{"id":197,"date":"2021-10-13T16:59:09","date_gmt":"2021-10-13T14:59:09","guid":{"rendered":"https:\/\/stadtmuseum.result.de\/?post_type=sammlung&#038;p=197"},"modified":"2022-03-14T10:53:54","modified_gmt":"2022-03-14T09:53:54","slug":"engel-und-cherubine","status":"publish","type":"sammlung","link":"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/en\/sammlung\/religioeses\/engel-und-cherubine\/","title":{"rendered":"Engel und Cherubine"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-ksm-featured-image-page is-style-default\"><img decoding=\"async\" width=\"1260\" height=\"280\" src=\"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Sammlung_Headerbild-1260x280.jpg\" alt=\"Man sieht einen gemalten Blick auf die alte Stadt K\u00f6ln.\" class=\"wp-image-2148\" srcset=\"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Sammlung_Headerbild-1260x280.jpg 1260w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Sammlung_Headerbild-300x67.jpg 300w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Sammlung_Headerbild-1024x228.jpg 1024w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Sammlung_Headerbild-768x171.jpg 768w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Sammlung_Headerbild-1536x341.jpg 1536w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Sammlung_Headerbild-2048x455.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 1260px) 100vw, 1260px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<div style=\"height:40px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-28f84493 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-vertically-aligned-center is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:33.33%\">\n<h1 class=\"wp-block-heading\" id=\"engel-und-cherubine\">Engel und Cherubine<\/h1>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-vertically-aligned-center is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:66.66%\">\n<p><strong><strong>Das K\u00f6lner Goldschmiedeatelier Hermeling besa\u00df vor allem unter der F\u00fchrung von Gabriel Hermeling, aber auch unter seinem Nachfolger, seinem Schwiegersohn Joseph Kleefisch, nicht nur in K\u00f6ln einen hervorragenden Ruf.&nbsp; 1977 bekam das K\u00f6lnische Stadtmuseum von einem ungenannt gebliebenen Stifter zwei qualit\u00e4tsvoll ausgef\u00fchrte Tabernakelt\u00fcren aus vergoldetem Silber mit Emails und Bergkristall aus der Zeit um 1905 geschenkt.<\/strong><\/strong><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator is-style-wide\"\/>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-28f84493 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:33.33%\">\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-style-default\"><img decoding=\"async\" width=\"538\" height=\"633\" src=\"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/543__7364149_lo.jpg\" alt=\"Zu sehen ist eine Tabernakelt\u00fcr. Man sieht zwei Engel, einer auf der linken und einer auf der rechten Seite. Die Verzierungen sind aus Gold.\" class=\"wp-image-1502\" srcset=\"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/543__7364149_lo.jpg 538w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/543__7364149_lo-255x300.jpg 255w\" sizes=\"(max-width: 538px) 100vw, 538px\" \/><figcaption><strong>Joseph Kleefisch: Doppelfl\u00fcgelige Tabernakelt\u00fcr aus der Werkstatt Hermeling<\/strong>, um 1905,&nbsp;KSM 1978\/267. Foto: rba_d033585_01<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:66.66%\">\n<p>Die Tabernakelt\u00fcr, f\u00fcr den Hochaltar einer nicht n\u00e4her bekannten katholischen Kirche gearbeitet, stellt im Zentrum zwei adorierende, Weihrauchf\u00e4sser schwingende Engel dar. Sie huldigen den im Tabernakel aufbewahrten Hostien, die nach katholischer Lehre in der Wandlung der heiligen Messe Leib Christi geworden sind. Die Engel stehen jeweils in einer Dreipassrahmung vor einem Hintergrund mit Teppichmusterung auf floral ornamentierten Sockeln. Die Mitte bildet eine Schlagleiste mit zwei aufgebrachten Cherubinen.<\/p>\n\n\n\n<p>Grunds\u00e4tzlich lehnt sich die Formgebung der T\u00fcr vor allem in der Ornamentierung an gotisierende Vorbilder an, die Engel jedoch sind in ihren Gesichtsz\u00fcgen und in ihren Gewandungen gegl\u00e4ttet und verraten somit den Einfluss des Jugendstils. Deshalb d\u00fcrfte das Objekt um die Zeit um 1905 zu datieren sein.