Wallrafs Erbe:
Ein Bürger rettet Köln

23. März – 8. Juli 2018

Gemeinsame Ausstellung des Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud mit dem Kölnischen Stadtmuseum und der Universität zu Köln

Am 9. Mai 1818 unterzeichnet der Theologe, Universitätsrektor und Sammler Ferdinand Franz Wallraf (1748-1824) sein Testament zugunsten der Stadt Köln. Sein letzter Wille besagt, dass seine umfangreiche und vielfältige Sammlung „zu ewigen Tagen“ in seiner Heimatstadt „zum Nutzen der Kunst und Wissenschaft“ verbleibt. Heute, 200 Jahre später, ist es an der Zeit, diesen außergewöhnlichen Menschen für sein Tun zu feiern. Dafür widmet das Wallraf-Richartz-Museum seinem Namensgeber in Kooperation mit der Universität zu Köln (Historisches und Kunsthistorisches Institut) und dem Kölnischen Stadtmuseum von 23. März bis 8. Juli 2018 eine große Sonderschau mit dem Titel „Wallrafs Erbe – Ein Bürger rettet Köln".

Vom versteinerten Vogelnest über historische Münzen, Schmuck und Ritterrüstungen bis hin kostbaren Handschriften, Zeichnungen und Gemälden von Lochner, Dürer und Rubens sind rund 300 Exponate aus der ehemals 40.000 Objekte umfassenden Sammlung zu sehen. Kölns ältestes Museum präsentiert nicht nur Leben und Werk des einzigen Kölner Erzbürgers, sondern würdigt auch seine Leistung für die Domstadt im Allgemeinen und ihr kulturelles Leben im Speziellen. Die Ausstellung beleuchtet Wallraf aus politischer wie kulturpolitischer Perspektive, um eine Neubewertung seiner Person zu erreichen. Ohne seinen leidenschaftlichen Einsatz in bewegten Zeiten unter französischer und später preußischer Herrschaft würde die vielfältige Kölner Museumslandschaft heute so nicht existieren.

 
Caspar Vopelius von Medebach, Erdglobus, 1542, Kölnisches Stadtmuseum, Foto: RBA Köln
Caspar Vopelius von Medebach, Erdglobus, 1542, Kölnisches Stadtmuseum, Foto: RBA Köln

Damit Ferdinand Franz Wallraf in all seinen Facetten dargestellt werden kann, beteiligen sich an der Schau alle Institutionen, die mit seiner ursprünglichen Sammlung verbunden sind. Dazu gehören die Universitäts- und Stadtbibliothek, das Historisches Archiv der Stadt Köln, Geomuseum, Römisch-Germanisches Museum, Museum Schnütgen und das Museum für Angewandte Kunst. Nur dank einer großangelegten Kooperation all dieser „Wallraf-Erben“ konnte eine bespiellose Vielzahl und Vielfalt von Exponaten für die Sonderschau zusammengetragen werden. In der Ausstellung dienen zeitgenössische Darstellungen und Berichte von prominenten Wallraf-Gästen wie Schlegel und Goethe als Leitfaden für einen persönlichen „Hausbesuch“.

Und mit der App „Wallraf digital“ können Interessierte sogar den Spuren Wallrafs durch seine Kölner Heimat folgen: http://www.blog-zeitenblicke.uni-koeln.de/wallraf-digital/.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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