{"id":352,"date":"2021-10-13T17:52:48","date_gmt":"2021-10-13T15:52:48","guid":{"rendered":"https:\/\/stadtmuseum.result.de\/?post_type=sammlung&#038;p=352"},"modified":"2022-03-12T11:52:00","modified_gmt":"2022-03-12T10:52:00","slug":"ein-welthit-us-koelle","status":"publish","type":"sammlung","link":"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/en\/sammlung\/grafik-fotografie\/ein-welthit-us-koelle\/","title":{"rendered":"Ein Welthit \u00bbus K\u00f6lle\u00ab"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-ksm-featured-image-page is-style-default\"><img decoding=\"async\" width=\"1260\" height=\"280\" src=\"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Sammlung_Headerbild-1260x280.jpg\" alt=\"Man sieht einen gemalten Blick auf die alte Stadt K\u00f6ln.\" class=\"wp-image-2148\" srcset=\"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Sammlung_Headerbild-1260x280.jpg 1260w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Sammlung_Headerbild-300x67.jpg 300w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Sammlung_Headerbild-1024x228.jpg 1024w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Sammlung_Headerbild-768x171.jpg 768w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Sammlung_Headerbild-1536x341.jpg 1536w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Sammlung_Headerbild-2048x455.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 1260px) 100vw, 1260px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<div style=\"height:40px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-28f84493 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-vertically-aligned-center is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:33.33%\">\n<h1 class=\"wp-block-heading\" id=\"ein-welthit-us-kolle\">Ein Welthit \u00bbus K\u00f6lle\u00ab<\/h1>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-vertically-aligned-center is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:66.66%\">\n<p><strong>Der K\u00f6lner Gerhard Ebeler, vielen bekannt durch seine unz\u00e4hligen k\u00f6lschen Schlager-Hits und Evergreens, begann seine Gesangskarriere schon in den 1920er-Jahren. Unterwegs in der karnevalistischen Musikszene, textete er zun\u00e4chst f\u00fcr den Revue-Star Grete Flu\u00df. In den 1930ern landete der gelernte Steinmetz Ebeler mit \u00bbDu kannst nicht treu sein\u00ab einen Welthit.<\/strong><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator is-style-wide\"\/>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-28f84493 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:33.33%\">\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-style-default\"><img decoding=\"async\" width=\"479\" height=\"634\" src=\"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/343__9987569_lo.jpg\" alt=\"Das Bild zeigt ein Portrait von Gerhard Ebeler aus dem Jahr 1932.\" class=\"wp-image-1166\" srcset=\"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/343__9987569_lo.jpg 479w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/343__9987569_lo-227x300.jpg 227w\" sizes=\"(max-width: 479px) 100vw, 479px\" \/><figcaption><strong><strong>Gerhard Ebeler, um 1932<\/strong><br><\/strong>Lichtdruck. Foto: rba_d033416<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:66.66%\">\n<p>Bevor Gerhard Ebeler mit seinem Liedtext \u00bbDu kannst nicht treu sein\u00ab nach dem Zweiten Weltkrieg einen fulminanten \u00bbWelthit\u00ab aus der Domstadt landete, geh\u00f6rte er bereits in den 1920er und 1930er Jahren mit Hans Jonen, Hans Otten, Engelbert Sassen und Willi Ostermann zu den Stars nicht nur der karnevalistischen Musikszene in K\u00f6ln. Sie alle sangen und texteten am laufenden Band einen Hit bzw. Evergreen nach dem anderen, auch und vor allem f\u00fcr Grete Fluss (1892\u20131964), die K\u00f6nigin der \u00bbK\u00f6lschen Revuen\u00ab im \u00bbGro\u00df K\u00f6ln\u00ab (heutige Sartory-S\u00e4le). Zwischen Neujahr und Aschermittwoch f\u00fcllte die \u00bbGrande Dame\u00ab der leichten Muse das Haus zweimal t\u00e4glich bis zum letzten Sitzplatz.