{"id":18460,"date":"2026-09-30T23:47:56","date_gmt":"2026-09-30T21:47:56","guid":{"rendered":"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/?p=18460"},"modified":"2026-09-30T23:47:58","modified_gmt":"2026-09-30T21:47:58","slug":"tafelaufsatz-vater-rhein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/en\/tafelaufsatz-vater-rhein\/","title":{"rendered":"Der Tafelaufsatz \u201eVater Rhein\u201c: Ein Prunkst\u00fcck mit Aussage"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">In welcher Zeit entstand der Tafelaufsatz \u201eVater Rhein\u201c?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Zeitraum von 1870 bis 1900 wird von Historiker*innen gerne als Gr\u00fcnderzeit bezeichnet. Gemeint ist damit die Phase nach der Gr\u00fcndung des Deutschen Reichs.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In dieser Zeit etablierte sich der junge Nationalstaat, legte innere Konflikte bei und stieg zu einer Weltmacht auf. Die Zersplitterung in kleine F\u00fcrstent\u00fcmer und Staaten, die im deutschsprachigen Raum lange Zeit herrschte, war damit beendet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Gr\u00fcndung des Reichs war 1871 eine direkte Folge des deutsch-franz\u00f6sischen Kriegs 1870\/71, der den Norddeutschen Bund unter F\u00fchrung Preu\u00dfens und die s\u00fcddeutschen Regionalm\u00e4chte gegen einen gemeinsamen Feind vereinte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der grundlegende Konflikt mit Frankreich um die strategisch wichtigen Einflusssph\u00e4ren in Rheinland, Elsass und Lothringen blieb jedoch bestehen. Hinzu kamen Auseinandersetzungen unter den westlichen Gro\u00dfm\u00e4chten \u00fcber koloniale Einflussgebiete.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese politischen Auseinandersetzungen wurden auch auf wirtschaftlicher und kultureller Ebene ausgetragen. Pr\u00e4gend daf\u00fcr waren die zahlreichen Weltausstellungen, die in Europa, Amerika und Australien stattfanden. Hier zeigten die beteiligten Staaten, zu welchen technischen und k\u00fcnstlerischen F\u00e4higkeiten sie imstande waren, und nutzten die Kunstwerke so als Beleg ihrer nationalen Leistungsf\u00e4higkeit.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Ein K\u00f6lner Tafelaufsatz f\u00fcr die Weltausstellung in Paris<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr eine solche Weltausstellung \u2013 die in Paris 1900 \u2013 schuf der Goldschmied Gabriel Hermeling den Tafelaufsatz \u201eVater Rhein\u201c.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/ksm-blog-vater-rhein-2.webp\" alt=\"Historisches Plakat der Pariser Weltausstellung von 1900 mit einer Frauenfigur in wehendem Gewand\"\/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Poster von der Weltausstellung in Paris (\u00a9 Wikimedia Commons)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Kosten in H\u00f6he von 61.000 Reichsmark trugen die Stadt K\u00f6ln und Mitglieder der K\u00f6lner Bankiers- bzw. Unternehmerfamilien Deichmann und Joest.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ebenso wie die noch recht junge deutsche Nation hatte auch die Stadt K\u00f6ln einen hohen Repr\u00e4sentationsanspruch und strebte danach, diesem bei der Weltausstellung Geltung zu verschaffen. Selbst der deutsche Kaiser Wilhelm II. \u2013 er war regelm\u00e4\u00dfig Kunde bei Hermeling \u2013 soll Einfluss auf die Darstellung genommen haben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Tafelaufsatz ist eine prunkvolle Tischdekoration, die f\u00fcr besondere Anl\u00e4sse genutzt wird. Der \u201eVater Rhein\u201c geh\u00f6rt heute zum K\u00f6lner Ratssilber, wird jedoch nicht mehr f\u00fcr repr\u00e4sentative Zwecke verwendet. Er ist mit einer H\u00f6he von 123 cm und einem Gewicht von rund 65 kg das gr\u00f6\u00dfte Einzelst\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/ksm-blog-vater-rhein-3.webp\" alt=\"Der silberne Tafelaufsatz in ganzer H\u00f6he, freigestellt vor dunklem Grund\"\/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Tafelaufsatz \u201eVater Rhein\u201c, G. Hermeling, K\u00f6ln 1900 (\u00a9 KSM, Bednorz)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gabriel Hermeling wollte ein herausragendes Kunstwerk schaffen, das alle verf\u00fcgbaren Goldschmiedetechniken vereinte. Neben Gold- und Silberschmiedetechniken kamen vor allem feine Emaille-Arbeiten zum Einsatz, die Hermeling sich w\u00e4hrend seiner Ausbildungszeit in Paris angeeignet hatte.