{"id":171,"date":"2021-10-13T16:55:10","date_gmt":"2021-10-13T14:55:10","guid":{"rendered":"https:\/\/stadtmuseum.result.de\/?post_type=sammlung&#038;p=171"},"modified":"2022-03-14T09:32:32","modified_gmt":"2022-03-14T08:32:32","slug":"eimol-prinz-zo-sin","status":"publish","type":"sammlung","link":"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/en\/sammlung\/karneval-brauchtum\/eimol-prinz-zo-sin\/","title":{"rendered":"\u00bbEimol Prinz zo sin\u00ab"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-ksm-featured-image-page is-style-default\"><img decoding=\"async\" width=\"1260\" height=\"280\" src=\"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Sammlung_Headerbild-1260x280.jpg\" alt=\"Man sieht einen gemalten Blick auf die alte Stadt K\u00f6ln.\" class=\"wp-image-2148\" srcset=\"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Sammlung_Headerbild-1260x280.jpg 1260w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Sammlung_Headerbild-300x67.jpg 300w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Sammlung_Headerbild-1024x228.jpg 1024w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Sammlung_Headerbild-768x171.jpg 768w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Sammlung_Headerbild-1536x341.jpg 1536w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Sammlung_Headerbild-2048x455.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 1260px) 100vw, 1260px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<div style=\"height:40px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-28f84493 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-vertically-aligned-center is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:33.33%\">\n<h1 class=\"wp-block-heading\" id=\"eimol-prinz-zo-sin\">\u00bbEimol Prinz zo sin\u00ab<\/h1>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-vertically-aligned-center is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:66.66%\">\n<p><strong>Der Chronist Anton Fuchs hielt, bezogen auf das Jahr 1827, f\u00fcr den K\u00f6lner Karneval unter anderem fest, dass der Pr\u00e4sident auf den Sitzungen Orden an Narren und Ehrendiplome an Fremde verlieh.<\/strong><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator is-style-wide\"\/>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-28f84493 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:33.33%\">\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-style-default\"><img decoding=\"async\" width=\"446\" height=\"634\" src=\"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/259__2820911_lo.jpg\" alt=\"Zu sehen ist ein Karnevalsorden aus dem Jahr 1909. Man sieht einen Karnenalisten. Die Figur ist vergoldet.\" class=\"wp-image-1553\" srcset=\"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/259__2820911_lo.jpg 446w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/259__2820911_lo-211x300.jpg 211w\" sizes=\"(max-width: 446px) 100vw, 446px\" \/><figcaption><strong>Karnevalsorden der Gro\u00dfen K\u00f6lner KG, 1909.&nbsp;<br><\/strong>Foto: rba_d033565<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:66.66%\">\n<p>Diese fr\u00fche Quelle aus dem Jahr 1854 belegt, dass die K\u00f6lner Karnevalisten der ersten Stunde seit der Festordnung 1823 bestimmte Regularien, die bis heute G\u00fcltigkeit haben, bereits in den zwanziger Jahren des 19. Jahrhunderts festgelegt hatten. F\u00fcr die Karnevalsorden hatten dabei die \u00bbNarren von Cleve\u00ab und die \u00bbNarren-Academie zu D\u00fclken\u00ab Vorbildcharakter. Beide Gesellschaften waren bereits im 18. Jahrhundert aktiv. \u00dcberhaupt hatten es die D\u00fclkener den K\u00f6lnern besonders angetan. Vor allem ihr \u00bbSteckenpferd\u00ab, \u00bbzu verschweigen, was man nicht wei\u00df\u00ab fand Nachhaltigkeit.<\/p>\n\n\n\n<p>Unser Orden zeigt den Prinzen Karneval des Jahres 1909 als Standfigur auf einer Weltkugel. Er war \u2013 und ist \u2013 die zentrale Figur des K\u00f6lner Karnevals, Herrscher \u00fcber das n\u00e4rrische Volk, gemeinsam mit Bauer und Jungfrau.<\/p>\n\n\n\n<p>1823 war man sich aber noch nicht einig \u00fcber seine Bezeichnung. Das Programmheft des Jahres bietet als Anrede \u00bbK\u00f6nig, F\u00fcrst oder Held\u00ab an. Die Figur des Helden ist in jenen Anfangsjahren nicht durchg\u00e4ngig und konstant zu beobachten. Innerhalb der Dramaturgie von Fest und Zug hat er 1823 und 1824 seinen Platz. 