{"id":258,"date":"2021-10-13T17:29:12","date_gmt":"2021-10-13T15:29:12","guid":{"rendered":"https:\/\/stadtmuseum.result.de\/?post_type=sammlung&#038;p=258"},"modified":"2023-10-24T11:33:05","modified_gmt":"2023-10-24T09:33:05","slug":"des-architekten-leidenschaft","status":"publish","type":"sammlung","link":"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/en\/sammlung\/mode-textiles\/des-architekten-leidenschaft\/","title":{"rendered":"Des Architekten Leidenschaft"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-ksm-featured-image-page is-style-default\"><img decoding=\"async\" width=\"1260\" height=\"280\" src=\"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Sammlung_Headerbild-1260x280.jpg\" alt=\"Man sieht einen gemalten Blick auf die alte Stadt K\u00f6ln.\" class=\"wp-image-2148\" srcset=\"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Sammlung_Headerbild-1260x280.jpg 1260w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Sammlung_Headerbild-300x67.jpg 300w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Sammlung_Headerbild-1024x228.jpg 1024w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Sammlung_Headerbild-768x171.jpg 768w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Sammlung_Headerbild-1536x341.jpg 1536w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Sammlung_Headerbild-2048x455.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 1260px) 100vw, 1260px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<div style=\"height:40px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-7387b849 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-vertically-aligned-center is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:33.33%\">\n<h1 class=\"wp-block-heading\" id=\"des-architekten-leidenschaft\">Des Architekten Leidenschaft<\/h1>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-vertically-aligned-center is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:66.66%\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Der Architekt Karl Band erwarb sich nicht nur in seinem ureigenen beruflichen Metier in K\u00f6ln und weit dar\u00fcber hinaus einen guten Ruf und hohe Reputation: Auch als Sammler historischer K\u00f6lner Alltagsrelikte war er bekannt. Die Objekte drapierte er wirkungsvoll in seinem Wohnhaus und Atelier in der Kunibertstra\u00dfe 3. 1971 gelangten aus der Sammlung Band zwanzig Objekte (Damenober- und -unterbekleidung aus der Zeit um 1815) als Schenkung ins K\u00f6lnische Stadtmuseum.<\/strong><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity is-style-wide\"\/>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-7387b849 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:33.33%\">\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-style-default\"><img decoding=\"async\" width=\"446\" height=\"634\" src=\"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/511__2367921_lo.jpg\" alt=\"Zu sehen ist ein Mantelkleid. Es hat einen R\u00fcschenkragen. Die Farbe des Stoffs ist gr\u00fcnlich.\" class=\"wp-image-1368\" srcset=\"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/511__2367921_lo.jpg 446w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/511__2367921_lo-211x300.jpg 211w\" sizes=\"(max-width: 446px) 100vw, 446px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><strong>Mantelkleid,<\/strong>&nbsp;um 1815.&nbsp;Foto: rba_c024119<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:66.66%\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Karl Friedrich Band (1900\u20131995) ist als Regierungsbaumeister in die K\u00f6lner Architekturgeschichte des 20. Jahrhunderts eingegangen. Der in K\u00f6ln geborene und auf dem dortigen Melatenfriedhof bestattete Architekt engagierte sich insbesondere f\u00fcr den Wiederaufbau der im Zweiten Weltkrieg stark zerst\u00f6rten Stadt K\u00f6ln. Zusammen mit Rudolf Schwarz, Dominikus B\u00f6hm, Josef Bernard und Hans Schilling geh\u00f6rte Band zu einem Kreis von Architekten und K\u00fcnstlern der sogenannten \u00bbK\u00f6lner Schule\u00ab. Gemeinsam mit den Mitgliedern des \u00bbRings K\u00f6lner Architekten\u00ab setzte er sich ab 1950 f\u00fcr die F\u00f6rderung des modernen Bauens ein, verbunden mit dem Streben nach neuen Formen und materialgerechter Fertigung. Karl Friedrich Band schuf Entw\u00fcrfe zahlreicher Wohn- und Gesch\u00e4ftsbauten, darunter auch 1952 sein eigenes Wohnhaus und Atelier in der Kunibertstra\u00dfe 3. Hinzu kamen \u00fcber 100 Projekte f\u00fcr Kirchenneubauten, -sanierungen und -wiederaufbauten, wobei ihm der Wiederaufbau der K\u00f6lner Altstadtkirchen ein besonderes Anliegen war.