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Was ist auf diesem Tafelaufsatz alles \u201elos\u201c?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auf dem Tafelaufsatz \u201ewimmelt es\u201c nahezu von Figuren, Symbolen und kunstvoll gearbeiteten Details.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die zentrale Figur ist der b\u00e4rtige Flussgott Vater Rhein mit einem Ruder in der Hand. Mit der anderen st\u00fctzt er ein gro\u00dfes Schiff aus Bergkristall in Form einer mittelalterlichen Karavelle, das mit der Flagge des Deutschen Reichs und dem K\u00f6lner Wappen geschm\u00fcckt ist.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-7387b849 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/ksm-blog-vater-rhein-4.webp\" alt=\"Ausschnitt des Tafelaufsatzes mit dem b\u00e4rtigen Flussgott, der ein Ruder h\u00e4lt\"\/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Ausschnitt Tafelaufsatz (\u00a9 KSM)<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/ksm-blog-vater-rhein-5.webp\" alt=\"Ausschnitt des Tafelaufsatzes mit der Figur des deutschen Michel am Steuer des Kristallschiffs\"\/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Ausschnitt Tafelaufsatz (\u00a9 KSM, Bednorz)<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am Steuer des Schiffs steht der deutsche Michel, eine im 19. Jahrhundert \u00e4u\u00dferst popul\u00e4re Personifikation der deutschen Nation.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im unteren Bereich finden sich weitere Figuren, die f\u00fcr das Rheinland wichtige Berufe darstellen. Zu sehen sind ein Dombaumeister, ein Edelmann, Handwerker, ein Bischof und ein Winzer.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hermeling hatte seine Werkstatt seit den 1870er-Jahren zu einer der bedeutendsten Goldschmiedemanufakturen Deutschlands gemacht. Sie war besonders bekannt f\u00fcr ihre kunsthandwerklichen Spitzenprodukte, die von wohlhabenden Privatkunden, von Kirchen, aber auch von Kommunen wie der Stadt K\u00f6ln f\u00fcr ihr Ratssilber erworben wurden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Stilistisch orientierten sich Hermelings Kunstwerke am f\u00fcr die damalige Zeit pr\u00e4genden Historismus, der Stile vergangener Epochen aufgriff.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Eine Zeit des Wandels und der Unsicherheit<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">K\u00f6ln war Ende des 19. Jahrhunderts gepr\u00e4gt von Industrialisierung und gro\u00dfem Wachstum. Das Bild der Stadt \u00e4nderte sich gravierend. Zwischen 1871 und 1900 verdreifachte sich die Bev\u00f6lkerung K\u00f6lns.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der j\u00e4hrliche Zuzug von zehntausenden Menschen aus dem Umland sorgte f\u00fcr gesellschaftliche Ver\u00e4nderungen. Alte Infrastrukturen wie die Stadtmauer wurden abgerissen, die Ringstra\u00dfe entstand, Vororte wurden eingemeindet und neues Bauland erschlossen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Auf der Suche nach historischer Identit\u00e4t<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In dieser Zeit des schnellen Wandels wendeten sich die Menschen Dingen zu, die sie als erhaltenswert und dauerhaft betrachteten. Die Stadtgeschichte erlebte einen Boom, es wurden Museen und Geschichtsvereine gegr\u00fcndet und Denkm\u00e4ler eingeweiht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch der verst\u00e4rkte Wunsch, Traditionen und Brauchtum zu erhalten, kann als Reaktion auf die Ver\u00e4nderungen verstanden werden. In der Kunst, aber auch im Denken und im allgemeinen Verst\u00e4ndnis der Zeit spielten historische Vorbilder jetzt eine gro\u00dfe Rolle.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hermelings Tafelaufsatz greift nicht nur stilistisch historische Formen auf: Er enth\u00e4lt ganz im Sinne dieser Suche nach historischer Identit\u00e4t auch Darstellungen, die das Rheinland als deutsche Region festlegen und dies historisch begr\u00fcnden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Fu\u00dfbereich des Aufsatzes finden sich hinter den Figuren emaillierte Darstellungen von rheinischen Sagen und Legenden. Zu den wichtigsten und durch die Inszenierungen von Richard Wagner eng mit dem deutschen Nationalismus verbundenen Sagen geh\u00f6ren hier das Nibelungenlied, der Tannh\u00e4user und der Lohengrin.