{"id":350,"date":"2021-10-13T17:52:33","date_gmt":"2021-10-13T15:52:33","guid":{"rendered":"https:\/\/stadtmuseum.result.de\/?post_type=sammlung&#038;p=350"},"modified":"2022-03-12T11:55:02","modified_gmt":"2022-03-12T10:55:02","slug":"koeln-wie-es-war","status":"publish","type":"sammlung","link":"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/en\/sammlung\/grafik-fotografie\/koeln-wie-es-war\/","title":{"rendered":"K\u00f6ln wie es war"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-ksm-featured-image-page is-style-default\"><img decoding=\"async\" width=\"1260\" height=\"280\" src=\"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Sammlung_Headerbild-1260x280.jpg\" alt=\"Man sieht einen gemalten Blick auf die alte Stadt K\u00f6ln.\" class=\"wp-image-2148\" srcset=\"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Sammlung_Headerbild-1260x280.jpg 1260w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Sammlung_Headerbild-300x67.jpg 300w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Sammlung_Headerbild-1024x228.jpg 1024w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Sammlung_Headerbild-768x171.jpg 768w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Sammlung_Headerbild-1536x341.jpg 1536w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Sammlung_Headerbild-2048x455.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 1260px) 100vw, 1260px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<div style=\"height:40px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-28f84493 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-vertically-aligned-center is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:33.33%\">\n<h1 class=\"wp-block-heading\" id=\"koln-wie-es-war\">K\u00f6ln wie es war<\/h1>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-vertically-aligned-center is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:66.66%\">\n<p><strong>August Sanders Mappenwerk \u201eK\u00f6ln wie es war\u201c kann mit Fug und Recht als wichtigster Bestand der Graphischen Sammlung des K\u00f6lnischen Stadtmuseums bezeichnet werden. Nach langwierigen Verhandlungen verkaufte Sander 405&nbsp;Vorkriegs- und 2&nbsp;Tr\u00fcmmeraufnahmen in 16&nbsp;Mappen mitsamt der Negative und allen Rechten an die Stadt K\u00f6ln.<\/strong><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator is-style-wide\"\/>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-28f84493 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:33.33%\">\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-style-default\"><img decoding=\"async\" width=\"483\" height=\"634\" src=\"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/440__0618262_lo.jpg\" alt=\"Man sieht ein Foto des Eingangstors des K\u00f6lner Zeughaus. Es ist in schwarz-wei\u00df gehalten.\" class=\"wp-image-1161\" srcset=\"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/440__0618262_lo.jpg 483w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/440__0618262_lo-229x300.jpg 229w\" sizes=\"(max-width: 483px) 100vw, 483px\" \/><figcaption><strong><strong>August Sander: Zeughaus (Mappe 9,15)<\/strong>, K\u00f6ln, 1930\u2013 1939. <\/strong>Foto: rba_d006249<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:66.66%\">\n<p>Kurz nach seiner Entlassung aus dem Milit\u00e4rdienst und seiner R\u00fcckkehr nach K\u00f6ln 1919 hatte der Fotograf August Sander (1876\u20131964) begonnen, die Stadt zu portr\u00e4tieren. Die Eindr\u00fccke, die er von den zerst\u00f6rten franz\u00f6sischen und belgischen Orten mitbrachte, lie\u00dfen ihn nun verst\u00e4rkt in K\u00f6ln fast dokumentarische Architektur- und Landschaftsaufnahmen machen, um die Stadt im Bild festzuhalten. In diese Zeit fiel auch seine Bekanntschaft mit der K\u00f6lner \u00bbGruppe progressiver K\u00fcnstler\u00ab. Die folgende rege Auseinandersetzung und der intensive Austausch mit den \u00bbK\u00f6lner Progressiven\u00ab pr\u00e4gten dann auch die Struktur und das theoretische Konzept von Sanders fotografischem Werk.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Arbeit an seinem K\u00f6ln-Portr\u00e4t setzte er bis zum Beginn des Zweiten Weltkriegs fort. Er verzichtete bewusst darauf, seine Arbeiten zu datieren. Er war kein Fotojournalist, er machte keine Schnappsch\u00fcsse \u2013 seine Architekturaufnahmen sind weder Momentaufnahmen noch reine Architekturaufnahmen. Es handelt sich um das Portr\u00e4t einer Stadt in ihrer grundlegenden kulturhistorischen Bedeutung. Dass diese Vorkriegsaufnahmen wenig sp\u00e4ter eine \u00fcber das rein Dokumentarische hinausgehende Bedeutung haben w\u00fcrden, war nicht vorauszusehen. So zeigen seine Bilder ein H\u00e4usermeer, das bald darauf zu einem Tr\u00fcmmerfeld werden sollte. Seine Fotografien erhielten nach 1945 eine neue kulturhistorische Dimension, sie geben ein Bild des alten K\u00f6ln, eines \u00bbK\u00f6ln wie es war\u00ab, wieder.