{"id":264,"date":"2021-10-13T17:30:01","date_gmt":"2021-10-13T15:30:01","guid":{"rendered":"https:\/\/stadtmuseum.result.de\/?post_type=sammlung&#038;p=264"},"modified":"2023-10-24T11:34:24","modified_gmt":"2023-10-24T09:34:24","slug":"von-koeln-aus-fotografie-als-weltsprache","status":"publish","type":"sammlung","link":"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/en\/sammlung\/mode-textiles\/von-koeln-aus-fotografie-als-weltsprache\/","title":{"rendered":"Von K\u00f6ln aus: Fotografie als Weltsprache"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-ksm-featured-image-page is-style-default\"><img decoding=\"async\" width=\"1260\" height=\"280\" src=\"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Sammlung_Headerbild-1260x280.jpg\" alt=\"Man sieht einen gemalten Blick auf die alte Stadt K\u00f6ln.\" class=\"wp-image-2148\" srcset=\"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Sammlung_Headerbild-1260x280.jpg 1260w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Sammlung_Headerbild-300x67.jpg 300w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Sammlung_Headerbild-1024x228.jpg 1024w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Sammlung_Headerbild-768x171.jpg 768w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Sammlung_Headerbild-1536x341.jpg 1536w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Sammlung_Headerbild-2048x455.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 1260px) 100vw, 1260px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<div style=\"height:40px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-28f84493 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-vertically-aligned-center is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:33.33%\">\n<h1 class=\"wp-block-heading\" id=\"von-koln-aus-fotografie-als-weltsprache\">Von K\u00f6ln aus: Fotografie als Weltsprache<\/h1>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-vertically-aligned-center is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:66.66%\">\n<p><strong>L. Fritz Gruber \u2013 ein bekannter K\u00f6lner Name. 1950 er\u00f6ffnete er als Initiator in diesem Anzug die erste \u00bbPhoto-Kino-Ausstellung\u00ab. Den technischen Neuerungen im Rahmen der Messe vorangestellt, waren die Bilderschauen der photokina auf internationalem Niveau. Dank der \u00bbphotokina\u00ab stand K\u00f6ln nun f\u00fcr Innovation, Weltoffenheit und Pionierarbeit im Bereich der Fotografie.<\/strong><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity is-style-wide\"\/>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-28f84493 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:33.33%\">\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-style-default\"><img decoding=\"async\" width=\"422\" height=\"634\" src=\"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/667__8445091_lo.jpg\" alt=\"Zu sehen ist ein schwarzer Anzug. \u00c4rmelenden sowie Revers sind rot.\" class=\"wp-image-1381\" srcset=\"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/667__8445091_lo.jpg 422w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/667__8445091_lo-200x300.jpg 200w\" sizes=\"(max-width: 422px) 100vw, 422px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><strong>Reiner Roeben: Abendgarderobe von L. Fritz Gruber<\/strong>, K\u00f6ln, 1958.&nbsp;Foto: rba_d033461<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:66.66%\">\n<p>Zur\u00fcckhaltende Eleganz strahlt der schwarze Anzug aus. Der Glanz des gro\u00dfen Empfangs, der gro\u00dfen B\u00fchne mit internationalen G\u00e4sten liegt noch heute in seinen Fasern. Der Schnitt des weinroten Revers zeigt die Mode der sp\u00e4ten 1950er Jahre. Eine Zeit, als die Stadt K\u00f6ln die internationale B\u00fchne der Fotografie darstellte. Der Tr\u00e4ger dieses Anzuges war meist auch der Gastgeber: Leo Fitz Gruber, Mitinitiator und k\u00fcnstlerischer Leiter der photokina. Sein Werk war eine einmalige Kombination: Die technischen Innovationen der Fotografie zusammen mit den Bildschauen, welche die kulturellen und gesellschaftlichen Leistungen der Fotografie nebeneinanderstellte, war ein v\u00f6llig neuartiger Messetypus. Den Besuchern sollte gezeigt werden, welche Leistungen mit den Ger\u00e4ten und Verfahren der Fotoindustrie erreicht werden konnten. Und diese innovative Kombination r\u00fcckte K\u00f6ln an die Weltspitze der Fotokunst.