{"id":11289,"date":"2024-01-23T17:18:02","date_gmt":"2024-01-23T16:18:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/?p=11289"},"modified":"2024-03-19T21:38:41","modified_gmt":"2024-03-19T20:38:41","slug":"koelle-du-bes-e-jefoehl-worauf-haben-wir-lust","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/en\/koelle-du-bes-e-jefoehl-worauf-haben-wir-lust\/","title":{"rendered":"K\u00f6lle, du bes e Jef\u00f6hl: Worauf haben wir Lust?"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>\u201eLust auf Leben. Lust auf Liebe! Lust auf Lust!\u201c Diese Textzeile der \u201eH\u00f6hner\u201c geh\u00f6rt seit 1996 zu den \u201elustvollsten\u201c K\u00f6lner-Mitsing-Hymnen. <\/strong><strong>Als Hochburg der Jeck*innen ist K\u00f6ln \u00fcberall f\u00fcr den karnevalistischen Frohsinn bekannt. Ob Karneval, Rotlicht oder Regenbogen: K\u00f6ln gibt sich gerne lustbetont.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Aber auf was genau hatten die Menschen der Rheinmetropole in den vergangenen Jahrhunderten Lust? Davon erz\u00e4hlt ab M\u00e4rz 2024 unsere neue Dauerausstellung!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Im Mittelalter ist K\u00f6ln mit 40.000&nbsp;Einwohner*innen f\u00fcr damalige Verh\u00e4ltnisse eine Gro\u00dfstadt. Entsprechend vielf\u00e4ltig sind die Feierlichkeiten, die hier regelm\u00e4\u00dfig stattfinden. Ob Ritterturniere, Karneval, Sch\u00fctzenfeste oder Prozessionen, in K\u00f6ln wird gefeiert, was das Zeug h\u00e4lt.In der Anonymit\u00e4t der Gro\u00dfstadt lassen sich zudem eigene Bed\u00fcrfnisse besser und freier ausleben als in den l\u00e4ndlichen Gebieten drum herum.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">SEX UND MORAL<\/h2>\n\n\n\n<p>In K\u00f6ln bl\u00fcht schon immer die Prostitution. Prostituierte grenzt man aus, ihre Arbeit gilt als unmoralisch. Die Lust der m\u00e4nnlichen Freier hingegen wird als \u201enat\u00fcrlich\u201c hingenommen. Die Sexarbeit wird durch die Zeiten bek\u00e4mpft (2013 sammelt die K\u00f6lner Zeitschrift \u201eEmma\u201c 10.000 Unterschriften f\u00fcr ein Prostitutionsverbot), doch sie ist bis heute nicht verboten. Mit dem \u201ePascha\u201c steht in K\u00f6ln steht Europas angeblich gr\u00f6\u00dftes Bordell. Ein Hochhaus zwischen Bahngleisen abseits der Innenstadt-Gassen\u2026.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">TOLERANT UND QUEER<\/h2>\n\n\n\n<p>K\u00f6ln gilt heute als \u201eHauptstadt der Homo-Szene\u201c und setzt mit der Cologne Pride eines der gr\u00f6\u00dften Zeichen f\u00fcr Akzeptanz und Toleranz in der Bundesrepublik.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-full is-resized is-style-default\"><img decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/ksm-beitrag-lust-1.jpg\" alt=\"Zu sehen sind zwei Frauen auf dem CSD die sich k\u00fcssen. Die linke Frau hat einen bemalten nackten Oberk\u00f6rper.\" class=\"wp-image-13115\" style=\"width:800px\" srcset=\"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/ksm-beitrag-lust-1.jpg 1024w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/ksm-beitrag-lust-1-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/ksm-beitrag-lust-1-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/ksm-beitrag-lust-1-600x400.jpg 600w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/ksm-beitrag-lust-1-487x325.jpg 487w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/ksm-beitrag-lust-1-620x414.jpg 620w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">CSD in K\u00f6ln (Ibo Minssen, Portr\u00e4t CSD, 1998 \u2013 2004)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Das war nicht immer so: Noch bis 1980 werden in K\u00f6ln homosexuelle M\u00e4nner nach dem Paragraph 175 verfolgt. Ein Gesetz, dass die Nazis w\u00e4hrend ihrer Zeit noch versch\u00e4rft hatten.<\/p>\n\n\n\n<p>Prominentes Beispiel: Regierungspr\u00e4sident Franz Grobben. Er wird 1966 auf einer \u00f6ffentlichen Toilette am Waidmarkt aufgegriffen, die als Schwulen-Treffpunkt gilt. Die Boulevardpresse tobt. Grobben tritt zur\u00fcck und verschwindet aus dem \u00f6ffentlichen Leben.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-full is-resized is-style-default\"><img decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/ksm-beitrag-lust-3.jpg\" alt=\"Zu sehen ist der Eingang zu einer \u00f6ffentlichen Herrentoilette. Das Bild ist schwarz-wei\u00df.