{"id":11199,"date":"2024-01-22T16:20:56","date_gmt":"2024-01-22T15:20:56","guid":{"rendered":"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/?p=11199"},"modified":"2024-07-01T15:39:38","modified_gmt":"2024-07-01T13:39:38","slug":"koelle-du-bes-e-jefoehl-was-verbindet-uns","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/en\/koelle-du-bes-e-jefoehl-was-verbindet-uns\/","title":{"rendered":"K\u00f6lle, du bes e Jef\u00f6hl: Was verbindet uns?"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Was w\u00e4ren wir ohne Freundschaften und Familie? Was w\u00e4ren wir ohne menschliche Bindungen? Wenn wir uns mit anderen Menschen verbunden f\u00fchlen, k\u00f6nnen wir gemeinsam Ziele verfolgen, feiern, aber auch trauern, Trost spenden. Einfach alles!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ein verbindendes Element in K\u00f6ln ist aber auch der Rhein.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Neugierig, was die Menschen in K\u00f6ln besonders verbindet? Was der Rhein oder was die Medien hierbei f\u00fcr eine Rolle spielen? Spannende Antworten darauf gibt es ab dem 23. M\u00e4rz 2024 in unserer neuen Dauerausstellung!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-full is-resized is-style-default\"><img decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/ksm-beitrag-verbindung-1.jpg\" alt=\"Zu sehen ist die alte K\u00f6lnbr\u00fccke. Im Vordergrund sind alte Holsdielen, dar\u00fcber f\u00e4hrt ein Zug. Menschen stehen auf der Br\u00fccke.\" class=\"wp-image-13263\" style=\"width:800px\" srcset=\"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/ksm-beitrag-verbindung-1.jpg 1024w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/ksm-beitrag-verbindung-1-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/ksm-beitrag-verbindung-1-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/ksm-beitrag-verbindung-1-600x400.jpg 600w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/ksm-beitrag-verbindung-1-487x325.jpg 487w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/ksm-beitrag-verbindung-1-620x414.jpg 620w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Johann Heinrich Strack, Dombr\u00fccke (ehemalige), K\u00f6ln 1855\/1862 (Foto: RBA)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Der Br\u00fcckenschlag in die Geschichte reicht bis in die Antike. Vor zwei Jahrtausenden bildet der Rhein die Grenze zwischen r\u00f6mischen und germanischen Herrschaftsgebieten \u2013 ein naturgegebener Schutzwall gegen die \u201ewilden\u201c feindlichen Germanen auf der anderen Seite.<\/p>\n\n\n\n<p>321 konstruieren r\u00f6mische Ingenieure erstmals die Br\u00fccke \u00fcber den wilden Strom. Diese erste feste Br\u00fccke besteht aus Stein, befindet sich ungef\u00e4hr auf der H\u00f6he der heutigen Deutzer Br\u00fccke und verbindet die r\u00f6mische Colonia mit Divitia, dem Kastell Deutz.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Kastell dient als milit\u00e4rischer Milit\u00e4rposten der Sicherung des R\u00f6mischen Reichs gegen Franken und andere Germanen. Das Sensationelle damals: Die gewaltige Br\u00fccken-Verbindung besteht bis ins 10. Jahrhundert und \u00fcberlebt den Untergang des R\u00f6mischen Reichs sogar noch um \u00fcber ein halbes Jahrtausend.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach ihrem Verfall wird es viele Jahrhunderte dauern, bis K\u00f6ln 1822 mit einer schwimmenden Pontonbr\u00fccke erstmals wieder eine mehr oder weniger feste Verbindung auf die andere Rheinseite schafft.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Jahr 1859 entsteht \u00fcber den Rhein die erste Eisenbahnbr\u00fccke. Sie wird wegen ihrer geschlossenen Gitterkonstruktion von den K\u00f6lnern auch liebevoll \u201eMuusfall\u201c (Mausefalle) genannt. Die Ausrichtung auf den Chor des K\u00f6lner Doms geht auf den preu\u00dfischen K\u00f6nig Friedrich Wilhelm IV. zur\u00fcck, der das genauso wollte Noch heute ist die 45-Grad-Kurve zur Einfahrt in den Hauptbahnhof ein Problem f\u00fcr den europ\u00e4ischen Schienenverkehr.