<\/p>\n\n\n\n<p>Als im Fr\u00fchjahr 1950 die Initiatoren Bruno Uhl und L. Fritz Gruber die erste \u00bbPhoto-Kino-Ausstellung\u00ab er\u00f6ffneten, r\u00fcckten sie das Profil der Fotoindustrie durch ihre Bilderschauen in ein v\u00f6llig neuartiges Licht. Bereits im sechsten Jahr kamen \u00fcber 170.000 internationale Besucher in die K\u00f6lner Messehallen. Gruber, federf\u00fchrend f\u00fcr die Bilderschauen, suchte von Beginn an die internationale Ausrichtung. Einzelschauen bedeutender K\u00fcnstler wie August Sander (1951), Irving Penn (1954) sowie Erich Salomon und Ansel Adams (1956) wurden ebenso gezeigt wie Werke aus internationalen Museen, zum Beispiel aus dem Museum of Modern Art, New York, oder dem George Eastman House, Rochester. Erstmals nach Ende der nationalsozialistischen Herrschaft erm\u00f6glichte es L. Fritz Gruber den Besuchern, international bedeutende Einzelpositionen und herausragende Str\u00f6mungen kennenzulernen. Die Amateur-, Berufs- und Pressefotografie wurden in Lehrschauen ebenso pr\u00e4sentiert wie didaktische Ausstellungen, welche die Geschichte und Anwendung des Mediums behandelten. Nicht selten waren die Bilderschauen von L. Fritz Gruber auch der Karrierestart f\u00fcr junge Fotografen. Die Weltmesse des Bildes zeigte Pionierleistungen der Fotografie und war gleichzeitig selbst eine Pionierleistung der Pr\u00e4sentation. \u00dcber 300 internationale Dokumentar-, Bilder- und Demonstrationsschauen entstanden unter Grubers Leitung. Die Kataloge der Bilderschauen waren stets dreisprachig; 16 wurden von Gruber redigiert.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Den Besuchern \u2013 wie auch bis 1968 den Lesern der Gesamtkataloge \u2013 wurden die Bilderschauen pr\u00e4sentiert, bevor sie zu den Produkten gelangten.<\/p>\n\n\n\n<p>Die photokina-Bilderschauen haben die Nachkriegslandschaft der deutschen Fotografie beeinflusst wie kein zweites Ereignis. Als die international f\u00fchrende Fachmesse der Fotografie ist sie bis heute untrennbar mit ihrem Gr\u00fcnder L. Fritz Gruber verbunden. Die Bilderschauen der Jahre 1950 bis 1956 waren f\u00fcr die junge Bundesrepublik ein wichtiger Schritt, um zur\u00fcck in die internationale Wertegemeinschaft zu gelangen. Ihre Weltoffenheit wurde als Symbol f\u00fcr den Wandel nach 1945 verstanden. Redakteure der gro\u00dfen internationalen Fachpresse wurden eigens mit Charterfl\u00fcgen nach K\u00f6ln gebracht, um von dem Ereignis zu berichten. L. Fritz Gruber war \u00fcberzeugt, dass diese Industrie \u00bbLebensfreude\u00ab und nicht nur Kameras verkaufte. Die photokina-Bilderschauen verk\u00f6rperten diese Ebene der Fotografie.<\/p>\n\n\n\n<p>Zusammen mit seiner Ehefrau Renate schuf L. Fritz Gruber zudem eine umfangreiche Sammlung mit Originalen sowie dokumentarischem Material. Bereits als Sch\u00fcler hatte Gruber Fotografien der 1920er Jahre gesammelt. 20 Jahre waren Renate und L. Fritz Gruber beruflich wie freundschaftlich mit dem amerikanischen K\u00fcnstler Man Ray verbunden, dessen Werke 1960 auf der photokina ausgestellt wurden. Zahlreiche seiner Fotografien befinden sich in der Sammlung Gruber. 800 Fotografien der Sammlung wurden 1977 von der Stadt K\u00f6ln erworben; bis heute vermehrte sich die Sammlung Gruber durch die Stiftung der Eheleute auf 3.700 Blatt.<\/p>\n\n\n\n<p>Als L. Fritz Gruber am 30. M\u00e4rz 2005 mit 96 Jahren verstarb, hinterlie\u00df er der Stadt K\u00f6ln mit der photokina \u2013 die gerade durch die Bilderschauen zu ihrer heutigen Weltbedeutung gekommen war \u2013 ein einmaliges Erbe: Die Stadt K\u00f6ln als Rahmen f\u00fcr die Fotografie der Welt.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity is-style-wide\"\/>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><em>Reiner Roeben: Abendgarderobe von L. Fritz Gruber, K\u00f6ln, 1958.&nbsp;Wolle, Seide;&nbsp;Smoking: RL: 79 cm, RB: 54 cm,&nbsp;Hose: L: 110 cm.&nbsp;Inv.-Nr. KSM 2008\/48. Foto: rba_d033461<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Autor: Philipp Hoffmann M.A.<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von K\u00f6ln aus: Fotografie als Weltsprache L. Fritz Gruber \u2013 ein bekannter K\u00f6lner Name. 1950 er\u00f6ffnete er als Initiator in diesem Anzug die erste \u00bbPhoto-Kino-Ausstellung\u00ab. 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