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/ksm-blog-vater-rhein-6.webp\" alt=\"Ausschnitt des Sockels mit emaillierten Darstellungen rheinischer Sagen und Silberreliefs von Kirchen\"\/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Ausschnitt Tafelaufsatz (\u00a9 KSM, Bednorz)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Weniger politisch aufgeladen, daf\u00fcr mit einer gro\u00dfen Portion Nostalgie versehen ist hingegen die ebenfalls dargestellte K\u00f6lner Heinzelm\u00e4nnchen-Sage.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auf dem Sockel oberhalb der Legenden sind Silberreliefs von wichtigen rheinischen Kirchen und Kathedralen zu sehen, dar\u00fcber befinden sich vollplastische Darstellungen von mittelalterlichen Burgruinen entlang des Rheinlaufs. Diese Burgen und Kirchen geh\u00f6rten damals zu den wichtigsten Zielen des boomenden Rheintourismus.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die kleinen Figuren zu F\u00fc\u00dfen des b\u00e4rtigen Flussgotts stehen symbolisch f\u00fcr die gro\u00dfen Nebenfl\u00fcsse des Rheins wie Ahr oder Mosel.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Verweis auf die mittelalterlichen Bauwerke und Fl\u00fcsse kann als Verweis auf die historische Verbindung von Rheinland und deutscher Nation interpretiert werden. Diese ist auch in Form von Flaggen, Wappen und dem deutschen Michel oben auf dem Schiff repr\u00e4sentiert. Dass es so etwas wie die deutsche Nation im Mittelalter nicht gab und diese im 19. Jahrhundert erst nachtr\u00e4glich \u201ekonstruiert\u201c wurde, spielte f\u00fcr diese politische Aussage selbstredend keine Rolle.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Darum ist das Objekt f\u00fcr die Stadtgeschichte so wichtig<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Tafelaufsatz \u201eVater Rhein\u201c ist ein einzigartiges und prachtvolles Kunstwerk, an dem sich gleichzeitig die Geschichte des deutschen Nationalismus erz\u00e4hlen l\u00e4sst.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In unserer Dauerausstellung steht er im Ausstellungsbereich \u201eWas verbindet uns?\u201c in einer rundum verspiegelten Vitrine. So kann man das Prunkst\u00fcck von allen Seiten betrachten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der \u00e4sthetische Genuss wurde seinerzeit auch bei der Weltausstellung in Paris gew\u00fcrdigt. Trotz der provokanten Darstellung erhielt Hermeling f\u00fcr sein Kunstwerk damals die Goldmedaille.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Tafelaufsatz mit seinen vielf\u00e4ltigen politischen Bedeutungen geh\u00f6rt zu den herausragendsten Goldschmiede-Objekten in der Sammlung des Stadtmuseums.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">H\u00e4ufige Fragen zum \u201eVater Rhein\u201c<\/h2>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-pb-accordion-item c-accordion__item js-accordion-item no-js is-open\" data-initially-open=\"true\" data-click-to-close=\"true\" data-auto-close=\"true\" data-scroll=\"false\" data-scroll-offset=\"0\"><h3 id=\"at-184600\" class=\"c-accordion__title js-accordion-controller\" role=\"button\">Was ist ein Tafelaufsatz?<\/h3><div id=\"ac-184600\" class=\"c-accordion__content\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine prunkvolle Tischdekoration f\u00fcr besondere Anl\u00e4sse.<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-pb-accordion-item c-accordion__item js-accordion-item no-js\" data-initially-open=\"false\" data-click-to-close=\"true\" data-auto-close=\"true\" data-scroll=\"false\" data-scroll-offset=\"0\"><h3 id=\"at-184601\" class=\"c-accordion__title js-accordion-controller\" role=\"button\">Wie gro\u00df und schwer ist der \u201eVater Rhein\u201c?<\/h3><div id=\"ac-184601\" class=\"c-accordion__content\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Er ist 123 Zentimeter hoch und wiegt rund 65 Kilogramm.<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-pb-accordion-item c-accordion__item js-accordion-item no-js\" data-initially-open=\"false\" data-click-to-close=\"true\" data-auto-close=\"true\" data-scroll=\"false\" data-scroll-offset=\"0\"><h3 id=\"at-184602\" class=\"c-accordion__title js-accordion-controller\" role=\"button\">Wof\u00fcr wurde er geschaffen?