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-large is-resized is-style-default\"><img decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/ksm-beitrag-verbindung-bruecke-1024x683.jpg\" alt=\"Zu sehen ist eine der Rheinbr\u00fccken von der Seite. Pferdewagen und Menschen sind auf der Br\u00fccke zu sehen.\" class=\"wp-image-11547\" style=\"width:800px\" srcset=\"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/ksm-beitrag-verbindung-bruecke-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/ksm-beitrag-verbindung-bruecke-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/ksm-beitrag-verbindung-bruecke-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/ksm-beitrag-verbindung-bruecke-600x400.jpg 600w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/ksm-beitrag-verbindung-bruecke-487x325.jpg 487w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/ksm-beitrag-verbindung-bruecke-620x414.jpg 620w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/ksm-beitrag-verbindung-bruecke.jpg 1100w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Die Deutzer H\u00e4ngebr\u00fccke wird im Zweiten Weltkrieg durch Bombentreffer besch\u00e4digt und st\u00fcrzt am 28. Februar 1945 zusammen. Die Zahl der Todesopfer bleibt unbekannt (Deutzer H\u00e4ngebr\u00fccke, A. Sander, K\u00f6ln 1920er Jahre)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-full is-resized is-style-default\"><img decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/ksm-beitrag-verbindung-2.jpg\" alt=\"Zu sehen ist ein kleines Modellschiff\u00b4. Es ist in den Farben schwarz und gold gehalten, auf dem Segel ist ein Adlerwappen zu sehen.\" class=\"wp-image-13267\" style=\"width:800px\" srcset=\"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/ksm-beitrag-verbindung-2.jpg 1024w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/ksm-beitrag-verbindung-2-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/ksm-beitrag-verbindung-2-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/ksm-beitrag-verbindung-2-600x400.jpg 600w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/ksm-beitrag-verbindung-2-487x325.jpg 487w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/ksm-beitrag-verbindung-2-620x414.jpg 620w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Tafelaufsatz \u201eVater Rhein\u201c, G. Hermeling, K\u00f6ln 1900: Gefertigt wird der Aufsatz f\u00fcr die Pariser Weltausstellung, heute geh\u00f6rt er zum K\u00f6lner Ratssilber (KSM, Foto: RBA)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u00dcBER ACHT BR\u00dcCKEN MUSST DU GEH\u2019N<\/h2>\n\n\n\n<p>Heute verbinden acht Bauwerke die beiden Rheinseiten der Millionenmetropole. Das sind von Norden nach S\u00fcden die Autobahnbr\u00fccke Leverkusen, die M\u00fchlheimer Br\u00fccke, Zoobr\u00fccke, Hohenzollernbr\u00fccke (keine Autos), Deutzer Br\u00fccke, Severinsbr\u00fccke, S\u00fcdbr\u00fccke (keine Autos) und die Autobahnbr\u00fccke Rodenkirchen.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr Schlagzeilen sorgen sie fast alle. Und das nicht nur, weil einige von ihnen aktuell saniert, repariert oder erweitert werden m\u00fcssen, sondern weil diese Verbindungen auch immer wieder f\u00fcr Giga-Staus sorgen. F\u00fcr alle Autofahrer*innen geh\u00f6ren die Br\u00fccken zu den sensibelsten Nadel\u00f6hren der Stadt. Sie kosten Zeit, Nerven \u2013 und Geld.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-large is-resized is-style-default\"><img decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/ksm-beitrag-verbindung-ursula-1024x683.jpg\" alt=\"Zu sehen ist die kleine B\u00fcste einer Frau. Das Material ist Metal.