\" class=\"wp-image-13118\" style=\"width:800px\" srcset=\"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/ksm-beitrag-lust-3.jpg 1024w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/ksm-beitrag-lust-3-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/ksm-beitrag-lust-3-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/ksm-beitrag-lust-3-600x400.jpg 600w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/ksm-beitrag-lust-3-487x325.jpg 487w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/ksm-beitrag-lust-3-620x414.jpg 620w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Regierungspr\u00e4sident Franz Grobben wird 1966 auf einer \u00f6ffentlichen Toilette am Waidmarkt aufgegriffen, die als Schwulen-Treffpunkt gilt. Grobben tritt zur\u00fcck und verschwindet aus dem \u00f6ffentlichen Leben (HERREN-Schild der \u00f6ffentlichen Toilette am Waidmarkt, K\u00f6ln um 1955, KSM, Foto: RBA)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Bis heute erz\u00e4hlen \u00e4ltere schwule M\u00e4nner, wie sie zwischen Eigelstein und Ehrenfeld verfolgt und diskriminiert wurden. Es sind haarstr\u00e4ubende Erlebnisse, die leider auch viel mangelnde Toleranz offenbaren.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch dann folgen die \u201elustvollen Wunder\u201c: In der K\u00f6lner WDR-Serie \u201eLindenstra\u00dfe\u201c zum Beispiel heiratet mit Carsten Fl\u00f6ter und Theo Klages 1997 erstmals ein homosexuelles Paar im deutschen Fernsehen. Es ist ein mediales \u201eBeben\u201c, ein \u201eTV-Skandal\u201c. Von den einen gefeiert, von anderen verurteilt. Erst zehn Jahre sp\u00e4ter wird die gleichgeschlechtliche Ehe in Deutschland gesetzlich verankert.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-full is-resized is-style-default\"><img decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/ksm-beitrag-lust-4.jpg\" alt=\"Zu sehen ist ein Teil der Besetzung der Lindenstra\u00dfe.\" class=\"wp-image-13122\" style=\"width:800px\" srcset=\"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/ksm-beitrag-lust-4.jpg 1024w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/ksm-beitrag-lust-4-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/ksm-beitrag-lust-4-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/ksm-beitrag-lust-4-600x400.jpg 600w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/ksm-beitrag-lust-4-487x325.jpg 487w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/ksm-beitrag-lust-4-620x414.jpg 620w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Die in K\u00f6ln produzierte WDR-Sendung Lindenstra\u00dfe setzt 1997 ein Zeichen: mit Carsten Fl\u00f6ter und Theo Klages heiratet erstmals ein homosexuelles Paar im deutschen Fernsehen (Hochzeitsfoto (Requisite der Lindenstra\u00dfe), K\u00f6ln 2003, KSM)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Leider werden in der aktuellen Zeit wieder zunehmend t\u00e4tliche und verbale Angriffe auf die \u201eSzene\u201c registriert, die jenseits von Toleranz und friedlichem Nebeneinander liegen. <a><\/a><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">LIEBSCHAFTEN<\/h2>\n\n\n\n<p>\u00dcbrigens, auch der weltber\u00fchmte Giacomo Casanova ger\u00e4t in K\u00f6ln in ein lustvolles Abenteuer. Nach seiner Flucht aus Venedig findet der flirtende Frauenheld im Jahr 1760 zur Karnevalssession mit der attraktiven Ursula Columba zum P\u00fctz eine neue hei\u00dfe Liebschaft. Pikant dazu: Es ist die Frau eines der K\u00f6lner B\u00fcrgermeister. Verraten sei an dieser Stelle noch, dass damals das hei\u00dfe Verh\u00e4ltnis unentdeckt bleibt. Amore op K\u00f6lsch!<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-full is-resized is-style-default\"><img decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/ksm-beitrag-lust-5.jpg\" alt=\"Zu sehen ist ein Totenschild. Es ist eine kleine Figur, \u00e4hnlich einer Ritterabbildung.\" class=\"wp-image-13125\" style=\"width:800px\" srcset=\"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/ksm-beitrag-lust-5.jpg 1024w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/ksm-beitrag-lust-5-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/ksm-beitrag-lust-5-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/ksm-beitrag-lust-5-600x400.jpg 600w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/ksm-beitrag-lust-5-487x325.jpg 487w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/ksm-beitrag-lust-5-620x414.jpg 620w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Mit Maria Ursula Columba zum P\u00fctz hatte Giacomo Casanova eine seiner vielen Liebschaften. Sie stirbt mit nur 33 Jahren (Totenschild von Maria Ursula Columba zum P\u00fctz, K\u00f6ln 1768, KSM, Foto: RBA). <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">EINE SPRACHE ZUM TRINKEN<\/h2>\n\n\n\n<p>Hoch die Gl\u00e4ser! Die Qualit\u00e4t des Wassers im Mittelalter ist schlecht, daher wird ihm oft (minderwertiger) Wein beigemischt, der \u201esuure Hungk\u201c (saurer Hund) genannt wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Ratskeller dagegen wird laut alten Berichten besserer (und teurerer) Wein ausgeschenkt \u2013 wahrscheinlich in kleine Becher mit K\u00f6lner Wappen. Doch egal aus welchen Gef\u00e4\u00dfen, der damalige Wein wird lustvoll genossen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das heute ber\u00fchmte \u201eK\u00f6lsch\u201c entsteht erst nach dem Ersten Weltkrieg. Es ist ein oberg\u00e4riges Bier (zuerst aus der S\u00fcnner-Brauerei), das schnell schal wird. Getrunken wird es deswegen aus kleinen schmalen Gl\u00e4sern, die ein schneller K\u00f6bes nach dem Austrinken immer rasch durch ein neues ersetzt.