1925 bis 1932: Ein Museum ohne Bleibe?

Seit dem 1. Januar 1925 war Wilhelm Ewald Direktor des Historischen Museums und gleichzeitig federführend beteiligt an der „Jahrtausendausstellung der Rheinlande“, die vom 16. Mai bis 15. August in den Kölner Messehallen stattfand. Mit dieser historischen Sonderausstellung, die die tausendjährige Zugehörigkeit des Rheinlandes zum Deutschen Reich betonte und so ihren Beitrag leisten wollte zur Stabilisierung der jungen Weimarer Republik, kam Bewegung in die Kölner Museumsszene.

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Hahnentorburg, um 1925.
Foto: Kölnisches Stadtmuseum
 

Denn die gigantische Schau mit über 10 000 Objekten war ein Publikumsrenner. Konrad Adenauer wollte die Ausstellung in eine Art rheinisches Zentralmuseum mit überregionaler Ausstrahlung überführen. Auch die Sammlung des Historischen Museums sollte darin aufgehen. Als Ort für dieses Zukunftsprojekt wählte man 1926 die ehemalige Kürassierkaserne am Deutzer Rheinufer.

Adenauer beauftragte die Kölner Museumsdirektoren und einige Kustoden mit einem Konzept für das neue Haus und die Umstrukturierung der bestehenden Sammlungen. Interne Auseinandersetzungen zwischen den Kölner Museumsdirektoren verhinderten dies jedoch.

Dennoch trieb Adenauer den Ausbau der Kürassierkaserne voran. Zunächst fand von Mai bis August 1928 jedoch auch hier die Internationale Presseausstellung PRESSA statt.

Danach stand der Nutzung des Ausstellungsgebäudes für das Rheinische Museum eigentlich nichts mehr im Wege. Aber die Kölner Museumsdirektoren brachten die Gründung immer noch nicht auf den Weg. Dieses zögerliche Verhalten sollte sich rächen. Die städtischen Mittel zur Realisierung des Rheinischen Museums wurden wegen der Weltwirtschaftskrise eingespart.

Der Kölner Oberbürgermeister Konrad Adenauer gab das Projekt noch nicht auf. Doch die geschichtlichen Ereignisse überrollten seine Pläne endgültig: Im März 1933 enthoben ihn die Nationalsozialisten seines Amtes als Oberbürgermeister.

Das Rheinische Museum blieb eine „Fata Morgana“ am rechten Rheinufer. Zwar hatte es einen Namen und einen umfangreichen Bestand, zu dem auch die Sammlung des ehemaligen Historischen Museums gehörte. Doch das Museum wurde nie offiziell eröffnet.

 

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