museum, das auch als diskursives Forum dient und agiert. Gemeinsam mit Kölner*innen sollen hier aktuelle Themen und Fragestellungen der Stadtgesellschaft erörtert und diskutiert werden. Dazu werden kleine Ausstellungen mit externen Partner*innen präsentiert, die einen unmittelbaren Bezug zur Gegenwart haben.

„Eine Ausstellung in ein ehemaliges Kaufhaus einzufügen, war nicht nur eine interessante Herausforderung, sondern in diesem Fall auch eine Chance“, erklärt Sascha Pries. So macht das Gebäude mit seinen fünf verschachtelten und über eine zentrale Rundtreppe verbundenen Etagen das innovative, offene Ausstellungskonzept auf besondere Weise erlebbar: „Die Besucher*innen können beim Rundgang von der Treppe aus Einblick in alle Ausstellungsbereiche nehmen und nicht nur visuell ganz neue Bezüge herstellen“, ergänzt Stefan Lewejohann.

Zurzeit findet der Umzug der Museumsverwaltung und der Restaurierungswerkstätten in die neuen Räumlichkeiten statt. Die Eröffnung der neuen Dauerausstellung ist für die zweite Jahreshälfte 2022 geplant. Aber schon jetzt verrät das bisher als Modehaus bekannte Gebäude weithin sichtbar seine zukünftige Funktion: „Ich bin ein Museum“.


Vom Modehaus zum Museum: eine spannende Metamorphose (31.05.2021)

Die Visualisierung zeigt den Querschnitt des neuen Museums.
Die zukünftigen Ausstellungsflächen (© neo.studio neumann schneider architekten)

Einladung zum Baustellenbesuch

2022 wird das Kölnische Stadtmuseum im ehemaligen Modehaus Franz Sauer, Minoritenstraße 13, neu eröffnet. Kölner*innen und Tourist*innen können sich auf eine innovative Dauerausstellung freuen, die Stadtgeschichte unter überraschenden Blickwinkeln betrachtet – und auch die Gegenwart und die Zukunft in den Fokus nimmt.

Im Inneren des Gebäudes finden zurzeit die notwendigen baulichen Maßnahmen statt, damit das Haus zukünftig als Museum genutzt werden kann. Die Immobilie wurde 1986 nach einem Entwurf des Kölner Architekten Ulrich Coersmeier errichtet. Inhaber war das bereits im 19. Jahrhundert gegründete Familienunternehmen Franz Sauer. Bis zur Geschäftsauf-gabe 2016 fanden die Kölner*innen hier auf fünf Etagen hochpreisige Damen- und Herrenmode, darunter viele internationale Designermarken wie Armani, Brioni oder Strenesse. Offene Durchblicke und eine zentrale Rundtreppe prägten die elegant ausgestatten Innenräume – eine spannende Herausforderung für den Umbau des Hauses in ein modernes Museum.

Am 31. Mai 2021 haben Sie die Gelegenheit, die Baustelle in der Minoritenstraße zu besichtigen und einen Eindruck von der Metamorphose „Vom Modehaus zum Museum“ zu bekommen. Für Ihr Fragen stehen zur Verfügung: Dr. Mario Kramp (Direktor KSM), Stefan Lewejohann und Sascha Pries (Kuratoren KSM), Stephanie Brans, (Abteilungsleiterin Bauprojektmanagement II, Stadt Köln), Tobias Prudlo (Deutsche Rückversicherung AG) und Laszló Alexander Kreysern (AKP Baumanagement GmbH).


Stadtgeschichte neu denken (31.05.2021)

Die Kuratoren beugen sich über einen Tisch auf der Museumsbaustelle mit Bauplänen.
Die Kuratoren Stefan Lewejohann und Sascha Pries (© Constantin Ehrchen)

Umzug des Kölnischen Stadtmuseums in das ehemalige Modekaufhaus Sauer

In der zweiten Jahreshälfte 2021 verlässt das Kölnische Stadtmuseum den bisherigen Standort in der Zeughausstraße und zieht in das ehemalige Modekaufhaus Franz Sauer. 2022 wird das Museum hier, in der Minoritenstraße 13, neu eröffnet und die Stadtgeschichte Kölns endlich wieder umfassend präsentiert.

