{"id":300,"date":"2021-10-13T17:43:54","date_gmt":"2021-10-13T15:43:54","guid":{"rendered":"https:\/\/stadtmuseum.result.de\/?post_type=sammlung&#038;p=300"},"modified":"2022-03-12T11:06:01","modified_gmt":"2022-03-12T10:06:01","slug":"pop-art-trifft-deutsche-gotik","status":"publish","type":"sammlung","link":"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/en\/sammlung\/gemaelde\/pop-art-trifft-deutsche-gotik\/","title":{"rendered":"Pop-Art trifft deutsche Gotik"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-ksm-featured-image-page is-style-default\"><img decoding=\"async\" width=\"1260\" height=\"280\" src=\"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Sammlung_Headerbild-1260x280.jpg\" alt=\"Man sieht einen gemalten Blick auf die alte Stadt K\u00f6ln.\" class=\"wp-image-2148\" srcset=\"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Sammlung_Headerbild-1260x280.jpg 1260w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Sammlung_Headerbild-300x67.jpg 300w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Sammlung_Headerbild-1024x228.jpg 1024w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Sammlung_Headerbild-768x171.jpg 768w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Sammlung_Headerbild-1536x341.jpg 1536w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Sammlung_Headerbild-2048x455.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 1260px) 100vw, 1260px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<div style=\"height:40px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-28f84493 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-vertically-aligned-center is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:33.33%\">\n<h1 class=\"wp-block-heading\" id=\"pop-art-trifft-deutsche-gotik\">Pop-Art trifft deutsche Gotik<\/h1>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-vertically-aligned-center is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:66.66%\">\n<p><strong>Als Andy Warhol 1980 an seiner \u00bbGerman Monuments\u00ab-Reihe arbeitete, fertigte er auch dieses&nbsp;Bild des Domes an, nach einer Foto-Vorlage, aufgenommen aus seinem Zimmerfenster im Hotel Excelsior Ernst. Auf den kleinsten Nenner heruntergebrochen, ragt der Dom, auf ein Dreieck reduziert, in den Himmel empor. Nur in Konturen und einem filigranen Netz von Linien angedeutet, treten die neugotische Struktur und Formensprache der Architektur in den Vordergrund.<\/strong>&nbsp;<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator is-style-wide\"\/>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-28f84493 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:33.33%\">\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-style-default\"><img decoding=\"async\" width=\"533\" height=\"634\" src=\"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/577__3618150_lo.jpg\" alt=\"Man sieht ein Bild des Domes des K\u00fcnstlers Andy Warhol aus der Reihe &quot;German Monuments&quot;.\" class=\"wp-image-1355\" srcset=\"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/577__3618150_lo.jpg 533w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/577__3618150_lo-252x300.jpg 252w\" sizes=\"(max-width: 533px) 100vw, 533px\" \/><figcaption><strong>Andy Warhol: Cologne Cathedral<\/strong>, 1980.&nbsp; Foto: rba_KSM1986_444<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:66.66%\">\n<p>V\u00f6llig herausgehoben, von der Realit\u00e4t isoliert und auf den kleinsten gemeinsamen Nenner heruntergebrochen ragt er in den Himmel empor \u2013 der K\u00f6lner Dom. Pink-violett baut sich die zur Pyramide minimierte Kirche auf einem einfarbigen t\u00fcrkisen Hintergrund vor den Augen des Betrachters auf. Die Identit\u00e4t der Kirche ist nur durch Konturen angedeutet und g\u00e4nzlich auf das Minimum reduziert, droht sie in architektonische Beliebigkeit abzurutschen. Die angedeuteten Reste der gotischen Turmarchitektur sind versehen mit rot glitzernden Schraffuren, ansonsten f\u00e4llt der Blick ins Nichts. Die gew\u00e4hlte Perspektive mit ihrer starken Untersicht l\u00e4sst den Nordturm prominent hervortreten, w\u00e4hrend der S\u00fcdturm optisch verkleinert im Hintergrund nur noch andeutungsweise R\u00fcckschl\u00fcsse auf die eigentliche architektonische Dimension und Gleichheit der beiden T\u00fcrme zul\u00e4sst.