\" class=\"wp-image-11554\" style=\"width:800px\" srcset=\"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/ksm-beitrag-verbindung-ursula-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/ksm-beitrag-verbindung-ursula-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/ksm-beitrag-verbindung-ursula-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/ksm-beitrag-verbindung-ursula-600x400.jpg 600w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/ksm-beitrag-verbindung-ursula-487x325.jpg 487w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/ksm-beitrag-verbindung-ursula-620x414.jpg 620w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/ksm-beitrag-verbindung-ursula.jpg 1100w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Exportschlager aus K\u00f6ln: Im Mittelalter bl\u00fcht in K\u00f6ln der Handel mit Knochen von Heiligen auf, den Reliquien. B\u00fcsten dieser Art dienen als kostbare H\u00fclle f\u00fcr die Knochensplitter und gelangen von K\u00f6ln aus nach ganz Europa (Reliquienb\u00fcste einer weiblichen Heiligen, K\u00f6ln 1330\/40 (Museum Schn\u00fctgen, Foto: RBA))<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">GL\u00dcCK F\u00dcR K\u00d6LN<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Lage der Stadt am Rhein ist ein Gl\u00fccksfall. Im Mittelalter k\u00f6nnen hochseetaugliche Handelsschiffe aus den Niederlanden, Skandinavien oder den britischen Inseln von der Nordsee bis nach K\u00f6ln schippern. Hier m\u00fcssen die Waren umgelagert werden, weil die Schiffe sonst im felsigen Flussbett des Mittelrheins auf Grund laufen w\u00fcrden.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Umladen entpuppt sich \u00fcbrigens aus beiden Richtungen zum \u201eGoldesel\u201c f\u00fcr die Stadt. Alle Waren m\u00fcssen hier seit 1259 f\u00fcr kurze Zeit gelagert (Stapelrecht) werden und d\u00fcrfen in den Verkauf. So gelangen einheimische H\u00e4ndler*innen exklusiv an hochwertige Konsumg\u00fcter. Und das sp\u00fclt viel Geld in die Kassen der Stadt. An K\u00f6ln kommt niemand mehr vorbei \u2013 eine Boom-Town des Mittelalters.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-large is-resized is-style-default\"><img decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/ksm-beitrag-verbindung-alter-markt-1024x683.jpg\" alt=\"Zu sehen ist eine Zeichnung des Alter Markts.\" class=\"wp-image-11557\" style=\"width:800px\" srcset=\"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/ksm-beitrag-verbindung-alter-markt-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/ksm-beitrag-verbindung-alter-markt-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/ksm-beitrag-verbindung-alter-markt-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/ksm-beitrag-verbindung-alter-markt-600x400.jpg 600w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/ksm-beitrag-verbindung-alter-markt-487x325.jpg 487w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/ksm-beitrag-verbindung-alter-markt-620x414.jpg 620w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/ksm-beitrag-verbindung-alter-markt.jpg 1100w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Marktgeschehen auf dem Alter Markt. Verkauft werden Waren f\u00fcr den t\u00e4glichen Gebrauch: Lebensmittel wie Kohl und Brot, K\u00f6rbe, T\u00f6pferwaren und Tiere. Nicht zu \u00fcbersehen ist der Pranger, der zur Bestrafung von Betr\u00fcger*innen dient (A. Aubry, J. Toussijn, K\u00f6ln um 1660 (KSM, Foto: RBA)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">B\u00dcCHER UND ZEITUNGEN<\/h2>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-large is-resized is-style-default\"><img decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/ksm-beitrag-verbindung-bibel-1024x683.jpg\" alt=\"Zu sehen ist eine aufgeklappte sehr alte Bibel.