1825 h\u00e4lt er sich in Venedig auf, und ein Komitee \u2013 \u00bblustiger Rath\u00ab genannt \u2013 \u00fcbte die Regentschaft aus. Im Jahr 1826 findet man ihn \u00bbauf dem Mond\u00ab, und er erscheint nur bei dem gro\u00dfen Ball auf dem G\u00fcrzenich. Der \u00bbBellengeck\u00ab versieht in diesem Jahr das Regentenamt. Ab 1827\/28 ist es der \u00bbHanswurst\u00ab, des Helden anderes Ich, der im K\u00f6lner Karneval zur Hauptfigur wird. Erst 1872 wurde \u00bbPrinz Carneval\u00ab erstmals als solcher benannt. Sp\u00e4testens 1875 hatten die K\u00f6lner Karnevalisten sich offiziell auf den Titel \u00bbPrinz\u00ab geeinigt.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Orden ist auf das Jahr 1909 datiert. Der Kaiser hatte 50. Geburtstag, was in den Liederheften auch ausgiebig besungen wurde. \u00bbGl\u00fcck, Segen, Heil \u2013 Kaiser, dir!\u00ab Die karnevalistisch-politische Situation aber war \u00fcberaus brisant. Es wurde \u00fcber Reformen diskutiert, auch bahnte sich eine \u00c4nderung im Festkomitee an. W\u00e4hrend bis dato die Grosse Carnevals-Gesellschaft und die Grosse K\u00f6lner&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Karnevalsgesellschaft \u2013 von ihr stammt dieser Orden \u2013 gemeinsam das Festkomitee bildeten, traten ihm nun die Gro\u00dfe Allgemeine, die Funken-Infanterie (Rote Funken), die Funken-Artillerie (Blaue Funken) und die K\u00f6lner Narrenzunft bei. Durch die Vergr\u00f6\u00dferung des Festkomitees war die Macht der beiden gro\u00dfen Gesellschaften gebrochen, durch die Finanzkraft der anderen jedoch die M\u00f6glichkeit zur Ausstattung des Rosenmontagszuges verbessert worden.<\/p>\n\n\n\n<p>Treibende Kraft und Motor im Karneval und vor allem bei der Gro\u00dfen K\u00f6lner Karnevalsgesellschaft war deren Pr\u00e4sident Josef Wingender (1908\u20131921). Die Gesellschaft war im Herbst 1882 unter August Wilcke im K\u00f6lner Gasthaus \u00bbZum Anker\u00ab gegr\u00fcndet worden. 1909 trat die Gesellschaft unter Wingender \u00fcberaus selbstbewusst auf. Das Sessionsbuch aus diesem Jahr nennt 1121 \u00bbfrohe Kappenbr\u00fcder\u00ab als Mitglieder, und man bezeichnet sich als die K\u00f6lner Karnevalsgesellschaft mit der gr\u00f6\u00dften Anzahl von Mitgliedern. Schon selbstverst\u00e4ndlich, dass Josef Wingender 1909 \u2013 der Rosenmontagszug hatte das Motto \u00bbDie verkehrte Welt\u00ab \u2013 den Vorsitz im Festkomitee hatte.<\/p>\n\n\n\n<p>Ob die drei Hauptfiguren der damaligen Session, Prinz Josef B\u00f6nsch, Bauer Kurt Bruck und Jungfrau Paul Bruck, davon wirklich beeindruckt waren, wissen wir nicht. Vermutlich lebten sie ihren einmaligen Traum, um in die K\u00f6lner karnevalistische \u00bbEwigkeit\u00ab einzugehen.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator is-style-wide\"\/>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><em>Karnevalsorden der Gro\u00dfen K\u00f6lner KG, 1909, Aufschrift: 1909 GROSSE K\u00d6LNER KARNEVALSGESELLSCHAFT, Gelbguss, H: 9 cm,&nbsp;Inv.-Nr. HM 1914\/225 d = KA 272.&nbsp;Schenkung der Gro\u00dfen K\u00f6lner, 1914. Foto: rba_d033565<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Autor: Dr. Michael Euler-Schmidt<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00bbEimol Prinz zo sin\u00ab Der Chronist Anton Fuchs hielt, bezogen auf das Jahr 1827, f\u00fcr den K\u00f6lner Karneval unter anderem fest, dass der Pr\u00e4sident auf den Sitzungen Orden an Narren und Ehrendiplome an Fremde verlieh&#8230;.<\/p>\n","protected":false},"featured_media":1553,"parent":161,"menu_order":0,"template":"","class_list":["post-171","sammlung","type-sammlung","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","wpbf-post"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/sammlung\/171","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/sammlung"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/sammlung"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/sammlung\/171\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4680,"href":"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/sammlung\/171\/revisions\/4680"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/sammlung\/161"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1553"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=171"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}