<\/h3><div id=\"ac-184602\" class=\"c-accordion__content\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr die Weltausstellung 1900 in Paris.<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-pb-accordion-item c-accordion__item js-accordion-item no-js\" data-initially-open=\"false\" data-click-to-close=\"true\" data-auto-close=\"true\" data-scroll=\"false\" data-scroll-offset=\"0\"><h3 id=\"at-184603\" class=\"c-accordion__title js-accordion-controller\" role=\"button\">Wer finanzierte das Objekt?<\/h3><div id=\"ac-184603\" class=\"c-accordion__content\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Stadt K\u00f6ln sowie Mitglieder der Familien Deichmann und Joest.<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-pb-accordion-item c-accordion__item js-accordion-item no-js\" data-initially-open=\"false\" data-click-to-close=\"true\" data-auto-close=\"true\" data-scroll=\"false\" data-scroll-offset=\"0\"><h3 id=\"at-184604\" class=\"c-accordion__title js-accordion-controller\" role=\"button\">Warum ist das Werk politisch?<\/h3><div id=\"ac-184604\" class=\"c-accordion__content\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es verbindet zum Beispiel Fahnen und Wappen des Deutschen Reichs mit rheinischen Sagen, Kirchen, Burgruinen und Landschaftsmotiven. So inszeniert der Aufsatz mit aufwendiger Goldschmiedetechnik das Rheinland als historisch deutsche Region.<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-pb-accordion-item c-accordion__item js-accordion-item no-js\" data-initially-open=\"false\" data-click-to-close=\"true\" data-auto-close=\"true\" data-scroll=\"false\" data-scroll-offset=\"0\"><h3 id=\"at-184605\" class=\"c-accordion__title js-accordion-controller\" role=\"button\">Wo ist der \u201eVater Rhein\u201c heute zu sehen?<\/h3><div id=\"ac-184605\" class=\"c-accordion__content\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Er geh\u00f6rt zum K\u00f6lner Ratssilber und wird im K\u00f6lnischen Stadtmuseum in einer rundum verspiegelten Vitrine gezeigt.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity is-style-wide\"\/>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Literatur<\/h2>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Roswitha Pollack: Historismus und Rheinromantik um 1900. Der Tafelaufsatz \u201eVater Rhein\u201c von Gabriel Hermeling aus dem K\u00f6lner Ratssilber, K\u00f6ln 1980.<\/li>\n\n\n\n<li>Carl-Wilhelm Clasen: Die K\u00f6lner Goldschmiede Hermeling, in: Beitr\u00e4ge zur rheinischen Kunstgeschichte und Denkmalpflege II, S. 263\u2013278.<\/li>\n\n\n\n<li>Werner Sch\u00e4fke: Das Ratssilber der Stadt K\u00f6ln, K\u00f6ln 1980.<\/li>\n\n\n\n<li>Sabine Spindler: Goldschmiede Hermeling. Mittelalterliche Moderne, in: Weltkunst Nr. 198 (2022), <a href=\"https:\/\/www.weltkunst.de\/auktionen\/2022\/05\/nagel-auktion-hermeling-goldschmiede-mittelalterliche-moderne\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">online<\/a> (abgerufen am 16.07.2026).<\/li>\n\n\n\n<li>Thomas Mergel: K\u00f6ln im Kaiserreich (1871\u20131918). Geschichte der Stadt K\u00f6ln, Band 10, K\u00f6ln 2018.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Autor: Sascha Pries<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>65 Kilo Silber und Gold f\u00fcr die Weltausstellung 1900: Der Tafelaufsatz \u201eVater Rhein\u201c ist Meisterwerk und politische Botschaft zugleich.<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":18454,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[17],"tags":[],"class_list":["post-18460","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-highlight","wpbf-post"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/18460","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=18460"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/18460\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":18462,"href":"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/18460\/revisions\/18462"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/18454"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=18460"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=18460"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=18460"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}