\" class=\"wp-image-11560\" style=\"width:800px\" srcset=\"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/ksm-beitrag-verbindung-bibel-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/ksm-beitrag-verbindung-bibel-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/ksm-beitrag-verbindung-bibel-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/ksm-beitrag-verbindung-bibel-600x400.jpg 600w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/ksm-beitrag-verbindung-bibel-487x325.jpg 487w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/ksm-beitrag-verbindung-bibel-620x414.jpg 620w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/ksm-beitrag-verbindung-bibel.jpg 1100w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">K\u00f6ln ist um 1600 mit seinen zahlreichen Verlagen ein Zentrum des Buchdrucks. Zu den wichtigsten Werken geh\u00f6rt die 1630 ver\u00f6ffentlichte Bibel\u00fcbersetzung des 1617 verstorbenen K\u00f6lner Geistlichen Caspar Ulenberg (Biblia sacra, C. Ulenberg, J. Kreps, K\u00f6ln 1630 (KSM)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Was verbindet uns alle sonst noch? Kommunikation und Medien! Auch dabei spielt K\u00f6ln schon fr\u00fchzeitig eine sehr wichtige Rolle.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Erfindung des Buchdrucks mit beweglichen Lettern 1445 ist die erste Medien-Revolution der Welt. B\u00fccher werden nicht mehr exklusiv m\u00fchsam von Hand geschrieben und kopiert, sondern werden zur \u201eMassenware\u201c. Die kann sich auch ein wohlhabender B\u00fcrger leisten, sofern er bereits lesen kann. Um 1600 ist K\u00f6ln mit seinen zahlreichen Verlagen ein Zentrum des Buchdrucks. Eines der wichtigsten und bedeutendsten Werke wird dabei die 1630 ver\u00f6ffentlichte Bibel\u00fcbersetzung des K\u00f6lner Geistlichen Caspar Ulenberg. Bis ins 18. Jahrhundert gilt sie als katholischer Gegenentwurf zur protestantischen Bibel\u00fcbersetzung.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-full is-resized is-style-default\"><img decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/ksm-beitrag-verbindung-3.jpg\" alt=\"Zu sehen ist die Titelseite einer Zeitung. Die verwendete Schrift ist rot.\" class=\"wp-image-13270\" style=\"width:800px\" srcset=\"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/ksm-beitrag-verbindung-3.jpg 1024w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/ksm-beitrag-verbindung-3-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/ksm-beitrag-verbindung-3-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/ksm-beitrag-verbindung-3-600x400.jpg 600w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/ksm-beitrag-verbindung-3-487x325.jpg 487w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/ksm-beitrag-verbindung-3-620x414.jpg 620w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Karl Marx, Karl, Neue Rheinische Zeitung, letzte rote Nummer vom 19. Mai 1849, Reprint (KSM, Foto: RBA)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Doch drucken kann man nicht nur B\u00fccher, merken die Verleger. Man kann auch aktuelle Nachrichten verbreiten. Daf\u00fcr steht im Mittelalter der Begriff \u201eZidunge\u201c, die Botschaft. Das wird die Geburt eines Markenzeichens. Die erste Zeitung im heutigen Sinn erscheint in K\u00f6ln 1620, zahlreiche weitere folgen. Die \u201eK\u00f6lnische Zeitung\u201c als Vorl\u00e4ufer des heutigen \u201eK\u00f6lner Stadtanzeigers\u201c wird um 1800 gegr\u00fcndet. Im 19.&nbsp;Jahrhundert ist K\u00f6ln eine regelrechte Pressestadt. Einige K\u00f6lner Zeitungen liest man in ganz Deutschland.<\/p>\n\n\n\n<p>Politisch ber\u00fchmt und deutschlandweit einflussreich ist w\u00e4hrend der deutschen Revolution 1848\/49 die \u201eNeue Rheinische Zeitung\u201c mit Sitz am Heumarkt. Als die preu\u00dfische Regierung 1849 das Blatt wegen seiner revolution\u00e4ren Standpunkte verbietet, flieht ihr Chefredakteur Karl Marx rechtzeitig nach London. Dort schreibt er sein legend\u00e4res Werk \u201eDas Kapital\u201c.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">RADIO UND FERNSEHEN<\/h2>\n\n\n\n<p>Auch das Radio verbindet. Die neue Technologie ist eine Sensation. Musik und Worte kommen im heimischen Wohnzimmer aus einem Kasten. Die ersten klingen zwar anfangs noch knarzig und verrauscht, doch sie sind live und aufregend. So etwas gab\u2019s nie zuvor!