{"id":298,"date":"2021-10-13T17:43:39","date_gmt":"2021-10-13T15:43:39","guid":{"rendered":"https:\/\/stadtmuseum.result.de\/?post_type=sammlung&#038;p=298"},"modified":"2022-03-12T11:07:36","modified_gmt":"2022-03-12T10:07:36","slug":"weltreise-auf-hoher-see","status":"publish","type":"sammlung","link":"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/en\/sammlung\/gemaelde\/weltreise-auf-hoher-see\/","title":{"rendered":"Weltreise auf hoher See"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-ksm-featured-image-page is-style-default\"><img decoding=\"async\" width=\"1260\" height=\"280\" src=\"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Sammlung_Headerbild-1260x280.jpg\" alt=\"Man sieht einen gemalten Blick auf die alte Stadt K\u00f6ln.\" class=\"wp-image-2148\" srcset=\"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Sammlung_Headerbild-1260x280.jpg 1260w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Sammlung_Headerbild-300x67.jpg 300w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Sammlung_Headerbild-1024x228.jpg 1024w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Sammlung_Headerbild-768x171.jpg 768w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Sammlung_Headerbild-1536x341.jpg 1536w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Sammlung_Headerbild-2048x455.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 1260px) 100vw, 1260px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<div style=\"height:40px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-28f84493 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-vertically-aligned-center is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:33.33%\">\n<h1 class=\"wp-block-heading\" id=\"weltreise-auf-hoher-see\">Weltreise auf hoher See<\/h1>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-vertically-aligned-center is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:66.66%\">\n<p><strong>Das Gem\u00e4lde des K\u00fcnstlers Walter Neuhaus-Waltharii zeigt den \u00bbLeichten Kreuzer K\u00f6ln\u00ab, wie er am 23. Mai 1928 feierlich in Wilhelmshaven vom Stapel l\u00e4uft. Im Dezember 1932 begibt sich das Reichs-Marineschiff als Teil der Ausbildung f\u00fcr zuk\u00fcnftige Offiziere \u00fcber das Mittelmeer, durch den Suezkanal ins Rote Meer und in den Indischen Ozean, nach Sydney, Japan und Ceylon. Am 31. M\u00e4rz 1945 wurde das Schiff vor Wilhelmshaven schwer getroffen und auf Grund gesetzt.<\/strong><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator is-style-wide\"\/>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-28f84493 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:33.33%\">\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-style-default\"><img decoding=\"async\" width=\"468\" height=\"634\" src=\"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/322__7509510_lo.jpg\" alt=\"Zu sehen ist das Gem\u00e4lde des K\u00fcnstlers Walter Neuhaus-Waltharii des Schiffes \u00bbKreuzer K\u00f6ln\u00ab.\" class=\"wp-image-1351\" srcset=\"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/322__7509510_lo.jpg 468w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/322__7509510_lo-221x300.jpg 221w\" sizes=\"(max-width: 468px) 100vw, 468px\" \/><figcaption><strong>Walter Neuhaus-Waltharii: Stapellauf des&nbsp;\u00bbLeichten Kreuzers K\u00f6ln\u00ab, 1928.&nbsp;<\/strong>Foto: rba_d033549<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:66.66%\">\n<p>Bei den biographischen Daten von Walter Neuhaus-Waltharii tappen wir v\u00f6llig im Dunkeln. War er ein malender Rechtsanwalt aus Wilhelmshaven? Es liegt nahe, dass er vermutlich der Einzige war, der das Ereignis der Schiffstaufe mit einem stattlichen \u00d6lbild f\u00fcr die Ewigkeit festgehalten hat. Der Zusatz \u00bbWaltharii, den er wohl zur \u00bbk\u00fcnstlerischen Abrundung\u00ab im Namen f\u00fchrte, bezieht sich vermutlich auf das Walthari-Lied Ekkehards I. (910\u2013973), der das Heldenepos als M\u00f6nch und Dekan des Klosters St. Gallen verfasst hatte.<\/p>\n\n\n\n<p>Weit mehr wissen wir \u00fcber das abgebildete K\u00f6lnSchiff, seine Vorg\u00e4nger und die Nachfolger. Aufgrund der Bestimmungen des Versailler Vertrages d\u00fcrfte die hier dargestellte \u00bbK\u00f6ln III\u00ab, die am 23. Mai 1928 in Wilhelmshaven auf der Reichsmarinewerft vom Stapel lief, nur ein \u00bbLeichter Kreuzer\u00ab gewesen sein. Die beim Stapellauf verwendete Flagge befindet sich ebenfalls im Besitz des K\u00f6lnischen Stadtmuseums. Auf gro\u00dfe Fahrt ging das Schiff am 15. Januar 1930, und der Bau verschlang die ungeheuerliche Summe von 36 Millionen Reichsmark. Der \u00bbLeichte Kreuzer\u00ab der Reichsmarine und sp\u00e4teren Kriegsmarine war die dritte und letzte Einheit der K\u00f6nigsbergklasse. Die Schwesterschiffe waren \u00bbKarlsruhe\u00ab und \u00bbK\u00f6nigsberg\u00ab.