Unser neuer Standort
2017 führte ein Wasserschaden im Museumskomplex an der Zeughausstraße zur Evakuierung und zum Abbau unserer damaligen Dauerausstellung. Aufgrund der desolaten baulichen Situation des historischen Zeughauses schied eine Wiedereröffnung der Ständigen Sammlung am alten Standort aus.
Der Rat der Stadt Köln beschloss daher den Umzug unseres Museums in das ehemalige Modehaus Franz Sauer in der Minoritenstraße – als Interimsquartier bis zur Eröffnung der „Historischen Mitte“, eines geplanten gemeinsamen Gebäudeensembles des Kölnischen Stadtmuseums, des Römisch-Germanischen Museums und der Hohen Domkirche auf dem Roncalliplatz (Eröffnung Mitte 2029).
Einstmals ein luxuriöses Kaufhaus
Mit dem ehemaligen Modehaus Franz Sauer hat unser Museum eine außergewöhnliche neue Heimat gefunden, mitten im Herzen der Stadt. Der Umzug gibt uns die Chance, das gesamte Museumskonzept neu aufzustellen und eine innovative und ungewöhnliche Dauerausstellung zu entwickeln!
Das Modehaus mit seinen fünf Verkaufsetagen stammt aus dem Jahr 1986 und wurde für das Traditionsfamilienunternehmen Franz Sauer nach einem Entwurf des Architekten Ulrich Coersmeier erbaut. Bis zur Geschäftsaufgabe 2016 gehörte das Gebäude zu den wichtigsten Kölner Adressen für gehobene, exklusive – und hochpreisige – Damen- und Herrenmode und war weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt.
Nicht nur das Warensortiment zeichnete sich durch Luxus und Eleganz aus: Architektur und Innenausstattung waren geprägt durch eine elegante Natursteinfassade, großzügige Marmorböden, eine geschwungene Rundtreppe mit glänzenden Messinggeländern und edle, in dunklem Vollholz gehaltene, weitläufige (wirklich weitläufige!) Umkleidekabinen.
Der Umbau zum modernen Museum
Der Umbau des Modehauses in ein innovatives, modernes Museum begann 2021. Um die ehemaligen Verkaufsflächen museal nutzen zu können, müssen zahlreiche Maßnahmen umgesetzt werden – angefangen vom Ausbau der bisherigen Inneneinrichtung über die Änderung der Lichtschaltungen bis hin zur Einbringung der für die Museumsexponate so wichtigen Klimatechnik. Besonders wichtig bei allen Planungen und Realisierungsschritten: die Umsetzung einer möglichst weitgehenden Barrierefreiheit, um auch Menschen im Rollstuhl oder mit eingeschränkten Sehfähigkeiten einen erfüllenden Museumsbesuch zu ermöglichen.
Die besondere Raumaufteilung des ehemaligen Kaufhauses mit fünf offenen, versetzt liegenden Etagen stellt die Ausstellungsarchitektur vor spannende Herausforderungen. „Innerhalb der ineinanderfließenden Ausstellungsgeschosse schaffen wir durch innovative Techniken und stimmungsvolle Lichtinszenierungen in sich geschlossene Räume, die ein Fokussieren auf die einzelnen Themen ermöglichen. Gleichzeitig nutzen wir die vielen möglichen Blickbezüge für inhaltliche Brücken zwischen den Ausstellungsbereichen“, erklärt die stellvertretende Museumsleiterin Silvia Rückert.
Bunt und attraktiv: das Kolumbaquartier
Am neuen Standort befindet sich das Museum zukünftig nur einen Steinwurf von den beiden Hauptfußgängerzonen Hohe Straße und Schildergasse entfernt. Bis zum Dom sind es nur wenige Minuten.
Mit dem benachbarten MAKK Museum für Angewandte Kunst und dem Kolumba, dem Kunstmuseum des Erzbistums Köln, bilden wir zukünftig ein eigenes Museumsquartier.
Im direkten Umfeld des Museums finden Sie zudem besondere Geschäfte, beispielsweise für Inneneinrichtungsdesign und hochkarätige Mode, sowie viele Cafés und Restaurants, die zum Verweilen einladen (z. B. das bekannte Espresso Perfetto oder das Restaurant Sattgrün).