<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-full is-resized is-style-default\"><img decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/ksm-beitrag-verbindung-4.jpg\" alt=\"Zu sehen ist die Aufnahme aus einem WDR-Fernsehstudio. Ein Mann steht hinter einer Kamera und filmt eine Frau, die einen Zettel in der Hand h\u00e4lt.\" class=\"wp-image-13273\" style=\"width:800px\" srcset=\"https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/ksm-beitrag-verbindung-4.jpg 1024w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/ksm-beitrag-verbindung-4-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/ksm-beitrag-verbindung-4-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/ksm-beitrag-verbindung-4-600x400.jpg 600w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/ksm-beitrag-verbindung-4-487x325.jpg 487w, https:\/\/www.koelnisches-stadtmuseum.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/ksm-beitrag-verbindung-4-620x414.jpg 620w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">WDR-Fernsehstudio, 3. November 1953 (Wikimedia Commons, Bundesarchiv B 145 Bild-F001105-0004)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Auch bei der Entwicklung des Rundfunks spielt K\u00f6ln eine wichtige Rolle. Die Rede von Konrad Adenauer 1926 zum Ende der Besatzungszeit ist die erste Radiosendung, die deutschlandweit von allen Sendern gleichzeitig \u00fcbertragen wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Bald kommt zu den T\u00f6nen ein anderes Ger\u00e4t mit einer Mattscheibe dazu: Das Fernsehen zieht Deutschland in seinen Bann \u2013 und macht K\u00f6ln erneut zu einer Medienhauptstadt.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Westdeutsche Rundfunk (WDR) im heutigen Sinne als \u00f6ffentlich-rechtlicher Sender (Anstalt des \u00d6ffentlichen Rechts) wird 1956 gegr\u00fcndet und geht bald auch mit TV auf Sendung. Die H\u00f6r- und Fernsehprogramme sind geb\u00fchrenfinanziert und sehr erfolgreich. In K\u00f6ln entstehen legend\u00e4re TV-Hits wie die \u201eSportschau\u201c, der \u201eInternationale Fr\u00fchschoppen\u201c oder die \u201eLindenstra\u00dfe\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit dem Start des Privatfernsehens in Deutschland wird der Medien-Markt ab Mitte der 1980er-Jahre noch einmal neu durchgemischt.<\/p>\n\n\n\n<p>In der Silvesternacht 1987\/88 zieht RTLplus (bald nur noch RTL) an seinen heutigen Standort in K\u00f6ln und erreicht bald 6,5 Millionen Zuschauer*innen. Ab 1992 bietet RTL als erster Sender Fernsehen rund um die Uhr.<br>Heute geh\u00f6rt die RTL-Senderfamilie in den alten, umgebauten Messehallen direkt am Rhein und in Sichtweite zum WDR mit Vox, n-tv, Nitro &amp; Co zu den wirtschaftlich erfolgreichsten in Deutschland.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit RTL-Serien wie \u201eDas Dschungelcamp\u201c oder \u201eBig Brother\u201c setzen die Macher*innen dabei auf Formate, die vielleicht nicht jedem Geschmack entsprechen, aber bundesweite Fernsehgeschichte schreiben. Das f\u00fchrt zu einem Medienboom in K\u00f6ln mit neuen Studios und Produktionsfirmen, die jetzt im 21. Jahrhundert von bedeutenden IT-Firmen erg\u00e4nzt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Heute ist K\u00f6ln mit seinen beiden Top-Sendern nicht nur optimal in die Welt verbunden. Auch die beiden gro\u00dfen Rheinseiten sind l\u00e4ngst zusammengewachsen. Mit der K\u00f6lnmesse hat die sogenannte \u201eSch\u00e4l Sick\u201c schon seit \u00fcber 100 Jahren die Menschen auf die \u201eandere\u201c Seite gezogen. Heute lockt gegen\u00fcber von Dom und Altstadt u.a. die LANXESS-Arena mit den ber\u00fchmtesten Stars der Welt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Verbindung steht. Au\u00dfer, es ist wieder ein Stau auf den Br\u00fccken\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Autor: Michael Bischoff<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Neugierig, was die Menschen in K\u00f6ln verbindet? Was der Rhein oder die Medien hierbei f\u00fcr eine Rolle spielen? 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