<\/p>\n\n\n\n<p>M\u00f6glicher Entwurfsk\u00fcnstler, zumindest aber Hersteller war Joseph Kleefisch (1861\u20131931), der 1888 in das reichsweit f\u00fcr seine hohe handwerkliche Qualit\u00e4t ber\u00fchmte K\u00f6lner Goldschmiedeatelier des Gabriel Hermeling (1833\u20131904) als Teilhaber eintrat und nach schwerer Erkrankung des Altmeisters 1899 das Atelier vollst\u00e4ndig \u00fcbernahm, nachdem er zuvor eine Tochter Hermelings geheiratet hatte. Wohl nicht zuletzt aus gesch\u00e4ftlichen Gr\u00fcnden behielt Kleefisch den Namen \u00bbGabriel Hermeling\u00ab bei und signierte seine Arbeiten entsprechend. Vor allem im Umfeld der \u00dcbernahme der Werkstatt lassen sich die Werke Kleefischs von denen Hermelings kaum unterscheiden, zumal bislang noch nicht bekannt ist, welchen Eigenanteil die Handschriften weiterer Mitarbeiter ausmachten. Hinzu kommt der Umstand, dass er stilistisch fast v\u00f6llig im Schatten seines Schwiegervaters blieb, also weitgehend historisierend arbeitete und \u00bbmoderne\u00ab Einfl\u00fcsse nur flie\u00dfend einbrachte. Er entsprach damit dem konservativen Geschmack seiner (katholisch-)kirchlichen Auftraggeber in der Zeit bis zum Ende des Ersten Weltkrieges.<\/p>\n\n\n\n<p>Zu seinem Freundeskreis der fr\u00fchen Zeit geh\u00f6rte unter anderem Alexander Schn\u00fctgen, der es Kleefisch erm\u00f6glichte, ab 1901 auf den j\u00e4hrlichen Kunstausstellungen des K\u00f6lner Di\u00f6zesanmuseums auszustellen. 1903 und 1904 konnte er mit zwei Einzelausstellungen im K\u00f6lner Kunstgewerbemuseum brillieren. Im gleichen Jahr bekam er den ehrenvollen Auftrag zur Fertigung des Tafelaufsatzes \u00bbDie Industrie\u00ab f\u00fcr das K\u00f6lner Ratssilber. International bekannt wurde er 1904 durch seine Teilnahme an der Weltausstellung in St. Louis, wo er mit einem \u00bbGrand Prix\u00ab ausgezeichnet wurde. Er begann nun verst\u00e4rkt mit der Herstellung profaner Metallarbeiten, die er schwerpunktm\u00e4\u00dfig erstmals auf der 7. Jahresausstellung der \u00bbVereinigung K\u00f6lner K\u00fcnstler\u00ab im Kunstgewerbemuseum pr\u00e4sentierte.<\/p>\n\n\n\n<p>Sp\u00e4testens mit seiner Wahl zum stellvertretenden&nbsp;Vorsitzenden in der 1908 gegr\u00fcndeten \u00bbMeisterGerhard-Gilde\u00ab kam er in Kontakt mit avantgardistisch ausgerichteten K\u00f6lner K\u00fcnstlern, wie zum Beispiel Georg Grasegger. Mit den beiden Fruchtschalen f\u00fcr das K\u00f6lner Ratssilber, die Ernst Riegel, seit dem 11. M\u00e4rz des Jahres Leiter der Fachklasse f\u00fcr Silber- und Emailarbeiten sowie Schmuck an der Kunstgewerbe- und Handwerkerschule, entwarf und die Kleefisch ausf\u00fchrte, war er mit Bravour in der Moderne angekommen. Wirtschaftlich bedingt, erhielt er nach dem Ersten Weltkrieg nur wenige Auftr\u00e4ge. Herausragend waren der Hochaltaraufsatz und zwei Standleuchter f\u00fcr St. Anna in Neuehrenfeld, die allerdings am 30. Oktober 1944 zerst\u00f6rt wurden.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Tabernakelt\u00fcr wurde dem Stadtmuseum 1978 von einem ungenannten Stifter geschenkt.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator is-style-wide\"\/>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><em>Doppelfl\u00fcgelige Tabernakelt\u00fcr aus der Werkstatt Hermeling,&nbsp;<\/em><em>Entwurf (?) und Ausf\u00fchrung: Joseph Kleefisch, um 1905,&nbsp;Stempel: HERMELING,&nbsp;Silber, vergoldet, mit Email, Bergkristall; H: 61cm, B: 51 cm,&nbsp;Inv.-Nr. KSM 1978\/267.&nbsp;<\/em><em>Foto: rba_d033585_01<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Autor: Dr. Johannes Ralf Beines<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Engel und Cherubine Das K\u00f6lner Goldschmiedeatelier Hermeling besa\u00df vor allem unter der F\u00fchrung von Gabriel Hermeling, aber auch unter seinem Nachfolger, seinem Schwiegersohn Joseph Kleefisch, nicht nur in K\u00f6ln einen hervorragenden Ruf.&nbsp; 1977 bekam das&#8230;<\/p>\n","protected":false},"featured_media":1502,"parent":157,"menu_order":0,"template":"","class_list":["post-197","sammlung","type-sammlung","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","wpbf-post"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/sammlung\/197","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/sammlung"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/sammlung"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/sammlung\/197\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4734,"href":"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/sammlung\/197\/revisions\/4734"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/sammlung\/157"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1502"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=197"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}