{"id":266,"date":"2021-10-13T17:30:17","date_gmt":"2021-10-13T15:30:17","guid":{"rendered":"https:\/\/stadtmuseum.result.de\/?post_type=sammlung&#038;p=266"},"modified":"2023-10-24T11:33:45","modified_gmt":"2023-10-24T09:33:45","slug":"hoch-hinaus","status":"publish","type":"sammlung","link":"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/en\/sammlung\/mode-textiles\/hoch-hinaus\/","title":{"rendered":"Hoch hinaus"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-ksm-featured-image-page is-style-default\"><img decoding=\"async\" width=\"1260\" height=\"280\" src=\"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Sammlung_Headerbild-1260x280.jpg\" alt=\"Man sieht einen gemalten Blick auf die alte Stadt K\u00f6ln.\" class=\"wp-image-2148\" srcset=\"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Sammlung_Headerbild-1260x280.jpg 1260w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Sammlung_Headerbild-300x67.jpg 300w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Sammlung_Headerbild-1024x228.jpg 1024w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Sammlung_Headerbild-768x171.jpg 768w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Sammlung_Headerbild-1536x341.jpg 1536w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Sammlung_Headerbild-2048x455.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 1260px) 100vw, 1260px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<div style=\"height:40px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-28f84493 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-vertically-aligned-center is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:33.33%\">\n<h1 class=\"wp-block-heading\" id=\"hoch-hinaus\">Hoch hinaus<\/h1>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-vertically-aligned-center is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:66.66%\">\n<p><strong>Die sp\u00e4ten 1970er-Jahre: K\u00f6ln im Discofieber! Der Gipfel der Hipness: H\u00fcfthosen mit Schlag, enge Blusen und Tops in grellen Farben mit hysterischen Ornamenten, breite G\u00fcrtel, Pullunder und eben Plateauschuhe. Dieses Modell schenkte die dienst\u00e4lteste Mitarbeiterin, die ihre geliebten Plateauschuhe nicht nur in der Disco, sondern den Glamour der 1970er auch ins B\u00fcro trug, \u201eihrem\u201c K\u00f6lnischen Stadtmuseum.<\/strong><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity is-style-wide\"\/>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-28f84493 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:33.33%\">\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-style-default\"><img decoding=\"async\" width=\"634\" height=\"422\" src=\"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/555__7521011_lo.jpg\" alt=\"Zu sehen sind Damenschuhe. Sie sind schwarz und haben einen Absatz.\" class=\"wp-image-1385\" srcset=\"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/555__7521011_lo.jpg 634w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/555__7521011_lo-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/555__7521011_lo-600x400.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 634px) 100vw, 634px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><strong>Schwarze Damenschuhe mit Plateausohle, Gr\u00f6\u00dfe 37<\/strong>, Marke: EXQUISIT, 1970er Jahre, KSM 1981\/377.&nbsp;Foto: rba_d033560<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:66.66%\">\n<p>Wir schreiben die sp\u00e4ten 1970er Jahre. Eine Welle aus \u00dcbersee hatte gerade mit voller Wucht das Rheinland erfasst, und selbst der K\u00f6lner StadtAnzeiger widmete jenem gesellschaftlichen Ph\u00e4nomen eine komplette Artikelserie: In der Stadt grassiert das Discofieber! Weit \u00fcber 100 \u00bbTanzlokale, in denen die Musik von Schallplatten statt von leibhaftigen Musikanten gemacht wird\u00ab, lockten inzwischen die M\u00f6chtegern-Travoltas aus Nah und Fern in Scharen. Schlie\u00dflich war es der US-Schauspieler John Travolta, der mit seiner Hauptrolle im Film \u00bbSaturday Night Fever\u00ab (1977) mit dem Soundtrack der Bee Gees den Trend lostrat und die Jugend weltweit mit seinem Tanzstil elektrisierte.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber K\u00f6nig der Tanzfl\u00e4che wird man nicht im Schlabberlook und Parka mit \u00bbAtomkraft? Nein danke\u00ab-Aufn\u00e4her. Da mussten schon ganz andere modische Kaliber her: Knallenge H\u00fcfthosen mit Schlag, k\u00f6rperbetonte Blusen und Tops in grellen Farben, taillierte Kunstfaserhemden mit hysterischen Ornamenten, breite G\u00fcrtel, Pullunder und \u2013 selbstverst\u00e4ndlich \u2013 die unausweichlichen Plateauschuhe. Eine Mode, die Frauen wie M\u00e4nner, Teens wie Twens begeisterte. Auch, wenn die Fortbewegung \u00fcber Tanzfl\u00e4chenniveau ein gewisses Ma\u00df an \u00dcbung und Selbstbeherrschung erforderte, war das hochhackige Schuhwerk ein modisches Muss.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00bbSolche Schuhe wird es wahrscheinlich nie wieder geben\u00ab, orakelte Petra Klaso, heute: Petra Pfeiffer und dienst\u00e4lteste Mitarbeiterin des K\u00f6lnischen Stadtmuseums, als sie ihr Paar 1981 dem Haus \u00fcberlie\u00df. Sie sollte Unrecht haben, denn Plateauschuhe sind in der Damenwelt durchaus immer noch en vogue. Und waren keineswegs eine Erfindung der hippen 1970er Jahre: Schon um 1450 gefielen sich modebewusste Spanierinnen und Spanier auf zehn Zentimeter hohen Sohlen, und bei den Venezianern brachte es der Absatz der sogenannten \u00bbZoccoli\u00ab gar auf 20 Zentimeter.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit dem Modell \u00bbEXQUISIT\u00ab wanderte nicht irgendein Paar Plateauschuhe ins Museum, sondern die erkl\u00e4rten Lieblingsschuhe der Stifterin. Und das bedeutete: Getragen wurden sie keineswegs nur zu besonderen Anl\u00e4ssen wie eben dem Diskothekenbesuch (selten in K\u00f6ln, meist in Sankt Augustin), sondern \u00bbeigentlich immer\u00ab. So auch bei der Arbeit. Insofern gut, dass man im Museumsalltag mit diesem Modell den \u00dcberblick behielt, ohne sich geschmacklichen oder sicherheitstechnischen Bedenken auszusetzen. Denn nicht nur farblich war sie mit \u00bbschwarz\u00ab auf der sicheren Seite, auch die Plateauh\u00f6he ist knapp noch als Normalma\u00df zu bezeichnen. Zumindest im Vergleich zu den halsbrecherischen Exemplaren der ABBA-\u00c4ra.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity is-style-wide\"\/>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><em>Schwarze Damenschuhe mit Plateausohle, Gr\u00f6\u00dfe 37, Marke: EXQUISIT, Modell ECHT LEDER, 1970er Jahre, Leder, Holz, Kunststoff (?),&nbsp;Gesamt-H: 17 cm, Absatz-H: 10,5 cm, B: max. 7,7 cm, L: 21 cm,&nbsp;Inv.-Nr.KSM 1981\/377.&nbsp;Foto: rba_d033560<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Autor: R\u00fcdiger M\u00fcller<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hoch hinaus Die sp\u00e4ten 1970er-Jahre: K\u00f6ln im Discofieber! Der Gipfel der Hipness: H\u00fcfthosen mit Schlag, enge Blusen und Tops in grellen Farben mit hysterischen Ornamenten, breite G\u00fcrtel, Pullunder und eben Plateauschuhe. 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