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Ereignis f\u00fcr die Besatzung war eine Weltreise, die am 8. Dezember 1932 begann. Die Ausbildungsreise f\u00fcr zuk\u00fcnftige Offiziere f\u00fchrte von Wilhelmshaven hinaus auf hohe See nach Spanien. Im Mittelmeer wurden Italien und \u00c4gypten besucht. Durch den Suezkanal ging es ins Rote Meer und den Indischen Ozean. Dann folgten unter anderem Sydney, Guam, Japan, China und Ceylon. Am 12. Dezember 1933 erreichte das Schiff wieder seinen Ausgangshafen.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit an Bord \u2013 wie konnte es anders sein \u2013 war auch ein K\u00f6lner: Hans Schmitz. Er war der Onkel des heute in K\u00f6ln lebenden Fotografen Heinz Erich Lambertin. Hans Schmitz hinterlie\u00df von dieser Weltreise einen reichen Schatz an Fotografien und Teile seiner Offiziersanw\u00e4rteruniform. Der \u00bbLeichte Kreuzer K\u00f6ln\u00ab aber hatte ein unr\u00fchmliches Ende. Am 31. M\u00e4rz 1945 wurde er vor Wilhelmshaven schwer getroffen und im Bauhafen der Kriegsmarinewerft auf Grund gesetzt. Die Gesch\u00fctzaufbauten blieben jedoch funktionst\u00fcchtig&nbsp;und wurden auch noch im letzten Abwehrkampf genutzt. Dann wurde das Schiff versenkt.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch zur\u00fcck zur Taufe des Schiffes, die in Anwesenheit des K\u00f6lner Oberb\u00fcrgermeisters Konrad Adenauer stattfand. Unser K\u00fcnstler Neuhaus-Waltharii zeigt auf seinem Bild eine Dame in der Mitte der oberen Herrengruppe. Dabei handelt es sich vermutlich um Frau Meidinger, die Witwe des vor Helgoland gefallenen Kapit\u00e4ns der ersten \u00bbC\u00f6ln\u00ab (Hans Meidinger), des \u00bbKleinen gesch\u00fctzten Kreuzer S.M.S. C\u00f6ln\u00ab (1908\u20131914). Bis heute befindet sich das \u00bbKutterwrack\u00ab des am 28. August 1914 vor Helgoland gesunkenen Schiffes im Besitz und der Obhut des K\u00f6lnischen Stadtmuseums.<\/p>\n\n\n\n<p>Einziger \u00dcberlebender \u2013 und es war wieder ein K\u00f6lner \u2013 war der Oberheizer Adolf Neumann. Oberb\u00fcrgermeister Max Wallraf (1859\u20131941) berichtete dar\u00fcber in der Stadtverordnetenversammlung am 17. September 1914. Er erz\u00e4hlte auch vom vor Norderney angeschwemmten Wrack eines Kutters des Kreuzers \u00bbC\u00f6ln\u00ab und dass Freiherr von Solemacher-Antweiler das Wrack der Stadt K\u00f6ln geschenkt habe. Ferner betonte er ausdr\u00fccklich, dass das Wrack \u00bbin w\u00fcrdigster Weise aufgestellt\u00ab w\u00fcrde.<\/p>\n\n\n\n<p>Nur vier Tage sp\u00e4ter, am 21. September 1914, findet der Kutter seinen Platz im Hofraum des neuen Rathauses am Elogiusplatz. 1915 wurde der Kutter in der Toreinfahrt, ab 1926 im \u00f6stlichen Turmgew\u00f6lbe der Eigelsteintorburg angebracht. Das Areal war in jener Zeit durch einen Eisenzaun gesch\u00fctzt, und zwei Lafetten standen unter dem Boot. Bis heute ist dieser Ort eine Gedenkst\u00e4tte an 508 gefallene Marinesoldaten.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Tradition der \u00bbK\u00f6ln-Schiffe\u00ab wurde durch die Bundesrepublik weitergef\u00fchrt. Von 1958 bis 1982 durch das Geleitboot 55 (seit 1967: Fregatte) \u00bbK\u00f6ln IV\u00ab und von 1984 bis 2012 mit der Fregatte FK 122 \u00bbK\u00f6ln V\u00ab. Nach ihrer Au\u00dferdienststellung im Jahr 2012 wurde die Schiffsglocke der Stadt K\u00f6ln \u00fcbergeben. Auch sie befindet sich heute als Dauerleihgabe im Bestand des K\u00f6lnischen Stadtmuseums.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator is-style-wide\"\/>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><em>Walter Neuhaus-Waltharii: Stapellauf des&nbsp;\u00bbLeichten Kreuzers K\u00f6ln\u00ab, 1928,&nbsp;\u00d6l auf Leinwand, H:&nbsp;120&nbsp;cm, B: 91 cm,&nbsp;Inv.-Nr. HM 1928\/363.&nbsp;Ankauf von Dr. Walter Neuhaus-Waltharii, Wilhelmshaven, 1928 f\u00fcr 600 Reichsmark. Foto: rba_d033549<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Autor: Dr. Michael Euler-Schmidt<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Gem\u00e4lde des K\u00fcnstlers Walter Neuhaus-Waltharii zeigt den \u00bbLeichten Kreuzer K\u00f6ln\u00ab, wie er am 23. 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