{"id":199,"date":"2021-10-13T16:59:27","date_gmt":"2021-10-13T14:59:27","guid":{"rendered":"https:\/\/stadtmuseum.result.de\/?post_type=sammlung&#038;p=199"},"modified":"2023-10-24T11:38:14","modified_gmt":"2023-10-24T09:38:14","slug":"nicht-nur-megaparty","status":"publish","type":"sammlung","link":"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/en\/sammlung\/religioeses\/nicht-nur-megaparty\/","title":{"rendered":"Nicht nur Megaparty?"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-ksm-featured-image-page is-style-default\"><img decoding=\"async\" width=\"1260\" height=\"280\" src=\"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Sammlung_Headerbild-1260x280.jpg\" alt=\"Man sieht einen gemalten Blick auf die alte Stadt K\u00f6ln.\" class=\"wp-image-2148\" srcset=\"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Sammlung_Headerbild-1260x280.jpg 1260w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Sammlung_Headerbild-300x67.jpg 300w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Sammlung_Headerbild-1024x228.jpg 1024w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Sammlung_Headerbild-768x171.jpg 768w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Sammlung_Headerbild-1536x341.jpg 1536w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Sammlung_Headerbild-2048x455.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 1260px) 100vw, 1260px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<div style=\"height:40px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-28f84493 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-vertically-aligned-center is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:33.33%\">\n<h1 class=\"wp-block-heading\" id=\"nicht-nur-megaparty\">Nicht nur Megaparty?<\/h1>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-vertically-aligned-center is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:66.66%\">\n<p><strong><strong>Mit dem XX. Weltjugendtag vom 11. bis zum 21. August 2005 fand in K\u00f6ln ein kirchliches Weltereignis statt, das etwa eine Million junge Menschen aus aller Welt hierherzog.<br>Am Rande des Gro\u00dfereignisses fand eine kleine historisch und interreligi\u00f6s sehr bedeutende Veranstaltung in der K\u00f6lner Synagoge an der Roonstra\u00dfe statt: Auf Einladung des Rabbiners Natanel Teitelbaum war Papst Benedikt XVI. am 19. August 2005 zu einer religi\u00f6sen Feierstunde dorthin gekommen und&nbsp;wurde als Br\u00fcckenbauer zwischen Judentum und Christentum begr\u00fc\u00dft. Der fr\u00fchere Direktor des Stadtmuseums, Dr. Werner Sch\u00e4fke, nahm an der Feierstunde teil, zu der er \u2013 wie alle anwesenden M\u00e4nner \u2013 diese eigens f\u00fcr den Anlass hergestellte Kippa trug.<\/strong><\/strong><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity is-style-wide\"\/>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-28f84493 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:33.33%\">\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-style-default\"><img decoding=\"async\" width=\"634\" height=\"552\" src=\"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/655__6249808_lo.jpg\" alt=\"Zu sehen ist eine lila Kippa. Diese stammt aus einer religi\u00f6sen Feierstunde mit dem Papst und des Rabbiners Natanel Teitelbaum anl\u00e4ssliche des Weltjugendtags 2005 in K\u00f6ln.\" class=\"wp-image-1531\" srcset=\"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/655__6249808_lo.jpg 634w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/655__6249808_lo-300x261.