{"id":387,"date":"2021-10-13T18:01:19","date_gmt":"2021-10-13T16:01:19","guid":{"rendered":"https:\/\/stadtmuseum.result.de\/?post_type=sammlung&#038;p=387"},"modified":"2022-03-12T10:23:32","modified_gmt":"2022-03-12T09:23:32","slug":"jingle-bells","status":"publish","type":"sammlung","link":"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/en\/sammlung\/alltagsobjekte\/jingle-bells\/","title":{"rendered":"Jingle Bells"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-ksm-featured-image-page is-style-default\"><img decoding=\"async\" width=\"1260\" height=\"280\" src=\"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Sammlung_Headerbild-1260x280.jpg\" alt=\"Man sieht einen gemalten Blick auf die alte Stadt K\u00f6ln.\" class=\"wp-image-2148\" srcset=\"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Sammlung_Headerbild-1260x280.jpg 1260w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Sammlung_Headerbild-300x67.jpg 300w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Sammlung_Headerbild-1024x228.jpg 1024w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Sammlung_Headerbild-768x171.jpg 768w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Sammlung_Headerbild-1536x341.jpg 1536w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Sammlung_Headerbild-2048x455.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 1260px) 100vw, 1260px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<div style=\"height:40px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-28f84493 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-vertically-aligned-center is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:33.33%\">\n<h1 class=\"wp-block-heading\" id=\"jingle-bells\">Jingle Bells<\/h1>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-vertically-aligned-center is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:66.66%\">\n<p><strong>Der \u00bbCaroussel\u00ab- oder Rennschlitten aus dem Schloss Biebrich war ein Spielzeug f\u00fcr den Adel. Bei h\u00f6fischen Turnieren z. B. sa\u00df die Dame im Wagenkorb, derweil ihr Kavalier dahinter sa\u00df und das Pferd lenkte. Gespielt wurde etwa Ringstechen, wobei die Dame die Lanze f\u00fchrte und der Ring auf der Stange auch durch einen Blumenkranz ersetzt werden konnte. Diese Wettk\u00e4mpfe \u2013 gern in Verkleidung passend zur Schlittenfigur (hier eine \u00bbsch\u00f6ne Indianerin\u00ab oder Amazone) \u2013 fanden nicht nur im Schnee oder auf Eis statt, die Kufen konnten auch auf einem ge\u00f6lten Holzboden zum Einsatz kommen.<\/strong><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator is-style-wide\"\/>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-28f84493 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:33.33%\">\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-style-default\"><img decoding=\"async\" width=\"445\" height=\"634\" src=\"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/312__7766788_lo.jpg\" alt=\"Zu sehen ist eine Detailaufnahme eines Spielzeug-Rennschlittens aus dem 18. Jahrhundert.\" class=\"wp-image-1232\" srcset=\"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/312__7766788_lo.jpg 445w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/312__7766788_lo-211x300.jpg 211w\" sizes=\"(max-width: 445px) 100vw, 445px\" \/><figcaption><strong><strong>\u00bbCaroussel\u00ab- oder Rennschlitten aus dem Marstall des Schlosses Biebrich<\/strong>, <\/strong>verm. 1. Drittel des 18. Jahrhunderts. Foto: rba_d033541_04&nbsp;<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:66.66%\">\n<p>Bei dem Begriff \u00bbSchlitten\u00ab denkt man vielleicht an eine Fahrt im glei\u00dfenden Wintersonnenschein vom Patscherkofel, dem Hausberg Innsbrucks, hinunter nach Igls, derweil die Gl\u00f6ckchen am Geschirr des Haflingers rhythmisch l\u00e4uten und ein Refrain sich unwiderstehlich ins Ohr schmeichelt: \u00bbJingle bells, jingle bells, jingle all the way, o, what fun it is to ride in a one horse open sleigh.