<\/p>\n\n\n\n<p>Da der Begriff \u201eK\u00f6lsch\u201c dem der k\u00f6lschen Sproch entspricht, lacht man schnell dar\u00fcber: \u201eWir haben die einzige Sprache, die man auch trinken kann!\u201c<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">LUXUS NUR F\u00dcR REICHE<\/h2>\n\n\n\n<p>Im Mittelalter besitzen die meisten Menschen h\u00f6chstens einen einzigen L\u00f6ffel. Der reicht f\u00fcr das Wenige, das es zu essen gibt, in der Regel Brei oder Suppen. Der Gro\u00dfteil der Bev\u00f6lkerung kann nur neidvoll auf den lustvollen Luxus von Klerus und wohlhabender Gesch\u00e4ftswelt blicken.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-full is-resized is-style-default\"><img decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/ksm-beitrag-lust-6.jpg\" alt=\"Zu sehen ist ein L\u00f6ffel aus Eisen mit einem kurzen Griff.\" class=\"wp-image-13128\" style=\"width:800px\" srcset=\"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/ksm-beitrag-lust-6.jpg 1024w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/ksm-beitrag-lust-6-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/ksm-beitrag-lust-6-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/ksm-beitrag-lust-6-600x400.jpg 600w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/ksm-beitrag-lust-6-487x325.jpg 487w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/ksm-beitrag-lust-6-620x414.jpg 620w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Die meisten Menschen besitzen im Mittelalter als Besteck nur einen L\u00f6ffel (L\u00f6ffel mit kurzem Griff, K\u00f6ln um 1400, KSM, Foto: RBA)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Ab 1850 konnten sich wohlhalbende K\u00f6lner*innen beispielsweise auch mit Luxusgegenst\u00e4nden aus der ersten Kalker Porzellanfabrik einrichten.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein gutes Beispiel f\u00fcr diesen Luxus: das Schachspiel des K\u00f6lner Kurf\u00fcrsten und Erzbischof von K\u00f6nigsegg-Rothenfels (1760\/70) aus kostbaren Elfenbein-Figuren.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-full is-resized is-style-default\"><img decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/ksm-beitrag-lust-7.jpg\" alt=\"Zu sehen ist ein altes Schachbrett.\" class=\"wp-image-13131\" style=\"width:700px\" srcset=\"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/ksm-beitrag-lust-7.jpg 1024w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/ksm-beitrag-lust-7-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/ksm-beitrag-lust-7-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/ksm-beitrag-lust-7-600x400.jpg 600w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/ksm-beitrag-lust-7-487x325.jpg 487w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/ksm-beitrag-lust-7-620x414.jpg 620w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Dieses edle Schachbrett aus den 1760er Jahren geh\u00f6rt dem K\u00f6lner Kurf\u00fcrsten und Erzbischof von K\u00f6nigsegg-Rothenfels. Die Figuren sind aus Elfenbein (Schachspiel, 1760\/70, KSM. Foto: RBA)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">SPIELE F\u00dcR ALLE<\/h2>\n\n\n\n<p>Doch egal ob Klerus oder Volk: Die Lust auf\u2019s Spiel ist und bleibt auf allen Ebenen gleich gro\u00df.<\/p>\n\n\n\n<p>Die st\u00e4dtische Oberschicht unterh\u00e4lt sich im 15. Jahrhundert mit Ritterturnieren. Sie dienen der adeligen Selbstdarstellung und der Unterhaltung \u2013 und haben \u00fcberwiegend weibliche Zuschauer. Eines der letzten Turniere dieser Art steigt 1486 zu Ehren K\u00f6nig Maximilians auf dem Alter Markt. Dabei m\u00fcssen die schwer gepanzerten Ritter auch unfreiwillig komisch gewirkt haben \u2013 ihre Bedeutung f\u00fcr den praktischen Kriegseinsatz hatten die schweren R\u00fcstungen zu dieser Zeit l\u00e4ngst verloren&#8230;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-full is-resized is-style-default\"><img decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/ksm-beitrag-lust-8.jpg\" alt=\"Eine Abbildung eines Ritterturniers.