Kölner*innen und Tourist*innen können sich auf eine verblüffende, innovative Dauerausstellung freuen, die die Geschichte der Stadt Köln mit all ihren Facetten, Widersprüchen und unterschiedlichen Perspektiven ganz neu erzählen wird – und neben der Vergangenheit auch die Gegenwart und Zukunft der Stadt in den Blick nimmt. Unterschiedliche Angebote werden das Museum zu einem lebendigen, offenen Ort der Begegnung und der Diskussion für alle machen.

Die Vorgeschichte

2017 zog ein Wasserschaden die vollständige Evakuierung und den Abbau der Dauerausstellung des Museums im historischen Zeughaus nach sich. Seitdem können nur die Sonderausstellungsflächen in der benachbarten Alten Wache für den Museumsbetrieb genutzt werden. Eine Wiedereröffnung der Dauerausstellung am alten Standort schied aufgrund der desolaten baulichen Situation des historischen Gebäudes aus – zumal das Museum in naher Zukunft in der „Historischen Mitte Köln“ auf dem Roncalliplatz eine neue Heimat finden soll. Der Rat der Stadt Köln beschloss daher den Umzug des Kölnischen Stadtmuseums ins ehemalige Modehaus Sauer, erbaut 1986 für das Familienunternehmen Franz Sauer (gegr. 1842). Der Entwurf für das Gebäude stammt vom Kölner Architekten Ulrich Coersmeier. Bis zur Geschäftsaufgabe 2016 bot das renommierte Bekleidungsgeschäft hier auf fünf Etagen hochpreisige Damen- und Herrenmode.

Nach der Erteilung der Baugenehmigung im November 2020 nimmt der Vermieter seit Beginn des Jahres in der Minoritenstraße 13 alle notwendigen Maßnahmen zur Vorbereitung des Hauses auf die museale Nutzung vor. Sollte es keine pandemiebedingten Verzögerungen geben, wird das Haus im 3. Quartal 2021 an die Stadt Köln übergeben.

Stadtgeschichte neu erzählt

Mit hohem Engagement entwickelt das Museumsteam um die Kuratoren Stefan Lewejohann und Sascha Pries zurzeit ein innovatives Ausstellungskonzept für den neuen Standort. Wichtige Leitlinie für die kuratorischen und gestalterischen Ideen: Das neue Haus wird barrierefrei, offen, divers, partizipativ und modern. Ein weiterer bedeutender Punkt für das gemeinsam mit den international renommierten Gestaltungsbüro „neo.studio neumann schneider architekten“ erarbeitete Konzept ist das Spiel mit den architektonischen Besonderheiten des ehemaligen Modehauses. „Wir schaffen ein Museum, das die Geschichte der Stadt Köln würdig erzählt und dabei innovativ, überraschend und modern ist. Es wird ein Museum für alle“, so das Kuratorenteam.

Nach der Übergabe des Hauses an die Stadt Köln im 3. Quartal 2021 kann das Museumsteam gemeinsam mit den Szenografen mit der Herrichtung und Inszenierung der neuen Dauerausstellung beginnen. Parallel dazu erfolgt in der zweiten Jahreshälfte 2021 der Auszug aus dem jetzigen Museumskomplex. Auch dies ein Großprojekt: Nicht nur Mitarbeiter*innen und Büros werden umziehen, auch alle im Museum gelagerten Objekte, die Bibliothek mit rund 50.000 Medien, die umfangreiche Graphische Sammlung, die Restaurierungswerkstätten und vieles mehr.

Aufgrund der pandemiebedingten Unsicherheiten kann zurzeit noch kein finales Datum für die Wiedereröffnung des Museums genannt werden. Derzeit geht das Museumsteam von einer Eröffnung im 2. Quartal 2022 aus.

Hinweis an die Redaktionen:
Die Kuratoren Stefan Lewejohann und Sascha Pries stehen für Interviews zur Verfügung. Sie benötigen für persönliche Termine ein tagesaktuelles, zertifiziertes negatives Corona-Testergebnis (Bürgertest). Zudem bitten wir Sie eine medizinische Maske zu tragen (OP-Maske oder FFP2).



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