<\/p>\n\n\n\n<p>Gerhard Ebeler (1877\u20131956) war eigentlich gelernter Steinmetz und in den 1920er Jahren an dem Betrieb \u00bbGeorg Schaefer &amp; Gerhard Ebeler\u00ab in K\u00f6ln-Vogelsang beteiligt. Das kleine Unternehmen stellte bevorzugt Grabdenkm\u00e4ler her. Erste Spuren auf seiner musikalischen Karriereleiter hinterlie\u00df er kurz nach der Jahrhundertwende. Ein uns unbekannter Zeitzeuge hielt fest: \u00bbWie gut, da\u00df Gerhard Ebeler bei seinem ersten Auftritt (es war kurz nach der Jahrhundertwende bei der \u203aGro\u00dfen Allgemeinen\u2039) einen Partner hatte. Der schleppte den Gerhard, der vor lauter Lampenfieber t\u00fcrmen wollte, n\u00e4mlich regelrecht auf die B\u00fchne. Nachdem er anst\u00e4ndig \u00fcber die Runde gekommen war, blieb er dabei (&#8230;)\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p>Heute k\u00f6nnen wir seinen wohl ersten Auftritt bei der \u00bbGro\u00dfen Allgemeinen Carnevals-Gesellschaft v. 1900\u00ab genauer festmachen. Vorausgegangen war aber bei der Karnevalsgesellschaft eine der vielen \u00bbkarnevalistischen, k\u00f6lschen Zellteilungen\u00ab. Der Grund: 1899 war man bei der \u00bbGro\u00dfen KG von 1823 e.V.\u00ab unzufrieden mit einem Saalwechsel in die Innenstadt. Vielen in der Gesellschaft war das Ambiente des Victoriasaals am Waidmarkt lieb geworden. Peter Prior, zuvor sechs Jahre Pr\u00e4sident der \u00bbGro\u00dfen KG\u00ab, spaltete sich mit Gleichgesinnten ab und gr\u00fcndete am 1. Januar 1900 den Verein \u00bbAllgemeine-Carnevalsgesellschaft im Victoriasaal\u00ab. Ab 1901 wurde die Gesellschaft zur \u00bbAllgemeinen Carnevalsgesellschaft\u00ab und 1903 endg\u00fcltig zur \u00bbGro\u00dfen Allgemeinen KG\u00ab. Genau aus diesem Jahr hat sich das erste Liederheft der Gesellschaft im K\u00f6lnischen Stadtmuseum erhalten. Dort findet sich unter der \u00dcberschrift \u00bbZwiegespr\u00e4che und&nbsp;Duette\u00ab unter anderem: \u00bbEbeler und Paffenholz&nbsp;2.&nbsp;Sitzung\u00ab und \u00bbEbeler, Geh. und Fries 6. Sitzung\u00ab. Waren dies seine ersten \u00f6ffentlichen Auftritte im Victoriasaal, an die sich unser Zeitzeuge erinnerte? In den 1910er Jahren besprach Ebeler dann schon Grammophonplatten mit \u00bbhumoristischen Vortr\u00e4gen\u00ab in k\u00f6lscher Mundart.<\/p>\n\n\n\n<p>Kommen wir aber zur\u00fcck zu Ebelers Welthit \u00bbDu kannst nicht treu sein\u00ab. Ebeler schuf den Text und sein langj\u00e4hriger Partner Hans Otten (1905\u20131942) die Melodie. Den Schunkelwalzer brachte 1932 zun\u00e4chst die Volkss\u00e4ngerin Grete Fluss in der Karnevalsrevue \u00bbD\u2018r Zog k\u00fctt\u00ab auf die B\u00fchne und machte ihn popul\u00e4r. Dann folgte 1935 das Lied auf Schallplatte. In die deutschen Kinos kam das St\u00fcck 1936 durch den gleichnamigen Film von Franz Seitz. Nach dem Zweiten Weltkrieg tauchte das Lied unter anderem Titel in Amerika auf: \u00bbYou can\u2018t be true dear\u00ab. Die Fassung von Ken Griffin blieb sieben Wochen auf Platz eins der US-Charts.<\/p>\n\n\n\n<p>Den Tantiemenstreit gewann Ebeler \u00fcbrigens, passend zum Titel eines seiner vielen, vielen Liedtexte: \u00bbDo ka\u2018mer sinn, wo et Geld es\u00ab.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator is-style-wide\"\/>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><em>Gerhard Ebeler, um 1932, Aufschrift: GERHARD EBELER, Lichtdruck, H: 29,8&nbsp;cm, B: 17,2&nbsp;cm, Inv.-Nr. RM&nbsp;1932\/274. Schenkung Gerhard Ebeler, 1932. Foto: rba_d033416<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Autor: Dr. Michael Euler-Schmidt<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der K\u00f6lner Gerhard Ebeler, vielen bekannt durch seine unz\u00e4hligen k\u00f6lschen Schlager-Hits und Evergreens, begann seine Gesangskarriere schon in den 1920er-Jahren.<\/p>\n","protected":false},"featured_media":1166,"parent":139,"menu_order":0,"template":"","class_list":["post-352","sammlung","type-sammlung","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","wpbf-post"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/sammlung\/352","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/sammlung"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/sammlung"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/sammlung\/352\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4598,"href":"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/sammlung\/352\/revisions\/4598"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/sammlung\/139"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1166"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=352"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}