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Neben seiner T\u00e4tigkeit als Architekt entwickelte Karl Friedrich Band schon sehr fr\u00fch eine Leidenschaft als Sammler. Bereits Ende der 1920er Jahre baute er eine private Sammlung mit Objekten zur K\u00f6lner Stadtgeschichte auf. Teile der Sammlung verwahrte Band in seinem Atelier, das als eine moderne Variante der privaten Sammlungen von Alexander Schn\u00fctgen oder Ferdinand Franz Wallraf beschrieben werden kann. Beeindruckend war wohl vor allem das Zusammenspiel von Moderne und Tradition, sichtbar in dem augenf\u00e4lligen Kontrast zwischen der n\u00fcchternen modernen Architektur des Band\u2018schen Ateliers und den dekorativ zwischen Baupl\u00e4nen und -modellen arrangierten historischen Sammlerst\u00fccken.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aus der ehemaligen Band\u2018schen Sammlung gelangten 1971 20 Objekte aus dem Bereich der Damen- ober- und -unterbekleidung aus dem Empire als Schenkung in das K\u00f6lnische Stadtmuseum. Hierzu z\u00e4hlt auch ein um 1815 entstandenes Mantelkleid, das in Schnitt und Ausstattung den \u00dcbergang vom Empire zum Biedermeier dokumentiert. Es ist aus einem bedruckten Baumwollstoff gearbeitet, der auf gr\u00fcnem Grund schmale mit Punkten besetzte Streifen in Rot, Hellblau und Wei\u00df alternierend zu&nbsp;Reihen von kleinen Streubl\u00fcten zeigt. Charakteristisch f\u00fcr die Entstehungszeit des Damenkleides sind die im Empire aufgekommene und bis in die 1820er Jahre verbreitete hoch sitzende Taille sowie der kn\u00f6chellange Rocksaum, der den Blick auf zierliche F\u00fc\u00dfe in den damals modischen flachen Schuhen erm\u00f6glichte. Hinzu kommen die \u00fcberlangen, an den Schultern leicht gepufften, sich nach unten verschm\u00e4lernden und sich zum Saum hin wiederum trompetenf\u00f6rmig erweiternden \u00c4rmel, die bereits auf die von 1825 bis 1835 typischen stark gepufften sogenannten Keulen\u00e4rmel der Biedermeiermode hinf\u00fchren. Das kurze, an den Kanten mit R\u00fcschen verzierte Oberteil wird durch ein eingen\u00e4htes Mieder aus Leinen geschn\u00fcrt und durch ein Brustband geschlossen. Der ausgestellte Rockteil ist vorn an der Taille glatt angesetzt und im R\u00fccken in Falten gelegt, wodurch die Rocksilhouette mehr Volumen erh\u00e4lt. Das schlichte, asymmetrisch gekn\u00f6pfte Mantelkleid hat einen mit R\u00fcschen besetzten und durch St\u00e4bchen versteiften Aufstellkragen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mantelkleider wie das Exemplar des Stadtmuseums wurden als Neglig\u00e9-Kleidung \u00fcber einem Unterkleid getragen, das hei\u00dft, sie dienten gegen\u00fcber der offiziellen Tages- und Abendrobe als bequemes, weniger aufwendig gearbeitetes und trotzdem modisches sowie gesellschaftsf\u00e4higes Haus- oder Reisekleid. Wer das Kleid getragen hat, ob es aus dem Besitz einer K\u00f6lner Familie stammt und wie es in die Sammlung von Karl Friedrich Band gelangte, hat sich leider nicht \u00fcberliefert.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity is-style-wide\"\/>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Mantelkleid, wohl Deutschland, um 1815. Baumwolle, bedruckt,&nbsp;Oberteil: VL: 26,5 cm, HL: 25 cm; Rock: VL: 108 cm, HL: 112 cm; Gesamtl\u00e4nge: 135 cm,&nbsp;Inv.-Nr. KSM&nbsp;1971\/265 = T&nbsp;627.&nbsp;Schenkung des K\u00f6lner Regierungsbaumeisters Karl Friedrich Band aus dem Jahr 1971. Foto: rba_c024119<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Autor: Dr. Petra Hesse<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Des Architekten Leidenschaft Der Architekt Karl Band erwarb sich nicht nur in seinem ureigenen beruflichen Metier in K\u00f6ln und weit dar\u00fcber hinaus einen guten Ruf und hohe Reputation: Auch als Sammler historischer K\u00f6lner Alltagsrelikte war&#8230;<\/p>\n","protected":false},"featured_media":1368,"parent":145,"menu_order":0,"template":"","class_list":["post-258","sammlung","type-sammlung","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","wpbf-post"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/sammlung\/258","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/sammlung"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/sammlung"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/sammlung\/258\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":10943,"href":"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/sammlung\/258\/revisions\/10943"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/sammlung\/145"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1368"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=258"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}