{"id":7177,"date":"2022-09-22T15:10:26","date_gmt":"2022-09-22T13:10:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/?p=7177"},"modified":"2024-03-19T20:43:52","modified_gmt":"2024-03-19T19:43:52","slug":"vis-a-vis-das-aelteste-koelner-automobil-wird-restauriert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/en\/vis-a-vis-das-aelteste-koelner-automobil-wird-restauriert\/","title":{"rendered":"Vis-\u00e0-Vis: Das \u00e4lteste K\u00f6lner Automobil wird restauriert"},"content":{"rendered":"\n<p>Das filigrane Fahrzeug, bei dem sich die Insassen gegen\u00fcbersitzen (daher der ungew\u00f6hnliche Name) konnte mit seinen sechs PS bis zu 25 km\/h schnell fahren und legte damals eine vergleichsweise weite Strecke zur\u00fcck: Von der K\u00f6lner Motorwagenfabrik GmbH in S\u00fclz aus gelangte das Automobil zu einer Familie in S\u00fcddeutschland und von dort \u00fcber ein Auktionshaus zur\u00fcck nach K\u00f6ln. Bevor dieser Schatz der K\u00f6lner Automobilgeschichte in unsere zuk\u00fcnftige Dauerausstellung eingebracht wird, wird er aufw\u00e4ndig restauriert.<\/p>\n\n\n\n\n\n\n\n<p><strong>Kugel um Kugel und Zahn um Zahn<\/strong> <br>Fahren k\u00f6nnen soll der Vis-\u00e0-Vis nicht mehr, aber so aussehen wie einst. Der Mann, der daf\u00fcr seit November 2021 langj\u00e4hrige Erfahrung, Fingerspitzengef\u00fchl, ein geschultes Auge und allerlei Werkzeug einsetzt, ist Philip Mandrys, Restaurator und Alumnus der TH K\u00f6ln. Auch f\u00fcr einen Fachmann wie ihn ist diese Restaurierung eine besondere Herausforderung: Denn es gibt keinen Bauplan mehr, nach dem er sich richten kann. Vielmehr st\u00fctzt sich Mandrys auf erhaltene historische Fotografien sowie im Vorfeld durchgef\u00fchrte naturwissenschaftliche Untersuchungen und Recherchen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-large is-resized is-style-default\"><img decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"819\" src=\"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/271760604_4752166994859382_965176952408958024_n-1024x819.jpg\" alt=\"Das Bild zeigt Philipp Mandyrs beim Restaurieren des Vis-a-Vis-Motorenwagen. \" class=\"wp-image-7193\" style=\"width:768px;height:614px\" srcset=\"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/271760604_4752166994859382_965176952408958024_n-1024x819.jpg 1024w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/271760604_4752166994859382_965176952408958024_n-300x240.jpg 300w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/271760604_4752166994859382_965176952408958024_n-768x614.jpg 768w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/271760604_4752166994859382_965176952408958024_n-1536x1229.jpg 1536w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/271760604_4752166994859382_965176952408958024_n-388x310.jpg 388w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/271760604_4752166994859382_965176952408958024_n.jpg 2000w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">&nbsp;Philip Mandrys in Aktion (\u00a9 P. Mandrys, C. Ehrchen)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>In den vergangenen Wochen hat Mandrys den h\u00f6lzernen Aufbau des Oldtimers abgebaut und (wohl erstmals seit der Fertigstellung) Fahrwerk und -antrieb wieder sichtbar gemacht. Danach mussten die Verschmutzungen der&nbsp;einzelnen Baugruppen und alte Betriebs- und Schmierstoffe entfernt werden. Mit Benzin, Borstenpinseln, Holzst\u00e4bchen, feiner Metallwolle und sogar einer handels\u00fcblichen Zahnb\u00fcrste hat der Restaurator jedes Teil, jede Kugel der Kugellager und jede Vertiefung in den Zahnr\u00e4dern gereinigt. 200 Stunden brauchte der Restaurator anschlie\u00dfend daf\u00fcr, die oberste Schicht von allen lackierten Bauteilen abzunehmen. Unter Einsatz von Mullbinden, handels\u00fcblichem Aceton und Wattest\u00e4bchen arbeitete er sich von den R\u00e4dern \u00fcber das Fahrwerk mit Antrieb und Motor \u00fcber die Kotfl\u00fcgel bis hin zur Lenkung. \u201eDas Ergebnis ist wirklich eindrucksvoll!\u201c, freut sich der Restaurator.<\/p>\n\n\n\n<p>Unser F\u00f6rderverein \u201eFreunde des K\u00f6lnischen Stadtmuseums\u201c unterst\u00fctzt das umfangreiche Vorhaben wegen der besonderen Bedeutung des Vis-\u00e0-Vis: Wer ebenfalls dazu beitragen m\u00f6chte, dieses herausragende Objekt der K\u00f6lner Stadtgeschichte zu erhalten, findet weitere Informationen hier<strong>: <a href=\"https:\/\/www.freunde-ksm.de\/\">ww.freunde-ksm.de<\/a><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><br><strong>K\u00f6ln als Automobil-Standort<br><\/strong>Die gro\u00dfe Bedeutung, die K\u00f6ln als Standort f\u00fcr die Automobilgeschichte hat, ist heute vielen gar nicht mehr bewusst. Und dies nicht nur wegen dem Vis-a-Vis: Die 1864 gegr\u00fcndete Gasmotoren-Fabrik Deutz (heute Deutz AG) zum Beispiel ist die erste Motorenfabrik der Welt. Hier wurde durch Nikolaus August Otto und Eugen Langen der Viertaktmotor mit drei PS Leistung entwickelt. Die Wagenbauerei Bernhard Scheele konzipierte 1898 das erste Elektroautomobil Deutschlands. Die Firma Ernst Heinrich Geist Elektrizit\u00e4ts AG fertigte 1904 das sogenannte Dynamobil \u2013 in seiner Kombination von Verbrennungs- und Elektromotor ein fr\u00fcher Vertreter des Hybridfahrzeuges. Und die ersten deutschen Tankkioske entstanden 1922 in K\u00f6ln und Hannover durch die Firma Olex.<br><br>Text: Kirsten Lennart<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein spannendes Projekt: Ein Blick \u00fcber die Schultern von Philip Mandrys, der unseren ber\u00fchmten Vis-\u00e0-Vis-Motorwagen (1902 in K\u00f6ln-S\u00fclz erbaut) restauriert. <\/p>\n","protected":false},"author":5,"featured_media":13073,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[85],"tags":[],"class_list":["post-7177","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-koeln-stories","wpbf-post"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7177","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/5"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7177"}],"version-history":[{"count":19,"href":"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7177\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":11667,"href":"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7177\/revisions\/11667"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/13073"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7177"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7177"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7177"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}