{"id":270,"date":"2021-10-13T17:30:54","date_gmt":"2021-10-13T15:30:54","guid":{"rendered":"https:\/\/stadtmuseum.result.de\/?post_type=sammlung&#038;p=270"},"modified":"2022-03-14T10:43:18","modified_gmt":"2022-03-14T09:43:18","slug":"dickie-forever","status":"publish","type":"sammlung","link":"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/en\/sammlung\/mode-textiles\/dickie-forever\/","title":{"rendered":"Dickie Forever"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-ksm-featured-image-page is-style-default\"><img decoding=\"async\" width=\"1260\" height=\"280\" src=\"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Sammlung_Headerbild-1260x280.jpg\" alt=\"Man sieht einen gemalten Blick auf die alte Stadt K\u00f6ln.\" class=\"wp-image-2148\" srcset=\"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Sammlung_Headerbild-1260x280.jpg 1260w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Sammlung_Headerbild-300x67.jpg 300w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Sammlung_Headerbild-1024x228.jpg 1024w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Sammlung_Headerbild-768x171.jpg 768w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Sammlung_Headerbild-1536x341.jpg 1536w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Sammlung_Headerbild-2048x455.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 1260px) 100vw, 1260px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<div style=\"height:40px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-28f84493 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-vertically-aligned-center is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:33.33%\">\n<h1 class=\"wp-block-heading\" id=\"dickie-forever\">Dickie Forever<\/h1>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-vertically-aligned-center is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:66.66%\">\n<p><strong>Dirk Bach, eine K\u00f6lner Theater- und Fernseh-Legende. In K\u00f6ln-Heimersdorf geboren, machte er schon fr\u00fch erste Schauspiel-Erfahrungen, bevor er \u00fcber Improvisations- und Off-Theater an das K\u00f6lner Schauspielhaus kam. In den 1990ern entdeckte das Fernsehen ihn \u2013 oder er das Fernsehen? Ab sofort in unz\u00e4hligen Fernsehproduktionen zu sehen, wurde Dirk Bach \u00fcber die K\u00f6lner Grenzen hinaus ber\u00fchmt. 2001 bekam er in genau diesem Ma\u00dfanzug die Goldene Kamera verliehen.<\/strong><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator is-style-wide\"\/>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-28f84493 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:33.33%\">\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-style-default\"><img decoding=\"async\" width=\"446\" height=\"634\" src=\"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/691__6171813_lo.jpg\" alt=\"Zu sehen ist ein Galaanzug. Dieser ist aus einem schimmernden lila Stoff. Die \u00c4rmel haben einen goldenen Farbverlauf.\" class=\"wp-image-1393\" srcset=\"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/691__6171813_lo.jpg 446w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/691__6171813_lo-211x300.jpg 211w\" sizes=\"(max-width: 446px) 100vw, 446px\" \/><figcaption><strong>Andreas Janczyk: Galaanzug von Dirk Bach<\/strong>, K\u00f6ln, um 2001.&nbsp;Foto: rba_d033460<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:66.66%\">\n<p>Gardema\u00df geht anders. Kost\u00fcme f\u00fcr das Format eines Dirk Bach zu schneidern, galt wohl in der Branche schon immer als besondere Herausforderung. Andreas Janczyk, Bachs in K\u00f6ln beheimateter Leibschneider, stellte sich dieser Aufgabe mit Hingabe und \u00fcberbordender Phantasie. So fertigte er dem \u00bbDickie\u00ab, wie ihn Freunde und Kollegen respekt- und liebevoll nannten, \u00fcber die Jahre hinweg die schillerndsten Garderoben. Ob nun f\u00fcr Bachs Auftritte als \u00bbFlora, die fliederfarbene Fledermaus\u00ab oder als bissiger Conf\u00e9rencier im RTL-Dschungelcamp.