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach dem Krieg arbeitete Sander weiter an seinem K\u00f6ln-Portr\u00e4twerk, dem 1946 zwei weitere Projekte folgten: \u00bbK\u00f6ln nach der Zerst\u00f6rung\u00ab als Mahnung und Warnung sowie eine Zusammenstellung eines umfangreichen Konvoluts von Aufnahmen der Jahre 1920 bis 1939, die das unzerst\u00f6rte K\u00f6ln zeigten. Im Fr\u00fchjahr 1952 war das Werk unter dem Titel \u00bbK\u00f6ln wie es war\u00ab vollendet.<\/p>\n\n\n\n<p>Sander bot die 16 Mappen \u00bbmit [407] k\u00fcnstlerischen Gro\u00dfaufnahmen\u00ab der Stadt K\u00f6ln an. Zun\u00e4chst hatte er sich an den ihm bekannten Oberb\u00fcrgermeister G\u00f6rlinger gewandt, der die Mappen an die Kulturverwaltung zur Bewertung und Pr\u00fcfung weitergab. Museums- und Bildarchivleiter Franz Brill und der Beigeordnete Steinforth bef\u00fcrworteten den Erwerb, monierten aber die geforderte Summe von 25.000 DM als zu hoch f\u00fcr \u00bbArchivmaterial\u00ab. Die Fotografie als Kunstform war in den 1950ern in breiten Kreisen noch nicht anerkannt, obwohl Sander gerade erst auf der ersten photokina 1951 gezeigt worden war.<\/p>\n\n\n\n<p>Brill stellte am 10. April 1952 fest, die Bilder \u00bbentsprechen (&#8230;) nicht unseren Anspr\u00fcchen: vor allem weisen sie eine zu starke, im wesentlichen auf k\u00fcnstlerische Wirkungen abgestellte Retousche auf, als dass sie unseren Anforderungen einer pr\u00e4gnanten Wiedergabe entspr\u00e4chen.\u00ab Die Sammlung in der angebotenen Form sei nicht f\u00fcr das Historische Museum geeignet; \u00bbsie ist mehr darauf ausgerichtet, um zu Geschenkzwecken verwandt zu werden\u00ab. F\u00fcr ihn waren die unretuschierten Negative von gr\u00f6\u00dferem Wert, er sch\u00e4tzte das Mappenwerk auf 4.000 DM sowie 6 DM je Negativplatte (circa 2.450 DM). G\u00f6rlinger war mit der Ablehnung bzw. dem l\u00e4cherlich niedrigen Preis nicht einverstanden und fand in Oberstadtdirektor Suth einen Mitstreiter. Im Februar 1953 hatte sich Brills Meinung in ihr Gegenteil verkehrt: Es handelte sich nun um tadellose Bilder vom Aussehen der wichtigsten Profan- und Kirchenbauten vor der Zerst\u00f6rung. \u00bbIhr Dokumentarwert wird von der k\u00fcnstlerischen Ausf\u00fchrung der Bilder \u00fcbertroffen.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p>Der Kulturausschuss stimmte am 11. M\u00e4rz 1953, der Finanzausschuss am 24. M\u00e4rz einem Erwerb als \u00bbau\u00dferplanm\u00e4\u00dfige Ausgabe\u00ab zu. Anders als alle anderen gro\u00dfen Ank\u00e4ufe sind die Sander-Mappen bis heute nicht inventarisiert worden, obwohl sie unzweifelhaft zum Bestand der Graphischen Sammlung des K\u00f6lnischen Stadtmuseums geh\u00f6ren. Gl\u00fccklicherweise verzichteten aber Brill und seine Nachfolger darauf, die Fotografien \u00bbzu Geschenkzwecken\u00ab zu verwenden, weshalb sich das Mappenwerk komplett im K\u00f6lnischen Stadtmuseum erhalten hat.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator is-style-wide\"\/>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><em>August Sander: Zeughaus (Mappe 9,15),&nbsp;K\u00f6ln, 1930\u20131939, Fotografie, H:&nbsp;27,3&nbsp;cm, B:&nbsp;20,9&nbsp;cm. Ankauf der Stadt K\u00f6ln von Sander 1953. F\u00fcr das komplette Mappenwerk mit allen Rechten&nbsp;(16&nbsp;Mappen mit 407&nbsp;Aufnahmen und den zugeh\u00f6rigen Negativen) zahlte die Stadt 25.000&nbsp;DM. Foto: rba_d006249<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Autor: Rita Wagner M. A.<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>K\u00f6ln wie es war August Sanders Mappenwerk \u201eK\u00f6ln wie es war\u201c kann mit Fug und Recht als wichtigster Bestand der Graphischen Sammlung des K\u00f6lnischen Stadtmuseums bezeichnet werden. Nach langwierigen Verhandlungen verkaufte Sander 405&nbsp;Vorkriegs- und 2&nbsp;Tr\u00fcmmeraufnahmen&#8230;<\/p>\n","protected":false},"featured_media":1161,"parent":139,"menu_order":0,"template":"","class_list":["post-350","sammlung","type-sammlung","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","wpbf-post"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/sammlung\/350","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/sammlung"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/sammlung"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/sammlung\/350\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4606,"href":"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/sammlung\/350\/revisions\/4606"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/sammlung\/139"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1161"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=350"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}