<\/p>\n\n\n\n<p>Warhol wurde 1928 in Pittsburgh, USA, geboren. Nach dem Studium der Gebrauchsgrafik und dem Abschluss in Malerei und Design zog es ihn nach&nbsp;New York, wo er sich Anfang der 1950er durch Gelegenheitsjobs als Werbegrafiker oder Schaufensterdekorateur \u00fcber Wasser hielt. Anfang der 1960er Jahre setzte er sich mit Siebdrucken auseinander und begann, vertraute und jedem Amerikaner bekannte Motive f\u00fcr seine Bilder zu benutzen. Eines der bekanntesten d\u00fcrfte wohl die rot-wei\u00dfe Konservendose von Campbell\u2018s sein. Die Farbgebung ist in der f\u00fcr Andy Warhol typischen experimentellen und auf Verfremdung angelegten Weise gehalten. Grelle Acrylfarben und starke Farbkontraste zeichnen seine Bilder aus. Auch Portr\u00e4ts bekannter Pers\u00f6nlichkeiten fertigte er in dieser Zeit, so beispielsweise von Marilyn Monroe, Elvis Presley oder James Dean. Mit der Verwendung von Motiven der Alltagskultur und der Welt des Konsums geh\u00f6rte Warhol zum Kreis der K\u00fcnstler der Pop-Art-Richtung.<\/p>\n\n\n\n<p>In dieser vergleichsweise kleinen Folge von vier Siebdrucken hat sich Andy Warhol zum ersten Mal innerhalb seines \u0152uvres mit dem Thema Architektur befasst \u2013 mal abgesehen von dem Film \u00bbEmpire\u00ab (1964), bei dem er das Empire State Building acht Stunden aus ein und derselben Perspektive filmte. Der Fotograf Christopher Makos, der zeitgleich mit Andy Warhol im Excelsior Hotel Ernst am Dom wohnte, nahm aus dem Hotel heraus&nbsp;ein Foto auf, das als Vorlage f\u00fcr die Dombildserie diente. Warhol fertigte zwei zeichnerische Fassungen an, von denen eine im Besitz des K\u00f6lnischen Stadtmuseum ist. Er entwickelte in ihnen ein filigranes Netz an Linien, das zum einen an die neugotische Formensprache der Architektur angelehnt ist und zum anderen die Architektur des Doms zur Pyramide reduziert. Die beiden anderen stellten Fotofassungen dar, in denen der Dom deutlich als Fotografie erkennbar ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Als Teil der \u00bbGerman Monuments\u00ab-Reihe schuf Andy Warhol, neben dem Hamburger Michel, dem L\u00fcbecker Holstentor und dem Berliner Reichstag, 1980 passend zum 100-j\u00e4hrigen Jubil\u00e4um der Domfertigstellung diese Darstellung des K\u00f6lner Doms.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Bild wurde im Jahr 1986 mit Unterst\u00fctzung der K\u00f6lner Kulturstiftung der Kreissparkasse K\u00f6ln bei der K\u00f6lner Fa. Wefers f\u00fcr 85.600 DM erworben.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator is-style-wide\"\/>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><em>Andy Warhol: Cologne Cathedral, 1980,&nbsp;Siebdruck: Acryl auf Leinwand mit Diamond Dust; H:&nbsp;123,5 cm, B: 105 cm,&nbsp;Inv.-Nr. KSM 1986\/444. Foto: rba_KSM1986_444<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Autor: Stefan Lewejohann<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als Andy Warhol 1980 an seiner \u00bbGerman Monuments\u00ab-Reihe arbeitete, fertigte er auch dieses\u00a0Bild des Domes an, nach einer Foto-Vorlage, aufgenommen aus seinem Zimmerfenster im Hotel Excelsior Ernst.<\/p>\n","protected":false},"featured_media":1355,"parent":143,"menu_order":0,"template":"","class_list":["post-300","sammlung","type-sammlung","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","wpbf-post"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/sammlung\/300","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/sammlung"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/sammlung"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/sammlung\/300\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4578,"href":"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/sammlung\/300\/revisions\/4578"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/sammlung\/143"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1355"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=300"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}