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p>Unser Schlitten diente jedoch anderen (h\u00f6heren) Zwecken: Zu den h\u00f6fischen Unterhaltungen geh\u00f6rten Turniere, bei denen Wettspiele veranstaltet wurden wie beispielsweise das Ringstechen, wobei es galt, einen Ring oder Kranz (bisweilen auch eine Wurst) mit angelegter Lanze zu treffen. W\u00e4hrend die Ritter diese \u00dcbung zu Pferd absolvierten, gab es f\u00fcr ihre Damen die Schlittenvariante. Dabei sa\u00df die Dame im Wagenkorb und dahinter ihr Kavalier (oder ein Bediensteter) auf der Sitzpritsche und lenkte das Pferd. Derlei Spiele fanden nicht nur im Winter auf Schnee statt, im Sommer behalf man sich mit einem ge\u00f6lten Holzboden. Auch fanden die Schlitten bei Paraden und Umz\u00fcgen oder bei Maskeraden zu Karneval Verwendung.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Konstruktion solcher Schlitten \u00e4hnelte einfachen Gebrauchsschlitten: Auf einem Gestell mit zwei Kufen, die durch zwei Querh\u00f6lzer verbunden sind, ruht der einsitzige Wagenkasten, der allerdings wesentlich aufw\u00e4ndiger gearbeitet ist. Der Korpus des Kastens ist oft mit Blatt- oder Rankenwerk verziert, in Form einer Muschel oder eines Sessels, und schlie\u00dft vorn in einer Skulptur ab.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright size-full is-resized\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/315__3409793_lo.jpg\" alt=\"Zu sehen ist ein Spielzeug-Rennschlitten aus dem 18. Jahrhundert.\" class=\"wp-image-1229\" width=\"476\" height=\"341\" srcset=\"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/315__3409793_lo.jpg 634w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/315__3409793_lo-300x215.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 476px) 100vw, 476px\" \/><figcaption><strong>\u00bbCaroussel\u00ab- oder Rennschlitten aus dem Marstall des Schlosses Biebrich,&nbsp;<\/strong>verm. 1. Drittel des 18.&nbsp;Jahrhunderts. Foto: rba_d033541_05<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Diese kann als Wappen, als Tier oder als menschliche Figur gestaltet sein und wird meist am oberen Kufenauslauf wiederholt. G\u00f6ttinnenfiguren und symbolische Frauenfiguren waren besonders beliebt.<br>Unsere \u00bbsch\u00f6ne Indianerin\u00ab, die wahrscheinlich den Kontinent Amerika symbolisiert, ist an ihrem Kopfputz, dem Federschmuck, zu erkennen. Wie und wann sie in die Sammlung des Marstalls im Biebricher Schloss geriet, ist mangels erhaltener Inventare nicht \u00fcberliefert. Eine Besonderheit dieses Schlittens sind zwei Holzpantinen, die am hinteren Querholz befestigt und m\u00f6glicherweise als Fu\u00dfst\u00fctze oder zum Schutz empfindlichen Schuhwerks dort angebracht waren.<br>Es ist nicht bekannt, wof\u00fcr Antoinette Trimborn (1864\u20131936) den Schlitten erwarb. F\u00fcr Winterdivertissements auf der Wildenburg in B\u00fcrvenich, wo sie zu Hause war? (Anno 1926, als sie ihn an das Rheinische Museum verkaufte, war sie wahrscheinlich in einem Alter, wo man auf wilde Schlittenfahrten allm\u00e4hlich verzichten kann.)<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator is-style-wide\"\/>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p>&nbsp;<em>\u00bbCaroussel\u00ab- oder Rennschlitten aus dem Marstall des Schlosses Biebrich, vermutlich 1. Drittel des 18. Jahrhunderts, Holz, farbig gefasst; Metall, Leder, Textil; L: 232 cm, H: 135 cm, B: 87 cm, Inv.-Nr. RM 1926\/113. Ankauf von Antoinette Trimborn, B\u00fcrvenich. Fotografien: rba_d033541_04 (Detail), rba_d033541_05<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Autor: Beatrix Alexander<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der \u00bbCaroussel\u00ab- oder Rennschlitten aus dem Schloss Biebrich war ein Spielzeug f\u00fcr den Adel. Bei h\u00f6fischen Turnieren z. 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