\" class=\"wp-image-13134\" style=\"width:800px\" srcset=\"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/ksm-beitrag-lust-8.jpg 1024w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/ksm-beitrag-lust-8-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/ksm-beitrag-lust-8-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/ksm-beitrag-lust-8-600x400.jpg 600w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/ksm-beitrag-lust-8-487x325.jpg 487w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/ksm-beitrag-lust-8-620x414.jpg 620w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Turnier auf dem Alter Markt, A. Braun, K\u00f6ln 1620 (Repro), KSM, Foto: RBA)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>F\u00fcr Spa\u00df sorgte fr\u00fcher aber auch der Rhein. Der damals viel langsamer flie\u00dfende Strom ist noch keine ausgebaute Schifffahrtsstra\u00dfe wie heute und friert in den kalten Wintern auf gro\u00dfen Fl\u00e4chen schnell komplett zu. F\u00fcr die Schlitterpartie auf dem Rhein sind Schlittknochen f\u00fcr Kinder bis zum 19. Jahrhundert ein beliebtes Spielger\u00e4t. Kufen aus Metall werden erst sp\u00e4ter erfunden und sind u.a. ein Hit (hier!) im Kaufhaus Sauer.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Spiellust der K\u00f6lner*innen von damals ist nat\u00fcrlich l\u00e4ngst auf dem Weg in die Zukunft. Die j\u00e4hrliche Spielemesse \u201egamescom\u201c beweist das gigantische Potential digitaler Formen und Entwicklungen. Im Jahr 2023 kamen \u00fcber 320.000 Besucher*innen aus \u00fcber 100 L\u00e4ndern zum Fachsimpeln, Spielen und Handeln nach K\u00f6ln.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-full is-resized is-style-default\"><img decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/ksm-beitrag-lust-9.jpg\" alt=\"Eine alte Spielekonsole mit Konsolenspielen.\" class=\"wp-image-13137\" style=\"width:800px\" srcset=\"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/ksm-beitrag-lust-9.jpg 1024w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/ksm-beitrag-lust-9-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/ksm-beitrag-lust-9-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/ksm-beitrag-lust-9-600x400.jpg 600w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/ksm-beitrag-lust-9-487x325.jpg 487w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/ksm-beitrag-lust-9-620x414.jpg 620w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">1978 steigt die Firma Interton aus K\u00f6ln-Holweide in den Videospielemarkt ein. Die VC 4000 ist die erste deutsche Spielekonsole (VC 4000 Videospielekonsole mit Spielen, K\u00f6ln 1978\/83, KSM, Foto: RBA). <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Was in diesem Zusammenhang kaum noch jemand wei\u00df: Die erste deutsche Spielekonsole kommt aus K\u00f6ln. Sie ist ein Produkt der Firma Interton aus Holweide. Die VC 4000 soll dem Atari 2600 Konkurrenz machen. Mit 37 Spielen und einem Controller mit analogem Joystick ist sie zwar g\u00fcnstiger, aber weniger leistungsf\u00e4hig als die Atari-Konsole. Dieses K\u00f6lner Abenteuer dauert bis zum internationalen Konsolen-Crash 1983. Das ist zwar das Ende eines K\u00f6lner Produkts, doch die Lust auf das Spielen geht ungebrochen weiter.<\/p>\n\n\n\n<p>Und die Lust auf Lust sowieso\u2026<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Noch viel mehr Geschichten rund um das Thema Lust, Genuss und Spa\u00df pr\u00e4sentieren wir ab dem 23. M\u00e4rz 2024 im neuen K\u00f6lnischen Stadtmuseum \u2013 mitten im Herzen der Stadt. Wir schauen hier zum Beispiel auch auf die K\u00f6lner Clubkultur oder Besonderheiten der k\u00f6lschen K\u00fcche!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Autor: Michael Bischoff<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eLust auf Leben. Lust auf Liebe! Lust auf Lust!\u201c Diese Textzeile der \u201eH\u00f6hner\u201c geh\u00f6rt seit 1996 zu den \u201elustvollsten\u201c K\u00f6lner-Mitsing-Hymnen.  Aber auf was genau hatten die Menschen der Rheinmetropole in den vergangenen Jahrhunderten Lust? <\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":11454,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[84],"tags":[],"class_list":["post-11289","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-ausstellung-emotionen","wpbf-post"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11289","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=11289"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11289\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":13140,"href":"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11289\/revisions\/13140"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/11454"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=11289"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=11289"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=11289"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}