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 634px) 100vw, 634px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><strong>\u00bbDina\u00ab-Export<\/strong>, Tel Aviv, 2005. Foto: rba_d033521<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:66.66%\">\n<p>Den \u00fcber eine Million Teilnehmern, aber auch den K\u00f6lnern, die das Geschehen des XX. Weltjugendtages 2005 erlebt haben, ist die frohe und friedliche Atmosph\u00e4re dieser Sommertage in und um K\u00f6ln herum in guter Erinnerung geblieben. Den himmelblauen Teilnehmerrucksack mit dem Emblem des Weltjugendtages konnte man noch viele Monate sp\u00e4ter immer wieder im Stra\u00dfenbild K\u00f6lns entdecken.<\/p>\n\n\n\n<p>Inmitten des fr\u00f6hlichen, von den Medien gefeierten Events mit Papst Benedikt XVI. als Medienstar, noch vom deutschen Gef\u00fchl \u00bbWir sind Papst\u00ab getragen, wurde auch Geschichte geschrieben. Zwischen den Auftritten von Papst Benedikt XVI. vor gro\u00dfem Publikum war sein Besuch bei der K\u00f6lner Synagogen-Gemeinde am Vormittag des 19. August zwar von gro\u00dfem Sicherheitsaufwand begleitet, aber nicht von gro\u00dfer Aufmerksamkeit der Medien.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Vorbereitungen f\u00fcr den XX. Weltjugendtag vom 11. bis zum 21. August 2005 in K\u00f6ln waren noch unter Benedikts Vorg\u00e4nger Papst Johannes Paul II. (1978\u20132005) getroffen worden. Am 19. April 2005 hatte Joseph Ratzinger dessen Nachfolge als Benedikt XVI. (bis zum 28.2.2013) angetreten.<\/p>\n\n\n\n<p>Was Johannes Paul II. mit seinem Besuch 1986 in der Gro\u00dfen Synagoge in Rom oder seinem Gebet im Jahr 2000 an der Klagemauer in Jerusalem in seiner Zuwendung zu den \u00bb\u00e4lteren Geschwistern der Christen\u00ab begonnen hatte, wurde hier am 19. August 2005 von seinem Nachfolger mit dem Besuch der K\u00f6lner Synagogen-Gemeinde weitergef\u00fchrt. Es war das erste Mal, dass ein Papst eine Synagoge in Deutschland besuchte.<\/p>\n\n\n\n<p>Den Vorzug, auf die kleine Liste der G\u00e4ste zu gelangen, hatte das K\u00f6lnische Stadtmuseum wohl einer damals bereits langen und vertrauensvollen Zusammenarbeit mit der Synagogengemeinde f\u00fcr den kleinen Museumsbereich der Synagoge in der Roonstra\u00dfe zu verdanken.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr diesen Tag und diesen Besuch hatte die Synagogengemeinde bei der Firma \u00bbDina\u00ab-Export in Tel Aviv 1.000 Kippot mit dem entsprechenden Aufdruck bestellt, wie sie von m\u00e4nnlichen Besuchern der Synagoge zu tragen sind. Danach wurde die damals von mir getragene Kippa Bestand der Sammlungen des K\u00f6lnischen Stadtmuseums. Sie tr\u00e4gt daher die Erinnerungen an einen historischen Augenblick in der langen Geschichte des Judentums seit der Antike in K\u00f6ln mit sich ins Museum. Erinnerungen an das Gru\u00dfwort Abraham Lehrers, Vorstandsmitglied der Synagogen-Gemeinde K\u00f6ln, an die Ansprache des Rabbiners der Synagogen-Gemeinde K\u00f6ln, Netanel Teitelbaum, und an den von Papst und Rabbiner ausgetauschten H\u00e4ndedruck \u2013 und schlie\u00dflich an die Ansprache Papst Benedikts XVI. Sie alle verbanden den R\u00fcckblick auf die dunklen Stunden der gemeinsamen Geschichte im K\u00f6lner Mittelalter und im Holocaust mit der Hoffnung auf eine \u00bbgerechtere und friedvollere Welt\u00ab, in der f\u00fcr Juden und Christen die Zehn Gebote \u00bbgemeinsames Erbe und gemeinsame Verpflichtung\u00ab sind.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity is-style-wide\"\/>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><em>\u00bbDina\u00ab-Export, Tel Aviv, 2005,Aufdruck: \u00bbBesuch Papst Benedikt XVI. 19. August 2005\u00ab.&nbsp;Polyester; H: 7 cm, Dm: 16 cm.&nbsp;Inv.-Nr. KSM 2005\/168.&nbsp;Schenkung von Museumsdirektor Dr. Werner Sch\u00e4fke, K\u00f6ln. Foto: rba_d033521<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Autor: Dr. Bettina Mosler<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nicht nur Megaparty? Mit dem XX. Weltjugendtag vom 11. bis zum 21. 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