<\/p>\n\n\n\n<p>Geradezu dezent kommt jener samtene Galaanzug daher, in dem Bach 2001 eine der begehrtesten Film- und Fernsehtroph\u00e4en entgegennehmen konnte: Die seit 1966 allj\u00e4hrlich von der Programmzeitschrift \u00bbH\u00d6RZU\u00ab verliehene Goldene Kamera \u2013 f\u00fcr seine Titelrolle in der ZDF-Sitcom \u00bbLukas\u00ab. Und das war nur ein Highlight einer beispiellosen rheinischen Karriere: Dirk Bach, 1961 als Spross zweier WDR-Angestellter aus K\u00f6ln-Heimersdorf geboren, brillierte schon 1978 in seiner ersten B\u00fchnenrolle im K\u00f6lner Jugendclub Kritisches Theater. Unter der Intendanz von Hans G\u00fcnther Heyme spielte er in Heiner M\u00fcllers \u00bbPrometheus\u00ab. Bach, der nie eine Schauspielschule von innen sah, sammelte seine fr\u00fchen Erfahrungen in Off-Theatern und der freien Szene. Vor allem in den 1980er Jahren, gemeinsam mit Weggef\u00e4hrten wie Hella von Sinnen, mit der er in einer K\u00f6lner Wohngemeinschaft lebte. Sein kom\u00f6diantisches Talent bewies Bach zu dieser Zeit erstmals in Walter Bockmayers Theater Die Filmdose \u2013 als \u00bbfesches Madel\u00ab in der \u00bbGeierwally\u00ab. Nach Engagements am Bonner Improvisationstheater Die Springmaus und seit 1992 als festes Mitglied des Ensembles des K\u00f6lner Schauspielhauses entdeckte ihn das Fernsehen und er das Fernsehen f\u00fcr sich. Danach ging es Schlag&nbsp;auf Schlag und steil bergauf \u2013 mit der \u00bbDirk Bach Show\u00ab, \u00bbDer kleine M\u00f6nch\u00ab, \u00bbSchillerstra\u00dfe\u00ab und schlie\u00dflich mit seinen geistreich-bissigen Auftritten neben Co-Moderatorin Sonja Zietlow in \u00bbIch bin ein Star, holt mich hier raus\u00ab, mit dem das Trash-Format sogar Einzug ins seri\u00f6se Feuilleton und auf die Nominierungsliste des renommierten Deutschen Fernsehpreises hielt.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright size-full is-resized\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/3046__8988006_lo.jpg\" alt=\"Zu sehen ist der Preis &quot;Goldene Kamera&quot;. Eingraviert ist der Name &quot;Dirk Bach&quot;.\" class=\"wp-image-1396\" width=\"317\" height=\"476\" srcset=\"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/3046__8988006_lo.jpg 422w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/3046__8988006_lo-200x300.jpg 200w\" sizes=\"(max-width: 317px) 100vw, 317px\" \/><figcaption><strong>Goldene Kamera<\/strong>, Entwurf: Wolfram Beck, Berlin, 2000er-Jahre. Foto: rba_d033469_03 &nbsp;<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Ob als \u00bbUrmel auf dem Eis\u00ab, als \u00bbKonzentrationslager-Erhardt\u00ab in der B\u00fchnenadaption von Ernst Lubitschs \u00bbSein oder Nichtsein\u00ab, als \u00bbPepe\u00ab in der \u00bbSesamstra\u00dfe\u00ab oder Narr in Shakespeares \u00bbWas ihr wollt\u00ab \u2013 Bach beherrschte den Spagat zwischen leichtem und ernstem Fach, zwischen Qualit\u00e4t und Quote in Perfektion. Und er wusste seine immense Popularit\u00e4t gesellschaftlich zu nutzen: als erkl\u00e4rter Tierfreund und Aktivist der Organisation PETA. Und vor allem als bekennender Schwuler im entschlossenen Kampf gegen Diskriminierung und Ressentiments. Legend\u00e4r waren seine Benefiz-Partys zugunsten der K\u00f6lner Aids-Hilfe.<br>\u00bbWer tot ist, der wird ein Stern\u00ab, sollte Dirk Bach in seiner letzten Theaterrolle sagen, in der Berliner Inszenierung des \u00bbKleinen K\u00f6nigs Dezember\u00ab. Dazu kam es nicht mehr \u2013 am 1. Oktober 2012 verstarb er, pl\u00f6tzlich und f\u00fcr Freunde und Fans v\u00f6llig unerwartet, an Herzversagen. Seine letzte Ruhe fand Bach auf dem Melatenfriedhof. Wer sich an den gro\u00dfartigen Menschen und K\u00fcnstler erinnern m\u00f6chte, nimmt demnach in sternklarer Nacht den Himmel \u00fcber K\u00f6ln ins Visier \u2026 vielleicht blinzelt einer von oben zur\u00fcck.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator is-style-wide\"\/>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><em>Andreas Janczyk: Galaanzug von Dirk Bach, K\u00f6ln, um 2001,<\/em><br><em>Samt, Jacke: RL: 90 cm, RB: 54 cm, Hose: L: 100 cm. Inv.-Nr. KSM 2013\/7 a\u2013c. Foto: rba_d033460<\/em><em><\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Goldene Kamera, Entwurf: Wolfram Beck, Berlin, 2000er Jahre. Aufschrift a. d. Platte: DIRK BACH\/BERLIN, 6. FEBRUAR 2001<br>Aufschrift am Rand: DIE GOLDENE KAMERA DER FILM- UND FERNSEHPREIS VON H\u00d6RZU, Sterlingssilber, 18 Karat vergoldet, H: 25 cm, Fu\u00df Dm: 11,8 cm, Gewicht ca. 900 g, Inv.-Nr. KSM 2013\/6. Foto: rba_d033469_03<br><br>Beides Nachlass Dirk Bach \u2013 2013 Schenkung durch die Hinterbliebenen, gemeinsam mit weiteren Kost\u00fcmen und Erinnerungsst\u00fccken<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Autor: R\u00fcdiger M\u00fcller<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dickie Forever Dirk Bach, eine K\u00f6lner Theater- und Fernseh-Legende. In K\u00f6ln-Heimersdorf geboren, machte er schon fr\u00fch erste Schauspiel-Erfahrungen, bevor er \u00fcber Improvisations- und Off-Theater an das K\u00f6lner Schauspielhaus kam. 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